China zeigt, wie es auf der anderen Seite des Mondes aussieht

Die chinesische Raumfahrtbehörde hat Ende 2018 die Chang'e-4 ge­nann­te Raumsonde zum Mond geschickt, an Bord war der Rover Yutu-2, er ist bei uns auch als Jadehase 2 bekannt. Das Mondgefährt hat seither zahl­reiche Bilder zur Erde geschickt, nun gibt es viele neue zu sehen. Chang'e-4 und Yutu-2 sind nicht bloß auf dem Mond gelandet bzw. unterwegs, die chinesische Raumfahrtbehörde hat sich für ihre Mission die der Erde abgekehrte Seite ausgesucht. Glücklicherweise behält man die Fotos nicht für sich, sondern hat anlässlich des einjährigen Geburtstages dieser Mission zahlreiche Aufnahmen veröffentlicht, wie es im Von-Kármán-Krater des Südpol-Aitken-Beckens aussieht.
Chinesische Mondmission "Chang'e 4" Chinesische Mondmission "Chang'e 4"
Wie Space.com berichtet, hat sich Doug Ellison, der schon beim Curiosity Mars Rover der NASA verantwortliche Kamera- und Foto-Experte und Mitarbeiter des Jet Propulsion Laboratory war, diese Aufnahmen geschnappt und "eingefärbt". Dabei handelt es sich allerdings nicht um eine Kolorierung, sondern um einen Prozess namens "Debayer", denn Bildmaterial liegt beim so genannten Bayer-Sensor bereits in Farbe vor, diese muss aber erst sichtbar gemacht werden.

Chinesische Mondmission "Chang'e 4"Chinesische Mondmission "Chang'e 4"Chinesische Mondmission "Chang'e 4"Chinesische Mondmission "Chang'e 4"
Chinesische Mondmission "Chang'e 4"Chinesische Mondmission "Chang'e 4"Chinesische Mondmission "Chang'e 4"Chinesische Mondmission "Chang'e 4"

Rare Einblicke auf die "andere Seite"

Die Aufnahmen zeigen nicht nur die Landefähre Chang'e-4 in all ihrer Pracht, sondern auch Nahaufnahmen von Kratern und Mondregolith, der Mondoberfläche und der Spuren, die Jadehase 2 dort hinterlassen hat. Der französische Weltraum-begeisterte Twitter-Nutzer Techniques Spatiales hat alle verfügbaren Bilder der Lander-Kamera konvertiert und diese auf Google Drive hochgeladen.

Chang'e-4 und Yutu-2 sind zwar schon seit gut einem Jahr auf dem Mond (sie absolvierten die erste Landung überhaupt auf der erdabgekehrten Seite), hatten aber deutlich weniger "Arbeitstage". Denn die Mondnächte dauern rund zwei Wochen, während dieser Zeit wird der Rover an bestimmten Schlafplätzen geparkt und unter Einhaltung diverser Vorsichtsmaßnahmen ruhend gestellt.
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