Veteran kritisiert seine Branche: Spiele mittlerweile zu lang & teuer

Die Videospiele-Industrie hat sich über die Jahrzehnte hin zu größeren, längeren und damit auch teureren Projekten bewegt. Shawn Layden, über Jahre verantwortlich für die Entwicklung rund um PlayStation-Titel hofft, dass Spiele wieder kürzer und günstiger werden.

Branchen-Veteran sind Spiele zu lang und teuer

Shawn Layden hat über 32 Jahre bei Sony gearbeitet und war vor seinem Ausscheiden vor einem Jahr als Chef der Sony Interactive Entertainment Worldwide Studios für die Entwick­lung von PlayStation-Titeln verantwortlich - ein echter Branchen-Experte und Veteran also. In einem Interview mit VentureBeat (via Kotaku) hat sich Layden jetzt über die Entwick­lung der Branche geäußert und dabei vor allem einen Kritikpunkt geäußert: Aus seiner Sicht würde er sich wünschen, dass auch wieder deutlich kürzerer Titel von großen Studios ent­wickelt würden. "Ich würde die Rückkehr von 12- bis 15-stündigen Spielen begrüßen", so Layden.


Aus Sicht des Ex-Sony-Managers gibt es für ihn zunächst viele persönliche Gründe, die für eine Rückbesinnung auf kürzere Titel sprechen: "Zuallererst würde ich mehr Spiele auch zu Ende bringen. Genau wie gute Literatur oder einen tollen Film. Es könnte für kompaktere, überzeugendere Inhalte sorgen. Es wäre etwas, zu dem ich gerne zurückkehren würde." Layden ist sich sicher, dass es auch in der Community einen Hunger nach Titeln gibt, die nicht nur mit wochenlanger Hingabe durchgespielt werden können.

Die Branche bläst sich weiter auf

Neben den persönlichen Gründen sieht Layden in den aktuell dominierenden Formaten aber auch ein prinzipielles Problem für die gesamte Branche. "Die Kosten für die Entwicklung von Spielen steigen immer weiter an", sagte Layden. "Einige Studien zeigen, dass sie jedes Mal, wenn eine Konsolengeneration voran­schreitet, um das Zweifache gestiegen ist. Das Problem mit diesem Modell ist, dass es einfach nicht nachhaltig ist."

Wie Layden weiter ausführt, würden für die Entwicklung und ohne Marketing in der aktuellen Generation im Durchschnitt "80 bis 150 Millionen US-Dollar" in große Titel investiert. Er rechne damit, dass sich diese Summe in der nächsten Generation entsprechend der zitierten Studien wieder verdoppeln werde. "Gibt es hier auch einen anderen Ansatz?", hinterfragt Layden. "Wie würde ein 15-Stunden-Spiel nach drei Jahren Entwicklung aussehen, anstatt fünf Jahre für ein 80-Stunden-Spiel aufzuwenden?"

Siehe auch: Geld, Steuern, Euro, Banknoten Geld, Steuern, Euro, Banknoten Pixabay
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