Lösung bei Mehrwertsteuer:
E-Books müssen nicht mehr teurer sein
In der EU ist der Weg frei, dass Bücher als solche einheitlich besteuert werden - und nicht mehr zwischen Papier und elektronischem Format unterschieden wird. Das bedeutet vor allem auch, dass die Nutzer für E-Books nicht mehr höhere Beträge ausgeben müssen, als für die klassischen gedruckten Werke.
Infografik: Gelesen wird noch analog
Die bisherige Situation war im Grunde ziemlich absurd: Die Werke von Schriftstellern werden als Kulturgut angesehen und fallen damit unter den ermäßigten Mehrwertsteuer-Satz. Allerdings nur, wenn die Texte auf Papier gedruckt und gebunden werden. Verkauft man den gleichen Inhalt im elektronischen Format, musste bisher die höhere, normale Mehrwertsteuer angesetzt werden.
Das trug auch dazu bei, dass der E-Book-Markt in Europa nur sehr zögerlich vorankam. In den USA beispielsweise waren E-Books oft sogar billiger zu haben als gedruckte Bücher. Denn dort konnten auch die geringeren Produktions- und Vertriebskosten in der Preisgestaltung berücksichtigt werden. Schon vor Jahren hatten die elektronischen Ausgaben daher die Druck-Versionen klar überholt.
Der Minimal-Satz für die Mehrwertsteuer auf E-Books sinkt damit europaweit von bisher 15 auf 5 Prozent. Hierzulande wird es dann entsprechend eine Anpassung von 19 auf 7 Prozent geben. Einige Mitgliedsstaaten dürfen auch den zur Förderung des Kulturgutes Buch beschlossenen gänzlichen Verzicht auf eine Mehrwertsteuer auf Bücher ansetzen - dies allerdings nur, wenn das bisher auch schon für gedruckte Bücher galt.
Siehe auch: Durchbruch bei E-Ink: E-Books könnten bald Videos abspielen
Infografik: Gelesen wird noch analog
Die bisherige Situation war im Grunde ziemlich absurd: Die Werke von Schriftstellern werden als Kulturgut angesehen und fallen damit unter den ermäßigten Mehrwertsteuer-Satz. Allerdings nur, wenn die Texte auf Papier gedruckt und gebunden werden. Verkauft man den gleichen Inhalt im elektronischen Format, musste bisher die höhere, normale Mehrwertsteuer angesetzt werden.
Das trug auch dazu bei, dass der E-Book-Markt in Europa nur sehr zögerlich vorankam. In den USA beispielsweise waren E-Books oft sogar billiger zu haben als gedruckte Bücher. Denn dort konnten auch die geringeren Produktions- und Vertriebskosten in der Preisgestaltung berücksichtigt werden. Schon vor Jahren hatten die elektronischen Ausgaben daher die Druck-Versionen klar überholt.
Wenigstens nicht mehr teurer
Billigere Digitalausgaben sind hierzulande aufgrund der Buchpreisbindung noch nicht möglich. Allerdings konnten die Verlage noch nicht einmal gleiche Preise verlangen. Denn durch die unterschiedlichen Mehrwertsteuer-Sätze waren E-Books generell immer teurer. Nach jahrelangem Ringen haben nun abschließend auch die EU-Finanzminister zugestimmt, dass diese Regelung geändert wird und für alle Trägermedien die gleiche Besteuerung gilt.Der Minimal-Satz für die Mehrwertsteuer auf E-Books sinkt damit europaweit von bisher 15 auf 5 Prozent. Hierzulande wird es dann entsprechend eine Anpassung von 19 auf 7 Prozent geben. Einige Mitgliedsstaaten dürfen auch den zur Förderung des Kulturgutes Buch beschlossenen gänzlichen Verzicht auf eine Mehrwertsteuer auf Bücher ansetzen - dies allerdings nur, wenn das bisher auch schon für gedruckte Bücher galt.
Siehe auch: Durchbruch bei E-Ink: E-Books könnten bald Videos abspielen
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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