Porsche Taycan: Produktion endet wegen geringer Verkäufe wohl 2030
Der Stuttgarter Sportwagenbauer Porsche plant offenbar das Produktionsende seines ersten Serien-Elektroautos. Der Taycan, einst als Vorreiter gefeiert, kämpft mit massiven Umsatzeinbrüchen. Bis 2030 soll das Modell nun angeblich komplett auslaufen.
Ursprünglich sollte das Modell die Basis der Elektrifizierungsstrategie bilden. Doch anhaltend schwache Verkaufszahlen zwingen den Konzern nun zu einem strategischen Umdenken. Während im Jahr 2023 noch knapp 41.000 Fahrzeuge abgesetzt wurden, sanken die Auslieferungen zuletzt auf rund 16.000 Einheiten. Im ersten Halbjahr 2026 fanden nur noch gut 6000 Exemplare des Taycan einen Käufer.
Wie die WirtschaftsWoche berichtet, hätten sich das Management und der Betriebsrat daher auf das Auslaufen des Modells geeinigt. Zuvor hatten die Verantwortlichen erwogen, die Fertigung aus dem nicht ausgelasteten Stammwerk in Zuffenhausen in das Werk Leipzig zu verlagern. Letztlich sei die Entscheidung jedoch gegen einen Umzug und für das endgültige Produktionsende gefallen.
Bei seiner Einführung im Jahr 2019 galt der Taycan als Beweis, dass authentische Sportwagendynamik auch mit Batterieantrieb möglich ist. Die aktuelle Marktentwicklung und der angesprochene massive Einbruch des operativen Gewinns zwingen das Unternehmen jedoch zu Einsparungen.
Der Fokus verschiebt sich nun allem Anschein nach jedoch wieder stärker auf bewährte Verbrennungs- und Hybridmotoren. Das ursprüngliche Ziel, bis 2030 einen Elektroanteil von 80 Prozent bei den weltweiten Verkäufen zu erreichen, rückt damit in weite Ferne. Ob es einen direkten Nachfolger für den Taycan geben wird oder was aus dem Schwestermodell Audi e-tron GT wird, das sich seine technische Basis mit dem Porsche-Stromer teilt, bleibt vorerst offen.
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Siehe auch:
- Autohersteller Porsche plant wohl das Aus des E-Modells Taycan bis 2030
- Grund dafür sind die massiv eingebrochenen Verkaufszahlen des Stromers
- Management und Betriebsrat stimmten angeblich gegen eine Produktionsverlagerung
- Für das Modelljahr 2027 ist dennoch ein weiteres Update geplant
- Porsche fokussiert sich künftig wieder mehr auf Verbrenner und Hybride
Das Ende einer Elektro-Ära
Ähnlich wie Volkswagen steckt auch Porsche in der Krise. Zuletzt musste der Stuttgarter Autobauer einen Gewinneinbruch von 99 Prozent aufgrund gescheiterter E-Auto-Pläne melden. Jetzt stellt man die Weichen für die Zukunft der Sparte neu. So plant das Unternehmen wohl die Produktion seines erst 2024 überholten elektrischen Erstlingswerks Taycan bis zum Jahr 2030 vollständig einzustellen.Ursprünglich sollte das Modell die Basis der Elektrifizierungsstrategie bilden. Doch anhaltend schwache Verkaufszahlen zwingen den Konzern nun zu einem strategischen Umdenken. Während im Jahr 2023 noch knapp 41.000 Fahrzeuge abgesetzt wurden, sanken die Auslieferungen zuletzt auf rund 16.000 Einheiten. Im ersten Halbjahr 2026 fanden nur noch gut 6000 Exemplare des Taycan einen Käufer.
Wie die WirtschaftsWoche berichtet, hätten sich das Management und der Betriebsrat daher auf das Auslaufen des Modells geeinigt. Zuvor hatten die Verantwortlichen erwogen, die Fertigung aus dem nicht ausgelasteten Stammwerk in Zuffenhausen in das Werk Leipzig zu verlagern. Letztlich sei die Entscheidung jedoch gegen einen Umzug und für das endgültige Produktionsende gefallen.
Leicht widersprüchliche Signale
Offiziell hält sich der Autobauer allerdings bedeckt. Porsche-Chef Michael Leiters betonte noch Ende Juli, dass man zumindest nicht kurzfristig plane, den Taycan einzustellen. Tatsächlich fließt weiterhin Geld in die Entwicklung. So ist für das Modelljahr 2027 ein Update geplant, das unter anderem simulierte Schaltvorgänge bietet, um Liebhaber klassischer Sportwagen anzusprechen.Bei seiner Einführung im Jahr 2019 galt der Taycan als Beweis, dass authentische Sportwagendynamik auch mit Batterieantrieb möglich ist. Die aktuelle Marktentwicklung und der angesprochene massive Einbruch des operativen Gewinns zwingen das Unternehmen jedoch zu Einsparungen.
Vom Konzept zum Produktionsende
Der Taycan wurde ursprünglich auf der Internationalen Automobil-Ausstellung im Jahr 2015 als Konzeptstudie "Mission E" der Öffentlichkeit vorgestellt. Ziel war es damals, dem Konkurrenten Tesla ein starkes europäisches Modell entgegenzusetzen. Besondere Aufmerksamkeit erregte die 800-Volt-Architektur. Das System ermöglichte schnelle Ladezeiten und etablierte sich später als Branchenstandard für leistungsstarke Elektrofahrzeuge. Die Technologie nutzen heute auch andere Autokonzerne.Der Fokus verschiebt sich nun allem Anschein nach jedoch wieder stärker auf bewährte Verbrennungs- und Hybridmotoren. Das ursprüngliche Ziel, bis 2030 einen Elektroanteil von 80 Prozent bei den weltweiten Verkäufen zu erreichen, rückt damit in weite Ferne. Ob es einen direkten Nachfolger für den Taycan geben wird oder was aus dem Schwestermodell Audi e-tron GT wird, das sich seine technische Basis mit dem Porsche-Stromer teilt, bleibt vorerst offen.
Schafft Porsche mit seiner neuen Strategie den Weg aus der Krise? Teilt eure Meinung zum Taycan-Aus mit uns. Schreibt es jetzt in die Kommentare!
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Felix KrauthRedakteur für Windows & Hardware
War Game Designer, bevor er Journalist wurde, und testet Spiele bis heute selbst. Sein Spektrum reicht von der FritzBox über Windows 11 und Apple bis zu Gaming.
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