Deutschlands größter Batteriespeicher startet - bald 800 MWh Kapazität
In Sachsen-Anhalt ist der größte in Betrieb befindliche Batteriespeicherverbund Deutschlands gestartet. Die Anlage soll überschüssigen Strom aus Wind und Sonne zwischenspeichern und das Stromnetz stabilisieren. Weitere Projekte sind bereits geplant.
Die Anlage bietet eine Leistung von 250 Megawatt und kann derzeit rund 500 Megawattstunden Strom vorhalten. Noch im laufenden Jahr soll das Speichervolumen auf 800 Megawattstunden anwachsen. Das reicht aus, um 15 bis 20 Stunden lang Strom für eine durchschnittliche deutsche Stadt mit 100.000 Einwohnern zu liefern. Rein zur Versorgung von Privathaushalten würde die Energie sogar für mehrere Tage reichen.
Der Komplex besteht aus fünf Teilanlagen und ist an mehrere eigens dafür errichtete Umspannwerke angeschlossen. Die Hauptaufgabe besteht darin, Schwankungen bei erneuerbaren Energien auszugleichen. Überschüssiger Wind- und Solarstrom wird gespeichert und erst bei steigender Nachfrage wieder ins Netz eingespeist. Das entlastet die Stromnetze und verhindert die Abriegelung von Produktionsanlagen.
In der Region sollen noch weitere Batteriespeicher entstehen
Viele der damaligen Tagebaue sind mittlerweile stillgelegt und geflutet. Der Aufbau der neuen Anlage gilt als Fortsetzung der regionalen Historie. Das Gelände in Krumpa, einem Ortsteil von Braunsbedra in der Nähe von Leuna, bot sich für das Großprojekt an. Früher befanden sich dort Anlagen zur Kohleverarbeitung, deren Infrastruktur teilweise wiederverwendet werden konnte.
Solche Großprojekte bringen jedoch nicht nur Vorteile für die Versorgungssicherheit. Der Flächenverbrauch für die Batteriemodule ist hoch. Zudem erfordert die Herstellung der benötigten Lithium-Ionen-Zellen große Mengen an knappen Rohstoffen. Dennoch überwiegt der Nutzen, da das Zwischenspeichern von erneuerbaren Energien die Abhängigkeit von fossilen Kraftwerken reduziert.
In den kommenden Jahren entstehen auf diesem Weg weitere große Batteriespeicher in der Umgebung. In Förderstedt ist eine Anlage mit 300 Megawatt Leistung vorgesehen, die im Jahr 2027 vollständig ans Netz gehen soll. Ein Jahr später folgt in Wittenberg ein Batteriepark mit 60 Megawatt Leistung und 190 Megawattstunden Kapazität.
Wie bewertet ihr den Ausbau von Großspeichern? Könnten solche Anlagen in Zukunft die gesamte Stromversorgung sicherstellen? Teilt eure Gedanken und Bedenken gerne mit uns in den Kommentaren.
Siehe auch:
Startschuss für riesigen Speicher
Batteriespeicher werden im Rahmen der Energiewende immer wichtiger. Weltweit werden Anlagen mit immer größeren Kapazitäten gebaut und ersetzen teils sogar Kraftwerke. Selbst während Hitzewellen, wie sie momentan in vielen Ländern Europas vorherrschen, haben sich entsprechende Speicher bereits als äußerst verlässlich erwiesen. In Leuna in Sachsen-Anhalt hat jetzt ein entsprechendes Projekt für die deutsche Energieinfrastruktur den offiziellen Betrieb aufgenommen. Der größte aktuell laufende Batteriespeicherverbund des Landes ist nun aktiv.Die Anlage bietet eine Leistung von 250 Megawatt und kann derzeit rund 500 Megawattstunden Strom vorhalten. Noch im laufenden Jahr soll das Speichervolumen auf 800 Megawattstunden anwachsen. Das reicht aus, um 15 bis 20 Stunden lang Strom für eine durchschnittliche deutsche Stadt mit 100.000 Einwohnern zu liefern. Rein zur Versorgung von Privathaushalten würde die Energie sogar für mehrere Tage reichen.
Der Komplex besteht aus fünf Teilanlagen und ist an mehrere eigens dafür errichtete Umspannwerke angeschlossen. Die Hauptaufgabe besteht darin, Schwankungen bei erneuerbaren Energien auszugleichen. Überschüssiger Wind- und Solarstrom wird gespeichert und erst bei steigender Nachfrage wieder ins Netz eingespeist. Das entlastet die Stromnetze und verhindert die Abriegelung von Produktionsanlagen.
Privat finanziert
Laut den Angaben des Betreibers Münch Energie dauerte der Bau des gesamten Komplexes rund sechs Monate. Das Projekt sei vollständig privatwirtschaftlich und ohne staatliche Förderung finanziert worden. Der Standort im Raum Leipzig blickt auf eine lange Energiegeschichte zurück. Mehr als ein Jahrhundert lang wurde hier im großen Stil Braunkohle gefördert.
In der Region sollen noch weitere Batteriespeicher entstehen
Viele der damaligen Tagebaue sind mittlerweile stillgelegt und geflutet. Der Aufbau der neuen Anlage gilt als Fortsetzung der regionalen Historie. Das Gelände in Krumpa, einem Ortsteil von Braunsbedra in der Nähe von Leuna, bot sich für das Großprojekt an. Früher befanden sich dort Anlagen zur Kohleverarbeitung, deren Infrastruktur teilweise wiederverwendet werden konnte.
Solche Großprojekte bringen jedoch nicht nur Vorteile für die Versorgungssicherheit. Der Flächenverbrauch für die Batteriemodule ist hoch. Zudem erfordert die Herstellung der benötigten Lithium-Ionen-Zellen große Mengen an knappen Rohstoffen. Dennoch überwiegt der Nutzen, da das Zwischenspeichern von erneuerbaren Energien die Abhängigkeit von fossilen Kraftwerken reduziert.
Ausbaupläne in der Region
Eine verlässliche Energieversorgung entwickelt sich zunehmend zu einem entscheidenden Standortfaktor für die Wirtschaft. Unternehmen investieren bevorzugt in Regionen, die günstige und sichere Energie zur Verfügung stellen. Sachsen-Anhalt plant daher bereits weitere private und staatliche Investitionen in die lokale Infrastruktur, um langfristiges wirtschaftliches Wachstum zu sichern.In den kommenden Jahren entstehen auf diesem Weg weitere große Batteriespeicher in der Umgebung. In Förderstedt ist eine Anlage mit 300 Megawatt Leistung vorgesehen, die im Jahr 2027 vollständig ans Netz gehen soll. Ein Jahr später folgt in Wittenberg ein Batteriepark mit 60 Megawatt Leistung und 190 Megawattstunden Kapazität.
Wie bewertet ihr den Ausbau von Großspeichern? Könnten solche Anlagen in Zukunft die gesamte Stromversorgung sicherstellen? Teilt eure Gedanken und Bedenken gerne mit uns in den Kommentaren.
Zusammenfassung
- Der aktuell größte deutsche Batteriespeicherverbund ging in Leuna in Betrieb
- Die Anlage bietet derzeit 250 Megawatt Leistung und 500 Megawattstunden
- Noch im laufenden Jahr soll die Kapazität auf 800 Megawattstunden steigen
- Das Großprojekt wurde komplett privat und ohne staatliche Gelder finanziert
- Der Speicher gleicht Schwankungen bei Wind- und Solarenergie im Netz aus
- In Sachsen-Anhalt sind bereits weitere Großspeicher bis 2028 in Planung
Siehe auch:
- Varta: Aus für deutschen Batteriehersteller ist besiegelt - Zerschlagung
- Forscher entlarven das größte Problem der Feststoff-Batterien
- Batterien in beliebiger Form: 3D-Druck hält bei Stromspeichern Einzug
- Donut Lab: Untersuchung entlarvt Wunderbatterie als Lithium-Zelle
- Afrika baut Solar, Windkraft und Batterien massiv aus - China profitiert
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