Windows 10: Microsoft experimentiert mit Werbung in WordPad

Microsoft WordPad ist seit Jahrzehnten eine simple Anwendung zur Text­verarbeitung, die Teil des Betriebssystems ist. Dieser simple Editor bietet ein oftmals ausreichendes Basispaket zum Schreiben. Doch Microsoft hät­te wohl gerne, dass WordPad-Nutzer zu Office wechseln. WordPad ist natürlich von der Funktionsvielfalt des großen Word weit entfernt, für den schnel­len Brief oder eine Notiz nebenbei ist das seit Windows 95 existierende Programm al­le­mal gut. So manchen dieser Anwender hätte der Redmonder Konzern aber wohl gerne als Bezahlnutzer bei Office 365 und wird sie womöglich demnächst zu Word und Co. "in­for­mie­ren".

"Experiment" in der neuesten Windows 10-Preview

Denn der bekannte Microsoft-Insider Rafael Rivera hat herausgefunden (im aktuellen 20H2-Build mit der Nummer 19546 für Windows 10), dass Microsoft derzeit mit WordPad-Werbung "experimentiert". Dabei will man die WordPad-Nutzer von den Online-Varianten von Word und Co. überzeugen. Rivera zeigt auf Twitter auch, wie das aussehen könnte: Dabei wird unter der Menüleiste ein gelb unterlegter Hinweis eingeblendet, der derzeit sechs unterschiedliche Texte plus "Öffne Office"- oder "Öffne Word"-Button aufweist. Microsoft WordPadDie sechs Varianten im Überblick In den Screenshots, die Rivera geteilt hat, kann man sehen, dass sich die "Werbetexte" teil­wei­se nur minimal voneinander unterscheiden, da u. a. nur die Wortstellung geändert wird. Nachfolgend sind alle sechs (englischsprachigen) Formulierungen zu finden:

  • Try Word online for free
  • Use Word for free online
  • Try Word for free online
  • Try Office for free online
  • Use Word, Excel, and PowerPoint for free online
  • Try Word, Excel, and PowerPoint for free online

Wie erwähnt: Derzeit läuft das Ganze noch als "Experiment", es ist auch nicht bekannt, wer das wo zu sehen bekommt. Natürlich ist auch nicht klar, ob das je allgemein verteilt wird. Grund­sätz­lich hat Microsoft zuletzt immer wieder ausgelotet, wie weit man bei Werbung in­ner­halb des Betriebssystems gehen kann. Man muss wohl nicht extra erwähnen, dass Nu­tzer davon in den seltensten Fällen begeistert sind, auch wir hatten dazu in Vergangenheit eine klare Meinung.

Siehe auch: Senf dazu: Windows 10-Spam - Liebes Microsoft, hör auf mit dem Scheiß
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