Deutschland droht 2030 eine Stromlücke von 184 Terawattstunden
Während die Verhandlungen darüber laufen, wie eine Bundesregierung für die kommenden Jahre gebildet werden kann, schlagen Energie-Experten Alarm. Denn wenn sich nicht endlich etwas tut, läuft Deutschland auf eine massive Unterversorgung zu.
Das ARD-Wirtschaftsmagazin Plusminus (Mittwoch, 21:45 Uhr im Ersten) hat die Entwicklung vom Forschungszentrum Jülich exklusiv berechnen lassen. Die Wissenschaftler kamen dabei zu besorgniserregenden Ergebnissen, hieß es. 184 Terawattstunden Strom wird es im Jahr 2030 zu wenig geben, wenn der Ausbau der erneuerbaren Energieträger auf dem gleichen Niveau fortgesetzt wird, wie in den vergangenen drei Jahren.
Im vergangenen Jahr hat Deutschland noch einen Überschuss erzeugt und Netto rund 18,6 Terawattstunden exportiert. Allerdings haben insbesondere verschiedene politische Entscheidungen der letzten Jahre dazu geführt, dass der Ausbau der Erneuerbaren immer weiter zurückging. Und das in einer Situation, in der noch in diesem Jahr drei der letzten Kernkraftwerke vom Netz gehen, die übrigen drei folgen im nächsten Jahr.
Da bleiben dann im Kern zwei Wege: Entweder der Strompreis müsste deutlich steigen, oder man investiert eben deutlich stärker in die Versorgung aus erneuerbaren Quellen, die schon jetzt die billigste Art der Stromproduktion sind. Die installierte Leistung der Anlagen in dem Bereich müsste sich bis 2030 aber verdoppeln, damit Deutschland seinen Energiebedarf aus eigener Kraft decken kann.
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Im vergangenen Jahr hat Deutschland noch einen Überschuss erzeugt und Netto rund 18,6 Terawattstunden exportiert. Allerdings haben insbesondere verschiedene politische Entscheidungen der letzten Jahre dazu geführt, dass der Ausbau der Erneuerbaren immer weiter zurückging. Und das in einer Situation, in der noch in diesem Jahr drei der letzten Kernkraftwerke vom Netz gehen, die übrigen drei folgen im nächsten Jahr.
Verdoppelung nötig
Hinzu kommt, dass auch die Debatte um die übrigen fossilen Energieträger nicht so abgeschlossen ist, wie es von einigen Kreisen gern dargestellt wird. So wurde im sogenannten Kohlekompromiss zwar festgelegt, dass man bis 2038 aus der Kohleverstromung aussteigen will, doch deutet sich angesichts der Preis-Entwicklung bei den CO2-Zertifikaten bereits an, dass ein Weiterbetrieb der Kraftwerke schon 2030 wirtschaftlich nicht zu rechtfertigen wäre.Da bleiben dann im Kern zwei Wege: Entweder der Strompreis müsste deutlich steigen, oder man investiert eben deutlich stärker in die Versorgung aus erneuerbaren Quellen, die schon jetzt die billigste Art der Stromproduktion sind. Die installierte Leistung der Anlagen in dem Bereich müsste sich bis 2030 aber verdoppeln, damit Deutschland seinen Energiebedarf aus eigener Kraft decken kann.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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