Deutsche Telekom: Glasfaser-Anschluss jetzt auch durchs Schlüsselloch

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Die Deutsche Telekom testet jetzt ein neues Verfahren, um für Glasfaser-Anschlüsse die letzten Meter bis in die Häuser zu überwinden. Denn hier sind die bisher notwendigen Arbeiten in der Regel das größte Hindernis. Das Unternehmen testet jetzt den Einsatz des so genannten Keyhole-Verfahrens. Dieses würde es ermöglichen, die Strecken in die Häuser zu überwinden, ohne Straßen, Gehwege und Vorgärten aufzureißen und Gräben zu ziehen. Man hofft daher, dass sich die Ausbau-Geschwindigkeit von FTTH-Anbindungen so ordentlich steigern und günstiger umsetzen lässt.



Bei dem Prozess muss man eigentlich nur wissen, wo bereits ein Glasfaser-Kabel der Telekom verläuft - das ist meist unter Straßen der Fall. Hier wird dann ein rundes Stück Asphalt ausgeschnitten und darunter ein Loch bis zur Leitung freigelegt. Anschließend setzt ein Spezialbohrer an und geht waagerecht in die Erde, so können bis zu 30 Meter überbrückt werden. Der Bohrer frisst sich unter Hindernissen und befestigten Wegen durch, bis er durch die Hauswand stößt.

Anschluss binnen einiger Stunden

Hier können Techniker dann ein Leerrohr an den Bohrer anbringen, das auf dem Rückweg durch das gebohrte Loch gezogen wird. Dann muss man nur noch eine Glasfaser per Druckluft durchschießen und sie an die Hauptleitung anbinden. Das Loch in der Straße kann dann geschlossen und der Asphalt-Deckel einfach wieder eingesetzt werden. Binnen weniger Stunden ist der komplette Anschluss verlegt und die Bauarbeiten halten den Verkehr nicht mehr weiter auf.

Ob die Telekom das Verfahren in größeren Stil einsetzen wird, hängt auch von den Ergebnissen der aktuellen Tests ab. "Wir schauen jetzt natürlich ganz genau auf die Zeit und auf die Kosten. Es ist ja so, dass sich das am Ende des Tages für alle rechnen muss. Aber wenn alles so verläuft, wie wir uns das erhoffen, geht dieses Bauverfahren irgendwann 2021 in die Regelbauweise", sagte Philipp Schumacher, Produktmanager bei Tracto-Technik, dem Unternehmen, mit dem die Telekom hier zusammenarbeitet.

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