Strom-Ausfälle in Texas: Beschuldigte Windkraft kann wenig fürs Chaos
Der US-Bundesstaat Texas wird aktuell von einer Kältewelle getroffen, zu deren Folge auch massive Stromausfälle gehören. Die Schuld wird vielfach auf die erneuerbaren Energien geschoben - das bringt sogar Bill Gates zu klaren Positionen.
In Texas wurde in den vergangenen Jahren stark in den Ausbau der Windenergie investiert. Und dies wird nun bis hinauf zum Gouverneur des Bundesstaates Greg Abbott zur Ursache der Stromausfälle in Texas erklärt, durch die derzeit Millionen von Menschen frierend zuhause sitzen und noch weitergehende Probleme auf sich zukommen sehen.
"Er liegt komplett falsch", erklärte Microsoft-Gründer Bill Gates, der sich meist eher ziemlich dezent zu konkreten Fragen äußert, nun in einem Interview mit Yahoo Finance. In der Folge verweist er darauf, dass es eine ganze Reihe von Ursachen dafür gab, dass Texas aktuell solche Probleme bekam. Grundlegend scheint dabei vor allem zu sein, dass der weit im Süden gelegene Bundesstaat gar nicht auf solche Extrem-Wetterereignisse vorbereitet ist, wie sie im Zuge der Klimakrise immer häufiger zu erwarten sind.
Und während die Versorgungsmengen sanken, stieg die Nachfrage rasant an. Aufgrund der üblicherweise milden Winter in Texas verfügen die meisten Häuser dort über keine oder nur wenig leistungsfähige Heizungen. Sehr viele Menschen setzten daher zusätzlich stromfressende Heizlüfter ein, um es warm zu haben.
In den übrigen Teilen der USA werden solche Nachfrage-Spitzen notfalls aber durch das überregionale Grid abgefangen. Allerdings spricht man davon, dass es in dem Land drei große Strom-Infrastrukturen gibt: Die der Westküste, der Ostküste und von Texas. Die nationalistischen Strömungen in der texanischen Politik streben eine möglichst große Unabhängigkeit von den Bundes-Strukturen der USA an, die nun dafür sorgt, dass die Nachbarn nicht mal eben mit Stromlieferungen aushelfen können.
"Er liegt komplett falsch", erklärte Microsoft-Gründer Bill Gates, der sich meist eher ziemlich dezent zu konkreten Fragen äußert, nun in einem Interview mit Yahoo Finance. In der Folge verweist er darauf, dass es eine ganze Reihe von Ursachen dafür gab, dass Texas aktuell solche Probleme bekam. Grundlegend scheint dabei vor allem zu sein, dass der weit im Süden gelegene Bundesstaat gar nicht auf solche Extrem-Wetterereignisse vorbereitet ist, wie sie im Zuge der Klimakrise immer häufiger zu erwarten sind.
Nicht vorbereitet
So kam es tatsächlich zum Ausfall einiger Windkraft-Anlagen, weil in Texas, im Gegensatz zu den nördlicheren Bundesstaaten, keine Windräder verbaut sind, die sich selbst enteisen können. Wesentlich schlimmer traf es aber die Erdgas-Förderung, die die Hauptlast der Energieversorgung in dem Bundesstaat trägt. Hier fielen durch massive Ausfälle viermal so hohe Energiemengen weg wie bei der Windkraft.Und während die Versorgungsmengen sanken, stieg die Nachfrage rasant an. Aufgrund der üblicherweise milden Winter in Texas verfügen die meisten Häuser dort über keine oder nur wenig leistungsfähige Heizungen. Sehr viele Menschen setzten daher zusätzlich stromfressende Heizlüfter ein, um es warm zu haben.
In den übrigen Teilen der USA werden solche Nachfrage-Spitzen notfalls aber durch das überregionale Grid abgefangen. Allerdings spricht man davon, dass es in dem Land drei große Strom-Infrastrukturen gibt: Die der Westküste, der Ostküste und von Texas. Die nationalistischen Strömungen in der texanischen Politik streben eine möglichst große Unabhängigkeit von den Bundes-Strukturen der USA an, die nun dafür sorgt, dass die Nachbarn nicht mal eben mit Stromlieferungen aushelfen können.
Siehe auch:
Bitcoin-Farmen sorgen im Iran für Stromausfälle mitten im Winter
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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