TikTok nutzte Android-Lücke aus, um illegal Nutzerdaten zu speichern
Das chinesische Social Network TikTok steht derzeit unter Beobachtung der US-Regierung und es gibt Vorwürfe, dass das Netzwerk spioniert bzw. es mit dem Datenschutz nicht ganz so eng sieht. Zumindest letzteres scheint sich nun zu bestätigen.
TikTok, das vor allem bei Jugendlichen und dank Videos bekannte soziale Netzwerk, ist in den vergangenen Wochen immer mehr zum Politikum geworden. So fordert die US-Regierung, dass die relevanten "westlichen" Teile von TikTok verkauft werden, Gespräche laufen mittlerweile mit Microsoft und auch Twitter.
Aktuelle Recherchen des Wall Street Journal (WSJ) beweisen aber zumindest, dass TikTok es lange Zeit mit dem Datenschutz nicht ganz so eng sah. Denn TikTok soll 18 Monate lang die Mac-Adressen seiner Nutzer erfasst und gespeichert haben, so das Blatt. Diese Adressen sind ein eindeutiges Identifikationsmerkmal der Nutzer bzw. ihrer Geräte.
Derartige Erfassung von Mac-Adressen ist auf iOS und Android über die Richtlinien der jeweiligen App-Stores seit bereits 2015 untersagt - von staatlichen Datenschutzregelungen zu schweigen. TikTok soll das aber weiterhin praktiziert haben, und zwar mit Hilfe eines Schlupflochs. Laut WSJ war TikTok aber mitnichten der einzige App-Anbieter, der diese Lücke ausgenutzt hat, insgesamt 350 weitere Apps sollen das ähnlich gemacht haben. Ziel des Ganzen ist vor allem Werbung bzw. deren Personalisierung.
Die Angelegenheit liegt allerdings bereits eine Weile zurück, TikTok hat die Praxis bereits vergangenen November gestoppt. Das WSJ macht den bereits damals aufkommenden politischen Druck dafür verantwortlich. Die Enthüllung kommt aber zu einem für TikTok denkbar ungünstigen Zeitpunkt, da Entwickler ByteDance dieser Tage eben im Visier diverser Regierungen und Behörden steht.
Mehr über den Streit rund um TikTok:
Keine "Smoking Gun", aber Hinweise
Grundlage für die Bedenken aus den USA sind Vorwürfe im Zusammenhang mit Sicherheit und Datenschutz, TikTok soll für die chinesische Regierung entsprechend "offen" sein. Eindeutige Beweise, also die im Englischen sprichwörtliche "Smoking Gun", wurden dafür aber bislang nicht vorgelegt. Infografik TikTok: Nutzer weltweit und in Deutschland
Aktuelle Recherchen des Wall Street Journal (WSJ) beweisen aber zumindest, dass TikTok es lange Zeit mit dem Datenschutz nicht ganz so eng sah. Denn TikTok soll 18 Monate lang die Mac-Adressen seiner Nutzer erfasst und gespeichert haben, so das Blatt. Diese Adressen sind ein eindeutiges Identifikationsmerkmal der Nutzer bzw. ihrer Geräte.
Derartige Erfassung von Mac-Adressen ist auf iOS und Android über die Richtlinien der jeweiligen App-Stores seit bereits 2015 untersagt - von staatlichen Datenschutzregelungen zu schweigen. TikTok soll das aber weiterhin praktiziert haben, und zwar mit Hilfe eines Schlupflochs. Laut WSJ war TikTok aber mitnichten der einzige App-Anbieter, der diese Lücke ausgenutzt hat, insgesamt 350 weitere Apps sollen das ähnlich gemacht haben. Ziel des Ganzen ist vor allem Werbung bzw. deren Personalisierung.
Die Angelegenheit liegt allerdings bereits eine Weile zurück, TikTok hat die Praxis bereits vergangenen November gestoppt. Das WSJ macht den bereits damals aufkommenden politischen Druck dafür verantwortlich. Die Enthüllung kommt aber zu einem für TikTok denkbar ungünstigen Zeitpunkt, da Entwickler ByteDance dieser Tage eben im Visier diverser Regierungen und Behörden steht.
Mehr über den Streit rund um TikTok:
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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