Signal-Gründer kritisiert Telegram: Nicht besser als WhatsApp/Facebook

Der Gründer des verschlüsselten Messenger-Dienstes Signal hat mit scharfen Worten Kritik am Konkurrenzprodukt Telegram geübt, weil man dort zwar mit einer angeblichen Sicherheit der Nutzerdaten wirbt, die Kommunikation aber in der Realität alles andere als sicher erfolgt. Wie Moxie Marlinspike, Gründer der angesichts der häufigen Kritik an den Produkten von WhatsApp und Facebook bzw. Meta immer beliebteren Messaging-Plattform Signal, auf Twitter erklärte, überrasche es ihn immer wieder, wie viele Medien von Telegram noch immer als "verschlüsseltem Messenger" sprechen würden. Zwar biete Telegram viele attraktive Features, aber in Sachen Privatsphäre und Datensammlung gäbe es kaum eine schlechtere Wahl, so Marlinspike.

Signal-Gründer kritisiert Datenspeicherung im Klartext

Telegram speichere alle Kontakte, Gruppen, Medien und jede einzelne jemals verschickte Nachricht eines Nutzers immer in unverschlüsselter Reinform auf seinen Servern. Dadurch sei die Smartphone-App von Telegram nur ein "Fenster" zum Blick auf die Server, wo die Daten wirklich gespeichert sind. Alles was der Nutzer zu Gesicht bekommt, sei daher auch für die Betreiber von Telegram sichtbar.

Dass Telegram überhaupt als "sicher" bezeichnet wird, gründet auf den sehr begrenzt funktionsfähigen "geheimen Chats", die zwar tatsächlich Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2EE) verwenden, aber dafür ein Sicherheitsprotokoll von zweifelhafter Qualität verwenden, so die Kritik von Marlinspike weiter. Problematisch sei vor allem, dass E2EE nicht von Haus aus immer aktiviert sei, Telegram aber das Gegenteil vorgaukelt.

Sogar Facebook ist besser, sagt Marlinspike

Im Grunde sei sogar der Facebook Messenger besser für eine relativ sichere Kommunikation geeignet, weil Meta wenigstens ein besseres E2EE-Protokoll verwende und mehr Funktionen im verschlüsselten Modus bietet. Dennoch nehme kaum jemand den Facebook Messenger als "sicher" wahr. Letztlich seien Facebook Messenger und Telegram fast gleich aufgebaut.

Die Nutzer sollten lieber auf einen Messenger setzen, der tatsächlich eine sichere Kommunikation bei ständiger E2EE-Verschlüsselung nutzt, statt Telegram zu verwenden, nur weil sie den Betreibern "vertrauen", so Marlinspike weiter. Der Grund zur Verwendung eines verschlüsselten Messengers sei schließlich, dass kein Vertrauen in die beteiligten notwendig sein müsse.

Die Medien dürften deshalb eigentlich nur dann von einem "verschlüsselten Messenger" sprechen, wenn sie damit auch tatsächlich einen von Ende zu Ende verschlüsselten Dienst meinen. Telegram gehöre von Haus aus nicht zu dieser Gruppe. Tatsächlich hätten Behörden, Hacker und praktisch auch alle Mitarbeiter von Telegram einfachen Zugriff.

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