Clubhouse-Desaster: Fast 4 Mrd. Telefonnummern zum Kauf im Darknet
Schon Anfang des Jahres gab es große Sicherheitsbedenken gegen das soziale Netzwerk Clubhouse. Deutsche Verbraucherschützer mahnten den Dienst nach Kritik am Datenschutz ab, nun zeigt sich, dass diese Bedenken vollkommen zu Recht aufkamen.
Im Darknet ist ein Kaufangebot für die Telefonnummern von Clubhouse-Nutzern und deren private Kontakte aufgetaucht. Es handelt sich dabei angeblich um einen riesigen Datensatz von mehr als 3,8 Milliarden Telefonnummern. Diese Größe kommt zustande, da die Clubhouse-App zur Synchronisation mit dem Smartphone-Adressbuch aufforderte, um Kontakte zu finden, die ebenfalls schon bei Clubhouse angemeldet sind.
Diese Abgleiche mit dem Adressbuch sind dabei, generell gesagt, nie eine gute Idee - unter anderem, da die Kontaktdaten ohne Einverständnis und ohne Wissen der Kontakte weitergegeben werden.
Nun stehen solche Kontaktdaten laut dem Sicherheitsforscher Marc Ruef zum Verkauf. Enthalten sind nicht nur die Telefonnummern der bei Clubhouse angemeldeten Nutzer. Zudem sind es bei diesem Datenleck wieder einmal ganz aktuelle Daten, keine veralteten Datensammlungen, da Clubhouse selbst noch ein sehr junges Angebot ist.
Unklar ist, wie der Verkäufer an die Daten gekommen ist. Es gab schon einmal einen Vorfall, bei dem durch eine Sicherheitslücke die Daten der direkt angemeldeten Nutzer durchgesickert waren.
Siehe auch:
Diese Abgleiche mit dem Adressbuch sind dabei, generell gesagt, nie eine gute Idee - unter anderem, da die Kontaktdaten ohne Einverständnis und ohne Wissen der Kontakte weitergegeben werden.
Nun stehen solche Kontaktdaten laut dem Sicherheitsforscher Marc Ruef zum Verkauf. Enthalten sind nicht nur die Telefonnummern der bei Clubhouse angemeldeten Nutzer. Zudem sind es bei diesem Datenleck wieder einmal ganz aktuelle Daten, keine veralteten Datensammlungen, da Clubhouse selbst noch ein sehr junges Angebot ist.
Unklar ist, wie der Verkäufer an die Daten gekommen ist. Es gab schon einmal einen Vorfall, bei dem durch eine Sicherheitslücke die Daten der direkt angemeldeten Nutzer durchgesickert waren.
Abmahnung durch Verbraucherschutz
Im Januar hatte der deutsche Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) die Macher von Clubhouse abgemahnt. Hintergrund war, dass Clubhouse "gravierende Mängel" beim Datenschutz aufgewiesen hat und eben auch Zugriff auf die Kontakte des jeweiligen Nutzers einforderte.Update: Clubhouse hat uns zu dem Thema folgende Stellungnahme übersendet:
"Es gab keinen Datenleak bei Clubhouse. Es gibt eine Reihe von Bots, die Milliarden von zufälligen Telefonnummern generieren. Für den Fall, dass eine dieser zufälligen Nummern aufgrund eines mathematischen Zufalls auf unserer Plattform existiert, gibt die API von Clubhouse keine benutzeridentifizierbaren Informationen zurück. Datenschutz und Sicherheit sind für Clubhouse von größter Bedeutung und wir investieren weiterhin in branchenführende Sicherheitspraktiken. Clubhouse verwendet keine Cookies und verkauft keine persönlichen Daten an Dritte."
"Es gab keinen Datenleak bei Clubhouse. Es gibt eine Reihe von Bots, die Milliarden von zufälligen Telefonnummern generieren. Für den Fall, dass eine dieser zufälligen Nummern aufgrund eines mathematischen Zufalls auf unserer Plattform existiert, gibt die API von Clubhouse keine benutzeridentifizierbaren Informationen zurück. Datenschutz und Sicherheit sind für Clubhouse von größter Bedeutung und wir investieren weiterhin in branchenführende Sicherheitspraktiken. Clubhouse verwendet keine Cookies und verkauft keine persönlichen Daten an Dritte."
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