Mobilfunk bis AKW: Deutsche haben kaum Ahnung von Strahlung

Mobilfunk, Lte, Antenne, Sendemast, Funkmast, Handymast Bildquelle: Thomas Kohler / Flickr
Vor 30 Jahren wurde in Deutschland das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) gegründet. Zum Jubiläum soll eine Studie zeigen, was der Deutsche über Strahlung überhaupt weiß. Das Ergebnis: Die meisten Menschen hierzulande schätzen die Gefahren vollkommen falsch ein.

Strahlenschutz wird immer wichtiger, Aufklärung aber dringend nötig

"Der Strahlenschutz spielt im Alltag eine immer größere Rolle: Die allgegenwärtigen Smartphones und die Digitalisierung, die Weiterentwicklungen in der Medizin und natürlich der Klimawandel, der zu mehr Sonnentagen und damit zu einer höheren UV-Belastung führt": Mit dieser Einleitung macht das BfS in einer aktuellen Mitteilung klar, dass man 30 Jahre nach der Gründung der Behörde steigenden Handlungsbedarf im Bereich des Strahlenschutzes sieht. Dafür wurde zum Jubiläum eine Studie erstellt, die ermitteln sollte "was die Deutschen mit Strahlung verbinden und was sie von uns erwarten". Studie des BfS: Was denkt Deutschland über Strahlung? Die zentralen Erkentnisse der BfS-Studie Ein klares Ergebnis der Studie: Das BfS hat in Sachen Aufklärung hierzulande noch viel Arbeit zu leisten: "Nur 22,5 Prozent der Befragten fühlt sich durch die Behörden gut informiert." Der Begriff Strahlung ist bei einer überwiegenden Mehrheit der Deutschen mit den Themen Mobilfunk (23,2 Prozent) und Radioaktivität (20,5 Prozent) verbunden. Die meisten Deutschen machen sich über den schädlichen Einfluss von Strahlung dabei aber eher selten einen Kopf: Nur 21,9 % geben an, dass sie über dieses Thema häufig nachdenken. Allerdings äußern weit mehr Teilnehmer ihre allgemeine Sorge darüber, dass wir "überall von Strahlung umgeben sind". Dieser Wert wird auch dadurch beeinflusst, dass mehr als zwei Drittel der Bevölkerung einen Anstieg der Strahlenbelastung wahrnehmen.

Falsche Einschätzung, was gefährlich ist

Die Studie sieht bei den Deutschen auch noch viele Fehlannahmen in Sachen Gesundheitsge­fahr. So ist die gesundheitliche Wirkung von radioaktiven Stoffen aus Kernkraftwerken bei rund drei Viertel der Deutschen ein Thema, das aus Sicht des Strahlenschutzes weitaus kritischere Element Radon - ein natürlich vorkommendes Edelgas - ist den meisten Deutschen dagegen nicht bekannt.

Auch beim Thema Mobilfunk haben viele Deutsche falsche Vorstellungen: So "glaubt fast die Hälfte der Deutschen fälschlicherweise, die elektromagnetischen Felder des Mobilfunks könnten das Erbgut schädigen", so die Studie. Nur die Hälfte der Bevölkerung ist sich darüber im Klaren, dass nicht von Handymasten, sondern den Mobilfunkgeräten selbst die größte Strahlenbelastung ausgeht. "Die Studie zeigt uns, dass wir alle miteinander noch mehr informieren und aufklären müssen", so Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth.

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