LKW ohne Fahrer auf öffentlichen Straßen:
In Schweden geht es jetzt los

Vor zwei Jahren hatte man mit Tests auf dem eigenen Gelände begonnen, jetzt darf man auch auf öffentliche Straßen: DB Schenker hat in Schweden die Erlaubnis erhalten, seine autonomen LKW ohne Fahrer­kabine auf normalen Straßen zu betreiben. Um die Steuerung möglich zu machen, wurde mit dem Netzwerkausrüster Ericsson ein 5G-Netz aufgebaut.

LKWs ohne Fahrer sind in Schweden keine Zukunftsmusik mehr

Die Idee, dass viele Schnittstellen des Güterverkehrs mit autonomen Fahrzeugen weiter optimiert werden könnten - mit der Folge, dass Fahrer in diesem Bereich um ihre Zukunft bangen müssen - wird in Bezug auf die Entwicklung solcher Systeme laut diskutiert. In Schweden schafft DB Schenker jetzt mit einem Projekt Fakten: Dem Logistikunternehmen wurde der Einsatz der sogenannten T-pods des Herstellers Einride erlaubt - LKWs, die komplett auf eine Fahrerkabine verzichten und autonom fahren.
Einride T-podNach dem Test auf dem Betriebshof... Einride T-pod...darf man jetzt auf die Straße
Schon 2017 hatten wir unter der Überschrift "Logistik-Konzern Schenker bastelt an Zukunft ohne LKW-Fahrer" über das Projekt berichtet. Im November 2018 hatte man dann damit begonnen, die autonomen LKWs auf dem eigenen Betriebshof in Jönköping fahren zu lassen - der weltweit erste kommerzielle Einsatz eines solchen Systems. Die Strecke war dabei auf den Weg zwischen zwei Lagerhäusern beschränkt.

Einride T-podEinride T-podEinride T-podEinride T-pod

Wie heise in seinem Bericht schreibt, hat nach Entwicklung und Erprobung jetzt die schwedische Transportbehörde Transport Styrelsen die Erlaubnis erteilt, sodass die T-pods jetzt auch auf öffentlichen Straßen verkehren dürfen. "Die Erlaubnis der schwedischen Transportbehörde ist ein wichtiges Zeugnis für die Sicherheit des Systems", so die Entwickler von Einride. Die Überwachung und Steuerung erfolgt dabei über ein 5G-Netz, dessen Aufbau Ericsson zusammen mit dem Telekommunikationskonzern Telia übernommen hat.

Zwischen Lager und Terminal

Die Macher sind sich sicher, die vollelektrischen, autonomen Trucks "in den normalen Verkehrsfluss einbinden zu können - "Ein Meilenstein im Übergang zu den Transportsystemen von Morgen", so der DB Schenker CEO Jochen Thewes. Aktuell führen die Projektteilnehmer nicht genauer aus, wo die T-pods zum Einsatz kommen sollen. Die Erlaubnis wurde aber auf eine kleine Strecke innerhalb eines Industriegebietes beschränkt, wo der Verkehr typischerweise mit niedrigen Geschwindigkeiten fließt.
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