Ärger um SAR Handy-Test: Wie misst man die Strahlenbelastung richtig

Smartphone, Handy, Handystrahlen, Strahlenschutz Bildquelle: Pixabay
Ein streitbarer Test über die Strahlenbelastung von neuen Smartphones macht gerade die Runde in den Medien. Die SAR-Werte waren nach den Tests fast alle höher als zulässig. Die Diskussion in Gang gebracht hat die Chicago Tribune.
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Die Zeitung Chicago Tribune (die aktuell Leser aus Europa dank DSGVO aussperrt, daher empfehlen wir eine Zusammenfassung auf Phone Arena) hatte in einem Bericht die Strahlungswerte von beliebten Smartphone-Modellen in Frage gestellt. Die angegebenen SAR-Messwerte hätten im Test durch die Chicago Tribune in vielen Fällen nicht gepasst und erschreckende Ergebnisse geliefert - die realen Ergebnisse sollen dabei teilweise sogar gängige Grenzwerte überschritten haben. Das wäre natürlich ein großer Skandal, der unbedarfte Nutzer einem nicht akzeptablen Risiko aussetzen würde. Der SAR-Wert zeigt dabei die sogenannte spezifischen Absorptionsrate (SAR) der Smartpohne-Strahlung.

Gesetzlich zulässige Grenzwerte wurden geknackt

Getestet wurden zunächst elf Smartphone-Modelle, die in den USA derzeit am meisten verbreitet sind. Dazu gehörten das iPhone 7, iPhone 8 und 8 Plus sowie das iPhone X. Von Samsung testete man das Galaxy S8, Galaxy S9 und das Galaxy J3. Im Test fielen fast alle Smartphones durch wesentlich höhere Werte als durch die Hersteller angegeben auf. Auch die gesetzlich zulässigen Grenzwerte wurden geknackt. So schreibt die Chicago Tribune, dass beim iPhone 7 und Galaxy S8 die Unterschiede zu den angegebenen und den tatsächlichen Werten am größten waren.

Erste Reaktionen von den betroffenen Herstellern gibt es bereits. Apple soll die Test-Ergebnisse als nicht akkurat bezeichnet haben. Von Samsung hieß es zudem, man sollte sich für eine Bewertung anstelle des Zeitungs-Tests die Messwerte der FCC herannehmen.

Dass die Werte sich unterschieden, liegt unter anderem an ganz anderen Ausgangssituationen, als sie zum Beispiel bei den behördlichen Messungen herangezogen werden. Dazu gehört auch, dass die Tribune mit anderen Abständen zwischen Messpunkt und Smartphone agierte, da man die eigens aufgestellten Tests für realistischer hält. Dadurch ist ein Streit entbrannt, ob nun die Messart der Zeitung besser, weil realistischer ist, und ob die Behörden im Gegenzug mit größerem Messabstand agieren, um den Herstellern entgegen zu kommen.

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