Streit um TikTok in Italien nach dem Tod eines zehnjährigen Mädchens
Die oberste Datenschutzbehörde in Italien fordert die Entwickler von TikTok auf, nicht verifizierte Nutzerkonten zu sperren. Der Hintergrund ist tragisch, denn ein junges Mädchen ist bei einer Challenge ums Leben gekommen.
Das Mädchen aus Italien war erst zehn Jahre alt und hätte eigentlich die App gar nicht nutzen dürfen, wenn TikTok die Altersverifizierung richtig ausgeführt hätte, so meldet es der zuständige Datenschutzbeauftragte. Daher muss TikTok auf Anordnung der Behörde nun zum 15. Februar alle Konten sperren, bei denen nicht einwandfrei geklärt werden kann, ob die Nutzer tatsächlich das Mindestalter von 13 Jahren erreicht haben oder nicht. Wer gesperrt wird, kann sich entsprechend mit einem Altersnachweis von den App-Machern wieder freischalten lassen, heißt es.
Infografik TikTok: Nutzer weltweit und in Deutschland
Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung wegen möglicher Anstiftung zum Selbstmord eingeleitet und prüft, ob jemand das Mädchen eingeladen hat, an der Challenge teilzunehmen. Man habe nun TikTok zunächst verboten, "Nutzerdaten weiterzuverarbeiten, bei denen keine absolute Gewissheit über das Alter und folglich über die Einhaltung der Bestimmungen in Bezug auf das Alterserfordernis besteht." TikTok hat sich zwar verpflichtet, die Registrierung für Kinder unter 13 Jahren zu verbieten, diese Regel kann man jedoch zu einfach umgehen.
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Blackout Challenge mit großem Gefahrpotenzial
Laut der Meldung der Nachrichtenagentur Reuters hat sich der italienische Datenschutzbeauftragte zu der Maßnahme entschlossen, nachdem das zehnjährige Mädchen bei der sogenannten Blackout Challenge ums Leben kam. Sie hatte sich dabei einen Gürtel um den Hals gelegt, um die Luftzufuhr einzuschränken, während sie sich selbst auf ihrem Handy aufnahm. Die Gefahr war ihr scheinbar nicht bewusst. "Die Aufsichtsbehörde hat beschlossen, nach dem schrecklichen Fall des zehnjährigen Mädchens aus Palermo dringend zu intervenieren", heißt es in dem Bericht von Reuters.Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung wegen möglicher Anstiftung zum Selbstmord eingeleitet und prüft, ob jemand das Mädchen eingeladen hat, an der Challenge teilzunehmen. Man habe nun TikTok zunächst verboten, "Nutzerdaten weiterzuverarbeiten, bei denen keine absolute Gewissheit über das Alter und folglich über die Einhaltung der Bestimmungen in Bezug auf das Alterserfordernis besteht." TikTok hat sich zwar verpflichtet, die Registrierung für Kinder unter 13 Jahren zu verbieten, diese Regel kann man jedoch zu einfach umgehen.
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