Netflix will weiter gegen Konto-Sharing vorgehen - aber nicht allzu hart

Der Marktführer in Sachen Video-Streaming konnte während der Pande­mie seine Nutzerzahlen deutlich steigern. Doch Branchenkennern war stets klar, dass das nur ein temporärer Effekt ist bzw. das, was man über den Erwartungen zulegen konnte, irgendwann einmal fehlen wird. Die weniger als optimalen Zahlen betreffen vor allem die neuen Nutzer, in Sachen Gewinn kann Netflix nach wie vor nicht klagen. Doch gerade die Generierung von Neuabonnenten ist für den Streaming-Anbieter das wichtigste "Kapital": Denn Netflix ist und bleibt ein auf Wachstum getrimmtes Unternehmen. Das bedeutet aber eben auch, dass die Anleger nervös werden, wenn dieses Wachstum einmal ausbleibt.

Entsprechend ist nicht überraschend, dass Netflix-CEO Reed Hastings im Anschluss an die Be­kannt­gabe der aktuellen Zahlen auf die Nutzerentwicklung angesprochen wurde und spe­zi­ell auch auf das Teilen von Konten. Denn hier sehen viele ein großes Potenzial für neue Kunden.


Der Grundgedanke: Geht man hart gegen Abonnenten vor, die sich Zugangsdaten privat teilen oder günstigere geteilte Abos kommerziell beziehen, könnten diese einen eigenen Vertrag abschließen. Gleichzeitig weiß aber auch Netflix, dass das alles andere als sicher ist und drückt hier seit jeher eher ein Auge zu.

Härte nicht zu erwarten

Und wie Deadline berichtet, sagte Hastings, dass man zwar nichts ausschließt, von Härte aber auch nichts wissen will. "Wir testen viele Dinge, aber wir würden nie etwas ausrollen, das sich anfühlt, als würden wir die Schrauben anziehen", sagte der CEO im Anschluss an die Bekanntgabe der Ergebnisse für das erste Quartal 2021. Hastings weiter: "Es muss sich so anfühlen, dass es für die Verbraucher Sinn ergibt, dass sie es verstehen."

Die Tests, die Netflix vor kurzem zum Konto-Sharing bzw. dessen Unterbinden durchgeführt hat, dienten laut Hastings vor allem dazu, "mit der Denkweise der Verbraucher zu har­mo­ni­sie­ren", also im Prinzip auszuloten, wie weit man diesbezüglich gehen kann.

Das Teilen der Zugangsdaten werde weltweit auch unterschiedlich gehandhabt, sagte COO und Chief Product Officer Greg Peters. "Es ist mehr als nur, wie sie darüber denken, wie sie vielleicht denken, dass sie das System austricksen. Es geht darum, wie sie darüber denken, den Service mit einem Familienmitglied oder jemandem, den sie lieben, zu teilen."

Kurz gesagt: Netflix befürchtet durchaus, dass man mit einer Verschärfung mehr Schaden anrichten würde, da Sharing vielfach etwas ist, das in Familien stattfindet.

Siehe auch:
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