Linus Torvalds wechselt auf AMD und ist begeistert von der Performance
Der Chipdesigner AMD kann sich aktuell über reichlich kostenloses Marketing freuen. Unter anderem äußerte sich gerade Linux-Gründer Linus Torvalds sehr erfreut über die Leistung seines neuen PCs, der mit einem AMD-Prozessor ausgestattet ist.
"Was mich in dieser Woche am meisten begeistert hat, war das Upgrade meines Hauptrechners. Zum ersten Mal in rund 15 Jahren ist mein Desktop nicht Intel-basiert", berichtete Torvalds in einem Posting auf der Mailing-Liste des Entwickler-Teams rund um den Linux-Kernel. Er sei allerdings nicht zu ARM gewechselt, sondern setze jetzt auf einen AMD Threadripper 3970X.
Torvalds hat sich damit also direkt im obersten Bereich der Produktpalette des kleinen Intel-Konkurrenten bedient. Der Chip kostet allein bereits fast 2000 Euro, bietet dafür aber 32 Kerne und 64 Threads. Das im 7-Nanometer-Prozess gefertigte Design erlaubt dabei Taktraten von 3,7 Gigahertz im normalen Betrieb, die bei hohem Bedarf auf 4,5 Gigahertz gesteigert werden können.
Und das bestätigt auch Torvalds aus ersten Tests. Das Kompilieren des Linux-Kernels laufe bei ihm jetzt drei Mal so schnell ab wie bisher. Das spiele in der aktuell recht ruhigen Periode der Kernel-Entwicklung sicherlich nur bedingt eine Rolle. Schon bald wird es aber das nächste Merge-Fenster geben, in dem zahlreiche Änderungen in den Kern des Linux-Systems eingearbeitet und immer wieder getestet werden müssen. Dann wird sich die Beschleunigung deutlich bemerkbar machen.
Torvalds hat sich damit also direkt im obersten Bereich der Produktpalette des kleinen Intel-Konkurrenten bedient. Der Chip kostet allein bereits fast 2000 Euro, bietet dafür aber 32 Kerne und 64 Threads. Das im 7-Nanometer-Prozess gefertigte Design erlaubt dabei Taktraten von 3,7 Gigahertz im normalen Betrieb, die bei hohem Bedarf auf 4,5 Gigahertz gesteigert werden können.
Schneller kompilieren
Etwas Vergleichbares hat Intel derzeit nicht einmal annähernd anzubieten. Das Spitzenprodukt für Desktop-Systeme ist aktuell im Grunde der Core i9-10980XE mit 18 Kernen. Als direkte Konkurrenz in der Workstation wird hingegen eher der Intel Xeon W-3175X angesehen, der mit 28 Kernen daherkommt und mit rund 3300 Euro auch wesentlich mehr kostet. Insbesondere Nutzer, die Aufgaben erledigen, bei denen viele Kerne von Vorteil sind, kommen beim AMD-Chip also besser weg.Und das bestätigt auch Torvalds aus ersten Tests. Das Kompilieren des Linux-Kernels laufe bei ihm jetzt drei Mal so schnell ab wie bisher. Das spiele in der aktuell recht ruhigen Periode der Kernel-Entwicklung sicherlich nur bedingt eine Rolle. Schon bald wird es aber das nächste Merge-Fenster geben, in dem zahlreiche Änderungen in den Kern des Linux-Systems eingearbeitet und immer wieder getestet werden müssen. Dann wird sich die Beschleunigung deutlich bemerkbar machen.
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Christian Kahle
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