Trotz Rekordgewinn: Netflix deutet weitere Preiserhöhungen an
Die Coronavirus-Pandemie verhalf Netflix im ersten Quartal 2021 zu einem Rekordgewinn und mehr als 200 Millionen Abonnenten. Doch die Anzahl an Neukunden nimmt rapide ab. Der Video-Streaming-Dienst senkt nun seine Ziele und deutet weitere Preiserhöhungen an.
Von Januar bis einschließlich März 2021 stehen bei Netflix unterm Strich ein Gesamtumsatz von 7,16 Milliarden US-Dollar und ein Reingewinn von 1,7 Milliarden US-Dollar - Neuer Rekord. Innerhalb eines Jahres konnte das Unternehmen mehr als 35 Millionen Neukunden gewinnen, die vor allem während der harten Lockdown-Phasen des ersten Halbjahres 2020 ein Netflix-Abonnement abgeschlossen haben. Dass sich nach dem Erreichen von mehr als 200 Millionen Mitgliedern eine Stagnation einstellt, zeigen die nur noch vier Millionen Neukunden, die im ersten Quartal 2021 dazugestoßen sind. Zwei Millionen weniger als erwartet.
Die starbesetzten Originals mit Gal Gadot, Dwayne Johnson, Ryan Reynolds, Leonardo DiCaprio und Jennifer Lawrence dürften nicht billig werden, weshalb Netflix schon jetzt weitere Preiserhöhungen andeutet: "Wir sehen auch, wie sehr die Mitglieder Netflix schätzen, da die Abwanderungsrate in Q1'21 unter dem Niveau von Q1'20 liegt, was zeigt, dass wir, wenn wir den Service verbessern, auch etwas mehr verlangen können." Erst im Januar wurden die monatlichen Kosten erhöht. Nutzer mit einem Ultra-HD-Abo (4K) zahlen derzeit 17,99 Euro pro Monat.
Siehe auch:
Das fette Jahr ist vorbei: Nur noch eine Million Neukunden in Q2/2021?
Die Prognose für das zweite Quartal legt der Streaming-Dienst noch niedriger an. Das Wachstum des Kundenstamms soll nur noch bei einer Million liegen. Gleichzeitig soll sich der Umsatz auf 7,3 Milliarden US-Dollar erhöhen, der Gewinn jedoch auf 1,44 Milliarden US-Dollar sinken. Grund dafür dürften Investitionen in neue Filme und Serien sein, die pandemiebedingt im letzten Jahr kaum gedreht werden konnten. Vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2021 will man mit weiteren Netflix-Eigenproduktionen von The Witcher, Haus des Geldes, Red Notice, Don't Look Up und You überzeugen. Weiterhin sicherte man sich die Rechte an den Knives Out-Fortsetzungen und schloss einen Mega-Deal mit Sony ab.Die starbesetzten Originals mit Gal Gadot, Dwayne Johnson, Ryan Reynolds, Leonardo DiCaprio und Jennifer Lawrence dürften nicht billig werden, weshalb Netflix schon jetzt weitere Preiserhöhungen andeutet: "Wir sehen auch, wie sehr die Mitglieder Netflix schätzen, da die Abwanderungsrate in Q1'21 unter dem Niveau von Q1'20 liegt, was zeigt, dass wir, wenn wir den Service verbessern, auch etwas mehr verlangen können." Erst im Januar wurden die monatlichen Kosten erhöht. Nutzer mit einem Ultra-HD-Abo (4K) zahlen derzeit 17,99 Euro pro Monat.
Siehe auch:
- Mega-Film-Deal mit Sony: Netflix sichert sich ab 2022 Exklusivrechte
- Netflix: Geplante Preiserhöhung trifft ab sofort auch Bestandskunden
- Netflix sichert sich Knives Out-Fortsetzungen für 450 Millionen Dollar
- Brzrkr: Netflix sichert sich die Rechte an Keanu Reeves Comicreihe
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