Bundesweiter Übungs-Alarm: Gut, dass es keinen Ernstfall gab!

Polizei, Feuerwehr, Rettung, Notfall, Krankenwagen, Notarzt Bildquelle: Pixabay
Der heutige Warn-Tag des Bundes hat sein Ziel im Grunde komplett er­reicht: Er zeigte in vielen Bereichen ziemlich deutlich, wo der Aufbau ei­nes bundesweiten Systems, über das die Bürger in Katastrophen-Fällen benachrichtigt werden können, noch nicht funktioniert. Bis in die 1980er Jahre hinein gab es in erster Linie ein bundesweites Netz aus 86.000 Sirenen auf Dächern in nahezu allen Orten. Diese sind nach dem Ende des Kalten Krieges aber vielerorts - vor allem in den Städten - abgebaut worden. Und da auch nicht mehr von diversen öffentlichen Publikationen, wie beispielsweise der Rückseite des Telefonbuches, über die Bedeutung der Signale aufgeklärt wird, wüssten viele Menschen ohnehin wenig mit den schrillen Tönen anzufangen.

Die sicherste Option, möglichst viele Menschen zu erreichen, dürfte in der heutigen Zeit der Mobilfunk sein. Der Bund setzt hier in erster Linie auf Warn-Apps wie die Notfall-In­for­ma­tions- und Nachrichten-App (NINA), die vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Ka­tas­tro­phen­hilfe (BKK) bereitgestellt wird. Doch diese blieb um 11 Uhr, als es heute losgehen sollte, bei vielen Nutzern still. Bei einigen kamen die Nachrichten des Übungsalarms dann mit erheblicher Verspätung an. Im Zweifelsfall kann dies in Katastrophenlagen, in denen es um Minuten geht, erhebliche Folgen haben.

Broadcast hätte Vorteile

Hinzu kommt das Problem, dass eine solche App natür­lich nur einen ein­ge­schränk­ten Per­so­nen­kreis erreicht. Denn es besteht die Schwie­rig­keit, Nutzer ohne wei­tere An­reize dazu zu bekommen, in ihren Down­load-Store zu gehen und die An­wendung herunter­zuladen. Das wird man nur bei einem Teil der User schaffen.

In anderen Ländern setzt man daher auf die Broadcast-Funktion des Mobilfunknetzes. Hier sorgen die Netzbetreiber dann dafür, dass auf jedem Mobiltelefon, das in eine Funkzelle einer bestimmten Region eingeloggt ist, eine Nachricht erscheint. Dass man sich hierzulande für die App entschieden hat, begründet man seitens des BKK damit, dass man in Ernstfällen mit einer Überlastung des Netzes rechnen müsste und aus Datenschutzgründen auch keine Nutzerdaten erfassen wolle. Genau diese Punkte würden aber eher für das Broadcasting als die App sprechen, da die Mitteilungen mit geringstem Datenaufwand verschickt werden können und es auch keinerlei Rückmeldung durch die Endgeräte gibt - was bei der Datenkommunikation mit einer App komplett anders ist.

Insofern bleibt nun zu hoffen, dass aus den recht durchwachsenen Ergebnissen des ersten bundesweiten Warn-Tages die richtigen Schlüsse gezogen werden. Da von nun an einmal jährlich eine vergleichbare Übung durchgezogen werden soll, kann man abwarten, ob es im kommenden September besser läuft.

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