Datenfreigaben gefordert:
Corona-App soll ausgebaut werden
Nachdem die Bundesregierung neue Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschlossen hat, werden nun auch Stimmen laut, die Corona-Warn-App stärker auszubauen. Einige Politiker halten das Angebot derzeit für einen zahnlosen Tiger, doch das müsste nicht sein.
Mit der Corona-Warn-App der Bundesrepublik Deutschland ist ein Kontakt-Tracing möglich, welches im Falle einer bestätigten Corona-Infektion dabei helfen soll, alle möglichen Kontakte des Erkrankten herauszufinden und zu warnen. Dabei gibt es aber einige datenschutzrechtliche Hürden, zudem erhalten Nutzer mit einer Warnung nicht auch einen Hinweis, wo sie sich vermeintlich angesteckt haben könnten. Nun fordern nicht nur Politiker, sondern auch Gesundheitsexperten und Bürger, dass man die Warn-App deutlich ausbauen sollte, um ein viel gezielteres Warnen zu ermöglichen.
Infografik: So viele Deutsche würden die Corona-App verwenden
Sorge erläuterte gegenüber dem Handelsblatt, dass wenn "endlich auch die Gesundheitsämter einen Datenzugang erhalten", könnten sie mit der Auswertung lokale Ausbreitungen besser eindämmen. Aktuell müssen die Gesundheitsämter sich stattdessen auf die Erinnerungen der Erkrankten verlassen, um ihre Kontakte auf jeden Fall ausfindig zu machen. Technisch sollte das alles kein Problem sein, doch der Datenschutz bremst Verbesserungen der Warn-App. Dabei wird aber ein Balanceakt zwischen Nutzen und Datenschutz nötig. Änderungen sind aktuell nicht vorgesehen, werden aber diskutiert.
"Die App wird nur funktionieren, wenn wir das Vertrauen der Bevölkerung haben", sagte die Staatsministerin für Digitales im Kanzleramt, Dorothee Bär, dem Handelsblatt. "Zu diesem Vertrauen hat der hohe Datenschutz beigetragen."
Corona-Warn-App für Android Corona-Warn-App für iOS
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Chancen für den Gesundheitsschutz nutzen
In einem Interview mit dem Handelsblatt hat sich CDU-Gesundheitspolitiker Tino Sorge entsprechend geäußert: "Wir haben uns bei der Entwicklung der App lange durch vermeintliche Datenschutzbedenken ausbremsen lassen, statt die Chancen für den Gesundheitsschutz zu nutzen", so Sorge. Diese Stimmen werden immer lauter, auch wenn nicht alle diese Ansicht teilen. Die Nachverfolgung von Infektionsketten ist derzeit ein großes Problem, müsste es aber nach dem Willen des Politikers nicht sein. Würde man die strengen Datenschutzvorgaben der Corona-Warn-App lockern - immer mit Einverständnis der Nutzer - könnte man auch die Kontaktverfolgung erheblich verbessern. Diese Idee ist aber seit dem Start der App umstritten.Sorge erläuterte gegenüber dem Handelsblatt, dass wenn "endlich auch die Gesundheitsämter einen Datenzugang erhalten", könnten sie mit der Auswertung lokale Ausbreitungen besser eindämmen. Aktuell müssen die Gesundheitsämter sich stattdessen auf die Erinnerungen der Erkrankten verlassen, um ihre Kontakte auf jeden Fall ausfindig zu machen. Technisch sollte das alles kein Problem sein, doch der Datenschutz bremst Verbesserungen der Warn-App. Dabei wird aber ein Balanceakt zwischen Nutzen und Datenschutz nötig. Änderungen sind aktuell nicht vorgesehen, werden aber diskutiert.
"Die App wird nur funktionieren, wenn wir das Vertrauen der Bevölkerung haben", sagte die Staatsministerin für Digitales im Kanzleramt, Dorothee Bär, dem Handelsblatt. "Zu diesem Vertrauen hat der hohe Datenschutz beigetragen."
Corona-Warn-App für Android Corona-Warn-App für iOS
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