AMD zerstört Intel immer mehr - zumindest bei einem großen Händler

Intel, Prozessor, Amd, Chips Bildquelle: AMD/Intel
Die Verkaufszahlen eines einzelnen deutschen Online-Händlers sind sicher kein repräsentatives Abbild des Marktes, einen klaren Trend zeigen sie aber trotzdem. Bei Mindfactory wird Intel regelrecht von AMD zer­stört, denn AMD verkauft dort mittlerweile zehn Mal so viele CPUs. Die Zahlen von Mindfactory, die Redditor ingebor regelmäßig veröffentlicht, werden immer wieder kritisiert, weil der Computer-Händler aus Wilhelmshaven nur einen kleinen Teil des Gesamtmarktes darstellt und wohl auch eine traditionelle Stärke in Sachen AMD hat. Dennoch lassen die aktuellen Zahlen darauf schließen, dass der einstige "ewige Herausforderer" immer weiter zu Intel aufschließt und den Chipgiganten aus Santa Clara teilweise klar hinter sich lässt.

91 Prozent gegen neun Prozent

Bei Mindfactory kam AMD im vergangenen Monat in Sachen Verkäufen auf einen neuen Rekordwert, nämlich 91 Prozent. Intel kommt nur noch auf einen Anteil von neun Prozent, es ist das erste Mal überhaupt, dass Core und Co. nur noch einen einstelligen Wert in dieser Statistik erreichen (via GameStar).
CPU-Statistiken von MindfactoryAMD vs. Intel: Verkaufszahlen... CPU-Statistiken von Mindfactory...und Umsatz bei Mindfactory
Auch beim Umsatz dominiert AMD ganz klar, 86 Prozent gingen an AMD, Intel bekam nur 14 Prozent des Mindfactory-Kuchens. Die Zugpferde der AMD-Dominanz sind die Modelle Ryzen 5 3600 und Ryzen 7 3700X, davon konnte der Online-Händler mit Abstand am meisten verkaufen. Ein Grund für die Dominanz von AMD ist die Preisgestaltung.

Denn wie aus einem der Diagramme von inge­bor hervorgeht, bezahlte man im April im Schnitt rund 334 Euro für einen Intel-Prozessor, für eine AMD-CPU wurden durch­schnitt­lich 212 Euro fällig (Grundlage sind hier die jeweils vier beliebtesten Modelle). Damit wurden die Intel-Halbleiter im Vergleich zum März um circa 15 Prozent teurer, AMD fiel hingegen um 4,5 Prozent.

International sind die AMD-Werte nicht so beeindruckend, aber auch dort zeigt die Entwicklung klar nach oben. Aktuell bewegen sich die Desktop-Marktatanteile von AMD bei knapp einem Fünftel, Analysten sagen aber bereits für dieses Jahr den mittleren 20er-Prozentbereich voraus.

Siehe auch: Intel unter Druck - AMD Ryzen schwimmt weiter auf der Erfolgswelle


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