Lieferando.de nach DDoS-Attacke wieder online und einsatzfähig

Ausgerechnet jetzt, wo Lieferdienste durch die Corona-Selbst-Isolation Hochkonjunktur haben, hat eine Hackergruppe den Vermittler Lieferando angegriffen und lahmgelegt. Mittlerweile hat der Dienst wieder alles unter Kontrolle - doch der Vorfall macht nachdenklich und ärgerlich.
Restaurants und Imbisse dürfen deutschlandweit derzeit nur noch mit reduzierten Öff­nungs­zei­ten Gäste bedienen - in manchen Bundesländern schließen sie auf Anordnung der Be­hör­den dabei bereits am Nachmittag oder mussten sogar komplett schließen. Für Lieferando und für die Partner des Lieferdienstes müsste aktuell alles rund laufen, denn vor Be­stel­lun­gen kön­nen sie sich sicherlich kaum retten. Doch wie nun bekannt wurde, hat eine Hacker-Gruppe Lieferando lahmgelegt.


Unbekannte hatten einen DDoS-Angriff auf die Systeme des Takeaway-Lebens­mit­tel­zu­stell­diens­tes in Deutschland gestartet. Die Cyberkriminellen bombardierten die Webseite mit einer Denial-of-Service-Attacke und verlangten Medienberichten zufolge ein "Lösegeld", um den Angriff einzustellen. Zeitweise war der Dienst daher nicht erreichbar. Kunden konnten zwar ihre Bestellungen aufgeben, dann brach aber der Prozess ab.

Der Angreifer drohte zudem, noch weitere Firmenseiten anzugreifen. Lieferando bestätigte, dass der Dienst in den Wartungsmodus versetzt wurde, um die Sicherheit aller Daten zu gewährleisten. Dadurch kam es aber auch zu Verzögerungen bei der Auftragsabwicklung.

Kunden bekommen Erstattung

Mittlerweile hat Lieferando wieder die Kontrolle über alle Prozesse und kann regulär weiter­ar­bei­ten. Kunden, die von dem Angriff betroffen wa­ren, bei denen also die Liefer­ung nicht aus­ge­führt, aber das Geld abge­bucht wurde, kön­nen sich an den Kunden­service wenden. Be­stel­lun­gen, die online bezahlt, aber aufgrund der At­ta­cke nicht mehr ge­liefert wurden, werden zu­rück­er­stat­tet. Das kann jedoch nicht auto­ma­tisch ge­schehen, Kunden müssen sich daher per E-Mail (info@lieferando.de) melden.

Andere Hacker hatten schon "angekündigt", die Corona-Pandemie nicht für sich auszunutzen und zum Beispiel keine Krankenhäuser angreifen zu wollen. Es gibt dafür eine Art "Selbst­ver­pflich­tung", die medizinischen Einrichtungen in Ruhe zu lassen.

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