Wichtig vs. nervig: Cookie-Hinweise spalten die Internetgemeinde

Wie oft werden Cookie-Hinweise wirklich gelesen? Auf diese Frage gibt es keine gesicherte Antwort, doch die Hinweise zur Speicherung von Be­sucherdaten sorgen unter den Internetnutzern für geteilte Meinungen: Etwa die Hälfte hält sie für wichtig, genauso viele sind nur genervt. Die Cookie-Richtlinie der EU hat dazu geführt, dass Cookie-Banner das Erste sind, was Nutzern auf seriösen Webseiten begegnet. Und das ist aus Datenschutzsicht auch gut so, schließlich informieren die Betreiber über die Speicherung von Daten, die nicht ohne Einwilligung erhoben werden dürfen. Bei allem klaren Nutzen sind die Hinweise aber auch umstritten, schließlich sorgt die wiederholte Abfrage dafür, dass Nutzer nur noch sehr unbewusst jede Cookie-Speicherung abnicken, anstatt Einstellungen vorzunehmen. Eine Umfrage zeigt jetzt, dass die Meinung im Netz zu der Datenschutz-Mechanik deutlich auseinanderdriftet.

Wie der Branchenverband Bitkom in einer repräsentativen Nutzerbefragung ermittelt hat, sehen 46 Prozent in den Hinweisen durchaus eine "wichtige Information". Trotzdem zeigen sich fast genauso viele, 43 Prozent der Befragten, von den Cookie-Bannern genervt. Ein Drittel (32) stellt sich sogar gegen die Cookie-Richtlinien und empfindet diese als "überflüssig", sie wären mit entsprechenden Hinweisen in der Datenschutzerklärung der Webseite zufriedenzustellen.

"Bereits jetzt nehmen Nutzer die vielen Hinweise auf Webseiten eher als störend wahr. Die Webseitenbetreiber sind aber verpflichtet, die Webseitenbesucher entsprechend deutlich zu informieren. Transparenz, Auswahlmöglich­keiten und Kontrolle über die Datennutzung sind selbstverständlich wichtig, vor allem wenn es um Webseiten-Tracking geht. Die derzeitigen Vorgaben führen aber eher dazu, dass die Banner schlicht weggeklickt werden, als dass sich Nutzer tatsächlich mit den Informationen auseinandersetzen", sagt Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung.

Es wird nicht besser

Die Bitkom sieht mit neuen Verordnungen der EU hier auch keine Entwicklung hin zu nutzerfreundlicheren Mechaniken, sondern erwartet eher eine Verschärfung: "Mit der bevorstehenden ePrivacy-Verordnung wird die Situation auch nicht verbessert. Im Gegenteil: Nutzer werden mit weiteren Hinweisen konfrontiert werden. Hier verpasst die Politik die Chance, neue Wege für Transparenz, Nutzervertrauen und Datennutzung zu finden."

Wer sich zur Gruppe der genervten Nutzer zählt, die sich nicht an der Erhebung von Daten durch Webseiten stören, bekommt mit Diensten wie "I don't care about cookies" eine Möglichkeit, die Cookie-Meldungen pauschal abzunicken. Dafür wird ein Browser-Plugin installiert, das aktuell für Chrome, Firefox, Edge und Opera zur Verfügung steht. Außerdem werden hier auch entsprechende Filterlisten für Adblock Plus, AdBlock und uBlock Origin bereitgestellt.

I don't care about cookies Cookie-Warnungen von Webseiten entfernen

Siehe auch:


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