DAB+ taugt nicht für Lokalsender:
Lösung händeringend gesucht
In einem wichtigen Punkt stößt der Umstieg auf eine digitale Ausstrahlung von Radio-Programmen immer wieder auf Probleme: Es gibt eine Vielzahl kleiner, lokaler Sender, für die das aktuelle DAB+ schlicht überdimensioniert ist. Nun werden Lösungen gefordert.
"Wir müssen überlegen, wie wir den lokalen Hörfunk, wenn überhaupt, in die digitale Welt bekommen", erklärte Jürgen Brautmeier, Chef der Landesanstalt für Medien (LfM) in Nordrhein-Westfalen, laut einem Bericht von Teltarif kürzlich in einer Landtagsanhörung. Aktuell stelle es sich schwierig bis unmöglich dar, die kleinen Sender auf dem bisher geplanten Weg mitzunehmen.
In vielen Regionen existieren Lokalradios, die über UKW einen relativ kleinen Bereich mit ihrem Programm versorgen. Nach der bisherigen Struktur von DAB+ würde ein Umstieg auf diese Technik ihre Reichweite aber gleich auf bis zu 200 Kilometer ausweiten - mit den entsprechenden Folgen für die Kosten der Ausstrahlung. Da der Programm-Fokus aber sehr regional ist, wäre dies wirtschaftlich quasi nicht zu stemmen. Denn die Finanzierung läuft hier meist über Werbung für kleine, regionale Firmen und die höhere Reichweite würde nur in mehr Streuverlusten resultieren, was entsprechend keine höheren Einnahmen bringen würde.
Brautmeier forderte daher eine Alternative beziehungsweise ein Nachfolgesystem. Grundsätzlich sei es zwar möglich, auch DAB+ wesentlich kleinteiliger zu gestalten. Doch das sei ebenso sehr aufwändig und würde wohl kaum zu geringeren Kosten für die Sender führen.
Mit Alternativen wird es aber schwierig. Andere digitale Rundfunk-Systeme, die andernorts eingesetzt werden, lassen sich nicht einfach parallel hochziehen. Denn inzwischen nimmt DAB+ nach längerer Anlaufzeit Fahrt auf und es wäre kaum zu vermitteln, dass bald schon wieder andere Empfangsgeräte benötigt werden. Abzuwarten bleibt, ob separate kleine DAB-Sender, wie sie ab diesem Jahr testweise eingesetzt werden sollen, etwas bringen. Im schlimmsten Fall müsste man noch warten und hoffen, dass zukünftige Entwicklungen eine Lösung bringen. So wird unter anderem daran gearbeitet, die 5G-Mobilfunkstandards mit Broadcasting-Features auszustatten. Dann könnten Regionalsender einfach einige Basisstationen in ihrer Nähe mitnutzen. 5G-Netze werden aber frühestens 2020 installiert.
In vielen Regionen existieren Lokalradios, die über UKW einen relativ kleinen Bereich mit ihrem Programm versorgen. Nach der bisherigen Struktur von DAB+ würde ein Umstieg auf diese Technik ihre Reichweite aber gleich auf bis zu 200 Kilometer ausweiten - mit den entsprechenden Folgen für die Kosten der Ausstrahlung. Da der Programm-Fokus aber sehr regional ist, wäre dies wirtschaftlich quasi nicht zu stemmen. Denn die Finanzierung läuft hier meist über Werbung für kleine, regionale Firmen und die höhere Reichweite würde nur in mehr Streuverlusten resultieren, was entsprechend keine höheren Einnahmen bringen würde.
Brautmeier forderte daher eine Alternative beziehungsweise ein Nachfolgesystem. Grundsätzlich sei es zwar möglich, auch DAB+ wesentlich kleinteiliger zu gestalten. Doch das sei ebenso sehr aufwändig und würde wohl kaum zu geringeren Kosten für die Sender führen.
Mit Alternativen wird es aber schwierig. Andere digitale Rundfunk-Systeme, die andernorts eingesetzt werden, lassen sich nicht einfach parallel hochziehen. Denn inzwischen nimmt DAB+ nach längerer Anlaufzeit Fahrt auf und es wäre kaum zu vermitteln, dass bald schon wieder andere Empfangsgeräte benötigt werden. Abzuwarten bleibt, ob separate kleine DAB-Sender, wie sie ab diesem Jahr testweise eingesetzt werden sollen, etwas bringen. Im schlimmsten Fall müsste man noch warten und hoffen, dass zukünftige Entwicklungen eine Lösung bringen. So wird unter anderem daran gearbeitet, die 5G-Mobilfunkstandards mit Broadcasting-Features auszustatten. Dann könnten Regionalsender einfach einige Basisstationen in ihrer Nähe mitnutzen. 5G-Netze werden aber frühestens 2020 installiert.
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Christian Kahle
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