Daimler will mit 70 Milliarden Euro fit für die Elektro-Zukunft werden

Der Automobilkonzern Daimler wird in den kommenden Jahren mit enor­men Investitionen versuchen, einen Weg in die Zukunft zu ebnen. 70 Mil­li­ar­den Euro will das Unternehmen in den kommenden fünf Jahren in For­schung und Entwicklung stecken.
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Mercedes-Benz
Im Vorstand des Konzerns scheint man zu der Erkenntnis gekommen zu sein, dass man mit der bisherigen Geschwindigkeit der Entwicklung in wichtigen Zukunftsbereichen nicht mit dem Weltmarkt mithalten können wird. Daher stellt man jetzt größere Ressourcen vor allem für die Bereiche Digitalisierung und Elektromobilität zur Verfügung. Der Schwerpunkt soll dabei auf den PKW der Marke Mercedes Benz liegen. Aber auch die Nutzfahrzeuge bekommen ihren Teil ab.

Das Geld fließt allerdings nicht allein in die Entwicklungsabteilung. Auch Sachwerte sollen fi­nan­ziert werden. Weiterhin ist allein eine Milliarde Euro dafür vorgesehen, die Belegschaft auf dem Weg mitzunehmen - hier dürfte es in erster Linie um Fortbildungsmaßnahmen gehen, mit denen die Mitarbeiter fit gemacht werden sollen, zukünftig elektrisch angetriebene Fahr­zeu­ge zu bauen.


Luxus first

Die Entwicklungen im Bereich der Elektroautos for­mie­ren sich um die Electric Vehicle Ar­chi­tec­ture (EVA)-Plattform. Dabei ist klar, dass sich das Unternehmen hier nicht weiter um den Mas­sen­markt kümmern wird, sondern seine Tra­di­tion im Premium- und Luxus-Segment fort­setzt. Entsprechend werden im Rahmen der "Elec­tric First"-Stra­te­gie vor allem Limousinen und SUV konzipiert. Erst nach dem jetzt fest­ge­zurr­ten In­ves­ti­tions­zeit­raum - also ab 2025 - sollen dann mit der Mercedes-Benz Mo­du­lar Ar­chi­tec­ture (MMA) auch Fahrzeuge in der Kompakt- und Kleinwagenklasse folgen.

Die Planungen umfassen aber eben nicht nur die reine Entwicklung von Fahrzeugen mit elek­tri­schem Antriebsstrang. Die Digitalisierung spielt hier eine ebenso wichtige Rolle. Denn es zeigt sich klar, dass es nicht nur auf die Autos selbst ankommt, sondern auch auch das Soft­ware-Kon­zept, das mit diesen verbunden ist. Hier hinken die deutschen Hersteller Kon­kur­ren­ten wie Tesla noch deutlich hinterher.

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