DAB+: Erster Schritt zum Aus ist gemacht - dann lieber UKW + Stream
In Sachen Radio bahnen sich nun doch andere Entwicklungen an, als man dachte: In Niedersachsen wurde jetzt eine Entwicklung angeschoben, mit der die Einführung der digitalen Radio-Übertragung und das Ende des klassischen UKW gestoppt werden sollen. Stattdessen solle doch lieber das gemacht werden, was die Verbraucher offensichtlich mitmachen.
Der Unterausschuss Medien des Landtags Niedersachsens stimmte nach einigen Änderungen geschlossen für einen Antrag der FDP, nachdem die Einführung des Digitalradios DAB+ gestoppt werden solle, berichtet Teltarif. Seit vielen Jahren wird die Technologie als Nachfolger von UKW vorangetrieben, während die Technologie bei den Nutzern nur äußerst schleppend ankommt. Bisher haben sich gerade einmal zehn Prozent der Verbraucher überhaupt ein entsprechendes Empfangsgerät organisiert.
Radio wird hingegen in der breiten Masse weiterhin über UKW empfangen. Ändern ließe sich das vermutlich nur, wenn wirklich zwangsweise eine Abschaltung erfolgt und die Radiosender nur noch über DAB+ zu empfangen wären. Dann müssten sich vor allem sehr viele Verbraucher erst einmal ein neues Radio kaufen.
Die Voraussetzungen dafür sind im Grunde auch schon weitgehend gegeben - vor allem, wenn das Mobilfunknetz dicht genug auch im ländlichen Raum ausgebaut ist. Und vor allem könnten so auch die hohen Investitionen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks aus den Rundfunkbeiträgen in DAB+ zugunsten preiswerterer Verfahren eingestellt werden. Bis entsprechende Änderungen konkret umgesetzt werden, wird es aber noch dauern - denn vom Land aus muss das dann zu einer Änderung des Rundfunk-Staatsvertrages führen, was ein längerer Prozess ist.
Siehe auch: Radio: Sender mit DAB+-Ausstrahlung suchen verzweifelt Hörer
Radio wird hingegen in der breiten Masse weiterhin über UKW empfangen. Ändern ließe sich das vermutlich nur, wenn wirklich zwangsweise eine Abschaltung erfolgt und die Radiosender nur noch über DAB+ zu empfangen wären. Dann müssten sich vor allem sehr viele Verbraucher erst einmal ein neues Radio kaufen.
Marktgerechte Alternativen sind gefragt
Auch in Niedersachsen will man allerdings nicht einfach darauf setzen, dass UKW für alle Zeiten das Maß aller Dinge sei. Stattdessen wolle man aber lieber "marktgerechte" und "zukunftsoffene" Technologien in Stellung bringen. Das würde in erster Linie natürlich eine IP-basierte Übertragung bedeuten. Mit den hohen Kapazitäten kommender Mobilfunk-Technologien wäre es im Grunde kein Problem, statt einer eigenständigen Technologie einfach 5G-basierte Internet-Radios zu verwenden.Die Voraussetzungen dafür sind im Grunde auch schon weitgehend gegeben - vor allem, wenn das Mobilfunknetz dicht genug auch im ländlichen Raum ausgebaut ist. Und vor allem könnten so auch die hohen Investitionen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks aus den Rundfunkbeiträgen in DAB+ zugunsten preiswerterer Verfahren eingestellt werden. Bis entsprechende Änderungen konkret umgesetzt werden, wird es aber noch dauern - denn vom Land aus muss das dann zu einer Änderung des Rundfunk-Staatsvertrages führen, was ein längerer Prozess ist.
Siehe auch: Radio: Sender mit DAB+-Ausstrahlung suchen verzweifelt Hörer
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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