TikTok-Übernahme: USA haben die Rechnung ohne den Wirt gemacht
Bei aller Diskussion darum, wer nun welche Anteile von TikTok kaufen sollte und könnte, hat man die Rechnung offenbar ohne den Wirt gemacht. Die chinesische Regierung könnte alle denkbaren Deals mit einer neuen Verordnung einfach platzen lassen.
Neue Regeln in China sorgen dafür, dass die Regierung ein weitergehendes Mitspracherecht erhält, wenn Technologie-Unternehmen an ausländische Investoren verkauft werden. Das dürfte auch bedeuten, dass der TikTok-Betreiber ByteDance die populäre Social Media-Plattform nicht einfach so als ganzes oder in Teilen veräußern dürfte. Das geht aus einem Bericht der US-Tageszeitung New York Times hervor.
Laut einem Erlass des US-Präsidenten Donald Trump soll der Betrieb TikToks unter den bisherigen Voraussetzungen ab dem 15. September in den USA untersagt sein. Man will vor allem nicht, dass eine große Social Media-Infrastruktur existiert, die unter chinesischer Kontrolle steht. Daher steht eine Übernahme des Betriebs von Teilen der Plattform durch Microsoft und neuerdings auch Walmart zur Debatte.
Die kurzfristig aufgestellte Verordnung dürfte damit auch eine Reaktion auf das Dekret aus Trumps Haus darstellen. Dieser hatte immerhin mit seiner Deadline für den Betrieb TikToks in den USA selbst dafür gesorgt, dass der Druck ordentlich erhöht wurde. Bytedance bleibt kaum eine andere Wahl, als einen Partner in den USA ins Boot zu holen, wenn eines der am schnellsten wachsenden Social Networks nicht komplett ausgebremst werden soll.
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Laut einem Erlass des US-Präsidenten Donald Trump soll der Betrieb TikToks unter den bisherigen Voraussetzungen ab dem 15. September in den USA untersagt sein. Man will vor allem nicht, dass eine große Social Media-Infrastruktur existiert, die unter chinesischer Kontrolle steht. Daher steht eine Übernahme des Betriebs von Teilen der Plattform durch Microsoft und neuerdings auch Walmart zur Debatte.
Blockade unwahrscheinlich
Die neuen Regelungen in China könnten genutzt werden, um den Verkauf komplett zu untersagen. Allerdings wird dieses Szenario von Experten als unwahrscheinlich angesehen. Vielmehr ist damit zu rechnen, dass es Peking vor allem darum geht, sich ein größeres Mitspracherecht zu sichern. Mit der Option, den Deal jederzeit untersagen zu können, wäre es letztlich einfacher, eigene Bedingungen mit in den Vertrag zu diktieren.Die kurzfristig aufgestellte Verordnung dürfte damit auch eine Reaktion auf das Dekret aus Trumps Haus darstellen. Dieser hatte immerhin mit seiner Deadline für den Betrieb TikToks in den USA selbst dafür gesorgt, dass der Druck ordentlich erhöht wurde. Bytedance bleibt kaum eine andere Wahl, als einen Partner in den USA ins Boot zu holen, wenn eines der am schnellsten wachsenden Social Networks nicht komplett ausgebremst werden soll.
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Christian Kahle
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