Ein Übel folgt auf das andere: EFF kritisiert Googles Cookie-"Aus" scharf

Google hat bekannt gegeben, dass man künftig auf individuelles Tracking von Nutzern verzichten wird. Personalisierte Werbung soll es aber den­noch geben. Was zunächst nach einer guten Sache klingt, ist in Wirklich­keit keine, kritisiert eine renommierte Datenschutz-Organisation.
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Die Electronic Frontier Foundation (EFF) ist seit langer Zeit das gute Gewissen des Internets, die Cyber-Bürgerrechtsorganisation wurde vor bereits 30 Jahren gegründet und setzt sich für Datenschutz, Meinungsfreiheit und Verbraucherrechte ein. In einem aktuellen Text knöpft sich die EFF die als Federated Learning of Cohorts (FLoC) bekannten Pläne des Suchma­­schi­nenriesen vor und bezeichnet diese als "schreckliche Idee".

Tod dem Cookie!

Gleich zu Beginn attestiert die EFF, dass "das Drittanbieter-Cookie stirbt, und Google ver­sucht, einen Ersatz zu schaffen". Den Tod des Cookies in seiner aktuellen oder bisherigen Form betrauert man auch nicht, denn das "Drittanbieter-Cookie ist der Dreh- und Angelpunkt einer zwielichtigen, milliardenschweren Werbe- und Überwachungsindustrie im Internet". Ihr Ende sei "überfällig und begrüßenswert", so die EFF.

Mit der Alternative von Google ist man aber definitiv auch nicht glücklich. Die Bürgerrechtler meinen nämlich: "Einige ihrer Vorschläge zeigen, dass sie nicht die richtigen Lehren aus der an­hal­ten­den Gegenreaktion auf das Ge­schäfts­mo­dell der Überwachung gezogen haben."

Laut EFF sei FLoC ein neuer Weg, die jüngsten Surfaktivitäten in ein "verhaltensbezogenes Label" umzuwandeln und dann mit Websites und Werbetreibenden zu teilen. "Die Technologie wird die Datenschutzrisiken von Drittanbieter-Cookies vermeiden, aber sie wird dabei neue schaffen", meint Bennett Cyphers von der EFF.

Der lange Beitrag erklärt genau, was FLoC ist und welche Gefahren diese und vergleichbare Lösungen bringen. Die grundsätzliche Forderung ist aber simpel: "Anstatt das Tracking-Rad neu zu erfinden, sollten wir uns eine bessere Welt ohne die unzähligen Probleme mit ziel­ge­rich­te­ter Werbung vorstellen."

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