Coronakrise: Satelliten-Firma OneWeb hat Insolvenzantrag gestellt
Das Satelliten-Unternehmen OneWeb wollte auch die entlegensten Orte der Welt mit einer Internetanbindung versorgen. Nachdem der Konzern schon 74 Satelliten in den Orbit bringen konnte, hat die Firma aufgrund der Coronakrise jetzt den größten und wichtigsten Investor verloren.
Um eine globale Internet-Versorgung bereitstellen zu können, hätte das Unternehmen noch einige hundert weitere Satelliten in die Umlaufbahn befördern müssen. Dazu wird es jedoch vermutlich nicht mehr kommen. Wie OneWeb auf seiner Seite erklärt, steckt der Konzern in finanziellen Schwierigkeiten. Der größte Anteilseigner von OneWeb ist Softbank. Der japanische Konzern hat selbst mit fallenden Aktienkursen, die durch die Coronakrise verursacht wurden, zu kämpfen. Daher werden Anteile im Wert von 41 Milliarden Dollar abgestoßen.
Zu den größten Gläubigern der Satelliten-Firma zählt unter anderem das Raumfahrt-Unternehmen Arianespace. Neben der Rückzahlung von geschuldeten 238 Millionen Dollar dürften auch die meisten für das kommende Jahr geplanten Raketenstarts nicht mehr stattfinden.
Neben OneWeb arbeiten auch andere Unternehmen daran, eine globale Internet-Versorgung über Satelliten aufzubauen. Beim größten Konkurrenten des insolventen Konzerns handelt es sich um das Starlink-Projekt von SpaceX. Auch der Amazon-Gründer Jeff Bezos wollte ein Satelliten-Netzwerk aufbauen, um eine weltweite Internet-Versorgung anbieten zu können.
OneWeb ist auf der Suche nach Käufern
Nun hat OneWeb seinen Bankrott erklärt. Das Insolvenzverfahren wird nach "Chapter 11" des US-amerikanischen Insolvenzrechts abgewickelt. Damit ist die Firma offiziell auf der Suche nach einem Käufer. Sofern sich ein Käufer finden lässt und das Unternehmen übernommen werden kann, können die Projekte des Konzerns ohne Probleme fortgeführt werden. Es wäre aber möglich, dass ein Teil der Mitarbeiter entlassen wird. Falls sich keine andere Firma zur Übernahme verpflichtet, muss der Betrieb demnächst komplett eingestellt werden.Zu den größten Gläubigern der Satelliten-Firma zählt unter anderem das Raumfahrt-Unternehmen Arianespace. Neben der Rückzahlung von geschuldeten 238 Millionen Dollar dürften auch die meisten für das kommende Jahr geplanten Raketenstarts nicht mehr stattfinden.
Neben OneWeb arbeiten auch andere Unternehmen daran, eine globale Internet-Versorgung über Satelliten aufzubauen. Beim größten Konkurrenten des insolventen Konzerns handelt es sich um das Starlink-Projekt von SpaceX. Auch der Amazon-Gründer Jeff Bezos wollte ein Satelliten-Netzwerk aufbauen, um eine weltweite Internet-Versorgung anbieten zu können.
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