Microsoft stoppt E-Book-Verkauf - Inhalte dank DRM bald unzugänglich

Amazon, Kindle, E-Book, E-Books, Bücher, Buch Bildquelle: Amazon
Microsoft hat über lange Zeit auch E-Books rund um Technik-Themen vermarktet. Doch damit ist jetzt Schluss. Die entsprechende Kategorie ist quasi ohne Vorwarnung aus dem Microsoft Store verschwunden. Noch schlimmer als jene, die daraufhin vergeblich gesucht haben, sind aber jene dran, die sich digitale Buchausgaben bei Microsoft kauften.
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Denn die Inhalte, die bei Microsoft gekauft werden konnten, sind allesamt in DRM-Container gepackt, die sich nur dann öffnen lassen, wenn es möglich ist, die Lizenzen regelmäßig mit einem entsprechenden Server bei Microsoft abzugleichen. Diesen wird das Unternehmen allerdings im kommenden Juli abschalten, so dass sich dann keine Bücher mehr ansehen lassen, die im Microsoft Store gekauft wurden.

Der Kundensupport der Redmonder sichert allerdings zu, dass man den Kunden mit sehr viel Kulanz entgegenkommen wird. Es sollen nämlich alle Kaufpreise zurückerstattet werden, wenn sich ein Käufer von dann unbrauchbaren Inhalten meldet. Die Nutzer sollen hier noch tiefergehend per E-Mail informiert werden. Wer also vor einigen Monaten ein Fachbuch gekauft hat, das er nun nicht mehr braucht, kann sich im Grunde sogar über den Schritt freuen. Wer sich allerdings über den Microsoft Store eine Sammlung von E-Books zugelegt hat, die man immer wieder benötigt, muss dann Arbeit in einen kompletten Neuaufbau der digitalen Bibliothek stecken.

Gründe nicht ganz schlüssig

Offiziell wird die Schließung des E-Book-Bereiches damit begründet, dass man die Angebotspalette im eigenen Store straffen wolle. Ob der Vertrieb digitaler Ausgaben von Fachbüchern hier nun aber einen besonders großen Arbeitsaufwand darstellte oder die Nutzer zu sehr von anderen Offerten ablenkte, darf bezweifelt werden. Da erschiene es letztlich sinnvoller, die Fachbücher zu lassen und sogar noch Bildungswerke mit einzubeziehen und lieber Filme aus dem Store zu entfernen.

Die Kollegen bei ZDNet vermuten daher, dass es eher mit der kommenden Windows 10-Version und der Umstellung des Edge-Browsers auf die Chromium-Basis zu tun hat. Denn der bisherige Edge wurde von Microsoft immer auch als Anzeige-Software für die E-Books positioniert und in der kommenden Fassung wird das Feature so wohl nicht vorhanden sein.

Siehe auch: Schlauer Schachzug: Microsoft Store Entwickler-Anteil wächst auf 95% Amazon, Kindle, E-Book, E-Books, Bücher, Buch Amazon, Kindle, E-Book, E-Books, Bücher, Buch Amazon
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