Warntag-Desaster: Deutschlands Alarmsysteme vor großem Umbau
Eines hat der bundesweiten Warntag auf jeden Fall gezeigt: Deutschland kann seine Bevölkerung im Ernstfall nicht effektiv warnen. Der mitverantwortliche Bundesinnenminister Horst Seehofer sieht dringenden Handlungsbedarf. Ein Schritt: Das zuständige Bundesamt wird umgebaut.
Diese Tatsache führt dann auch zu der klaren Aussage des Bundesinnenministeriums, dass man den bundesweiten Probealarm nur als "Fehlschlag" bezeichnen könne und es jetzt dringend nötig sei, die genauen Hintergründe für das weitreichende technische Versagen aufzuarbeiten. Bundesinnenminister Horst Seehofer macht es bei seiner Analyse noch deutlich klarer - aus seiner Sicht ist eine Reform des für die Organisation der Warnsysteme zuständigen Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) unausweichlich.
In Bezug auf eine Epidemie mit einem SARS-Virus hatte das Bundesamt schon im Jahr 2012 eine ausführliche Risikoanalyse verantwortet und dabei Gefahr-Szenarien für Deutschland aufgezeigt, wegen der aktuellen Einordnung der Behörde waren diese Erkenntnisse aber ohne weitreichende Konsequenzen geblieben. Man darf gespannt sein, wie Deutschland das Bundesamt jetzt umbaut.
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Weil das mit dem Warnen nicht klappt, muss man die Behörde umkrempeln
Warnungen, die Bürger nicht zeitnah oder nie erreichen, sind im Sinne des Katastrophenschutzes eine wahre Katastrophe. In dieser Hinsicht kann man den Warntag, der an diesem Donnerstag in Deutschland durchgeführt wurde, als wichtigen Test mit desaströsem Ergebnis bezeichnen. Die beiden Warn-Apps NINA und KATWARN hatten die angekündigten Testwarnungen an viele Smartphones mit mehr als einer halben Stunde Verzögerung ausgeliefert.Diese Tatsache führt dann auch zu der klaren Aussage des Bundesinnenministeriums, dass man den bundesweiten Probealarm nur als "Fehlschlag" bezeichnen könne und es jetzt dringend nötig sei, die genauen Hintergründe für das weitreichende technische Versagen aufzuarbeiten. Bundesinnenminister Horst Seehofer macht es bei seiner Analyse noch deutlich klarer - aus seiner Sicht ist eine Reform des für die Organisation der Warnsysteme zuständigen Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) unausweichlich.
Umbau im Amt steht an
"Dieses Amt hat ja auch schon im Zusammenhang mit den letzten Monaten und Corona Aufmerksamkeit ausgelöst", sagte Seehofer laut Handelsblatt. "Und Sie können davon ausgehen, dass sich da in jeder Richtung Grundsätzliches ändern wird." Der Ansatz, der bei dieser Reform verfolgt werden soll: Seehofer hält es für sinnvoll, das bisher sehr beschränkte Mandat der Behörde deutlich auszuweiten, sodass diese nicht nur dann als zuständig verstanden wird, wenn Deutschland tatsächlich akut vor Gefahren steht.In Bezug auf eine Epidemie mit einem SARS-Virus hatte das Bundesamt schon im Jahr 2012 eine ausführliche Risikoanalyse verantwortet und dabei Gefahr-Szenarien für Deutschland aufgezeigt, wegen der aktuellen Einordnung der Behörde waren diese Erkenntnisse aber ohne weitreichende Konsequenzen geblieben. Man darf gespannt sein, wie Deutschland das Bundesamt jetzt umbaut.
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