Amazons E-Book-Knute: Konzern gibt durch Druck der EU klein bei
Der Handelskonzern Amazon wird seine dominante Rolle im Online-Vertrieb nicht mehr länger ausnutzen, um die Verleger von E-Books massiv unter Druck zu setzen und diesen Niedrigstpreise abzuknöpfen. Nach ernsten Warnungen der Wettbewerbskommission der EU gab das Unternehmen nun klein bei.
Amazon selbst hatte sich verschiedene Verpflichtungen auferlegt, um Zwangsmaßnahmen aus Brüssel zu vermeiden. Die EU-Kommission hat die Vorschläge des Unternehmens nun überprüft und heute ihre Zustimmung erteilt. Die Vertragsklauseln, die aus Sicht der Wettbewerbshüter rechtsverletzend waren, werden damit faktisch ungültig.
"Amazon hat in seinen Vereinbarungen mit Verlagen bestimmte Klauseln verwendet, die andere E-Book-Plattformen dabei eingeschränkt haben könnten, Innovationen voranzubringen und Amazon im Wettbewerb wirksam die Stirn zu bieten. Wir wollen einen fairen Wettbewerb auf dem europäischen Markt für E-Books gewährleisten, dessen Volumen sich auf mehr als 1 Milliarde Euro beläuft", erklärte die für Wettbewerbspolitik zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager.
Laut Vestager sei ein solches Geschäftsgebaren ein wichtiger Hemmschuh für Innovationen in dem noch jungen E-Book-Markt. Da die Vereinbarungen nicht nur den Preis, sondern auch die möglichen Vertriebsmodelle betrafen, wäre es so für kleinere Anbieter kaum lohnenswert gewesen, darüber nachzudenken, wie man E-Books besser verkaufen könnte als der Marktführer.
"Amazon hat in seinen Vereinbarungen mit Verlagen bestimmte Klauseln verwendet, die andere E-Book-Plattformen dabei eingeschränkt haben könnten, Innovationen voranzubringen und Amazon im Wettbewerb wirksam die Stirn zu bieten. Wir wollen einen fairen Wettbewerb auf dem europäischen Markt für E-Books gewährleisten, dessen Volumen sich auf mehr als 1 Milliarde Euro beläuft", erklärte die für Wettbewerbspolitik zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager.
Das Beste stets für Amazon
Im konkreten sahen die Vertragsklauseln vor, dass die Verlage Amazon darüber zu informieren hätten, wenn sie mit anderen Anbietern neue Vertriebskonditionen vereinbarten. Weiterhin mussten sie garantieren, niemandem bessere Konditionen zu gewähren, als dem US-Konzern. Die Verlage mussten sich quasi darauf einlassen, wenn sie ihre E-Books über Amazon verkaufen wollten. Ein Verzicht auf die Plattform war im Grunde nicht hinnehmbar, da über diese der überwiegende Teil der Verkäufe stattfindet.Laut Vestager sei ein solches Geschäftsgebaren ein wichtiger Hemmschuh für Innovationen in dem noch jungen E-Book-Markt. Da die Vereinbarungen nicht nur den Preis, sondern auch die möglichen Vertriebsmodelle betrafen, wäre es so für kleinere Anbieter kaum lohnenswert gewesen, darüber nachzudenken, wie man E-Books besser verkaufen könnte als der Marktführer.
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