Streit um TikTok: Frist abgelaufen, keine Einigung mit der US-Regierung

Der chinesische Konzern Bytedance hatte bis gestern Zeit, seine Video-App TikTok an einen US-Konzern zu verkaufen. Die Übernahme hat al­ler­dings noch nicht stattgefunden. Obwohl keine Einigung erzielt werden konnte, sollen die Nutzer die App weiterhin verwenden können.
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Vor einigen Monaten hatte die US-Regierung das Portal als eine Gefahr für die nationale Sicherheit eingestuft, da Bytedance Daten von TikTok-Nutzern an chinesische Behörden weitergeleitet haben soll. Daher wurde verfügt, dass der Dienst in den Vereinigten Staaten verboten wird, sofern die Anwendung nicht an ein US-Unternehmen abgegeben wird. Infografik TikTok: Nutzer weltweit und in DeutschlandTikTok: Nutzer weltweit und in Deutschland Ursprünglich hatte die Trump-Regierung im Au­gust festgelegt, dass TikTok ab dem 12. No­vem­ber in den USA ver­bo­ten wird, falls die App nicht an eine amerikanische Firma ver­kauft wird. Dieser Termin wurde bereits mehrfach ver­läng­ert und zuletzt auf den 4. Dezember verschoben. Laut Cnet ist nun auch diese Deadline ohne eine Einigung zwischen By­te­dan­ce und der US-Regierung verstrichen.

Gespräche sollen derzeit noch laufen

Während sich Bytedance selbst nicht offiziell zum aktuellen Stand der Verhandlungen ge­äuß­ert hat, hat ein Sprecher des US-Finanzministeriums betont, dass die Gespräche trotz der abgelaufenen Deadline aktuell noch laufen. Es wäre also denkbar, dass die Frist in den kom­men­den Tagen ein weiteres Mal verlängert wird. Ob und wann eine Einigung erzielt wird, ist jedoch zum aktuellen Zeitpunkt noch ziemlich unklar.

Trotz der verstrichenen Frist haben US-amerikanische TikTok-Nutzer vorerst noch die Mög­lich­keit, auf die Plattform zuzugreifen. Von einem Verbot wären rund hundert Millionen Nutzer betroffen. Zudem soll es erst mal keine weiteren Sanktionen gegen Bytedance geben.

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