Amazon: Mehr Mindestlohn heißt mehr Druck, nicht mehr Gehalt
Die vom Handelskonzern Amazon vor einiger Zeit zugesagte Mindestlohn-Erhöhung für alle Beschäftigten hat sich zumindest für einige Mitarbeiter als Kuckucksei herausgestellt. Denn es ist keineswegs so, dass sie dann am Ende des Monats auch wirklich mit einem höheren Gehalts-Scheck nach Hause gehen.
Das Unternehmen hatte im vergangenen Herbst verkündet, dass zukünftig alle Beschäftigten im Firmenverbund in den USA mindestens 15 Dollar pro Stunde erhalten sollen. Das wurde durchaus auch umgesetzt. Wie die britische Tageszeitung The Guardian nun aber unter Berufung auf Angestellte der Amazon-Tochter Whole Foods berichtet, wurden die Stundenlöhne tatsächlich angehoben, parallel aber dann auch die Arbeitszeiten in entsprechendem Umfang gekürzt.
Bei der Lebensmittel-Kette sei die Arbeitszeit vieler Teilzeitbeschäftigten so von 31 auf 21 Stunden in der Woche reduziert worden. Bei den Vollzeit-Angestellten ging es von 37,5 auf 34,5 Stunden nach unten. Die Zielsetzungen hinsichtlich der zu erreichenden Aufgaben wurden allerdings nicht im gleichen Umfang gesenkt, wodurch der Arbeitsdruck enorm gestiegen ist.
Da die gleichen Effekte aus diversen Regionen und Bundesstaaten vermeldet wurden, ist anzunehmen, dass es sich hier nicht um ein Problem handelt, das an einigen Managern der mittleren Führungsebene liegt. Es scheint so auszusehen, dass von der Konzernführung zwar die Mindestlohn-Zusagen gegeben wurden, den unteren Ebenen dann aber nicht mehr Geld für Gehaltszahlungen bereitgestellt werden und die bisherigen Ziele aufrechterhalten wurden.
Siehe auch: Druck zeigt Wirkung: Amazon erhöht die Löhne für Hunderttausende
Bei der Lebensmittel-Kette sei die Arbeitszeit vieler Teilzeitbeschäftigten so von 31 auf 21 Stunden in der Woche reduziert worden. Bei den Vollzeit-Angestellten ging es von 37,5 auf 34,5 Stunden nach unten. Die Zielsetzungen hinsichtlich der zu erreichenden Aufgaben wurden allerdings nicht im gleichen Umfang gesenkt, wodurch der Arbeitsdruck enorm gestiegen ist.
Einfach mehr Druck
"Wir haben jetzt einfach noch schneller zu arbeiten, um die gleichen Aufgaben in weniger Zeit zu erledigen", zitiert die Zeitung einen Mitarbeiter. Die Erhöhung des Mindestlohns führt entsprechend bei einigen Beschäftigten zu der absurden Situation, dass sie am Ende mit weniger Geld nach Hause gehen und trotzdem die gleiche Arbeit verrichtet haben sollen.Da die gleichen Effekte aus diversen Regionen und Bundesstaaten vermeldet wurden, ist anzunehmen, dass es sich hier nicht um ein Problem handelt, das an einigen Managern der mittleren Führungsebene liegt. Es scheint so auszusehen, dass von der Konzernführung zwar die Mindestlohn-Zusagen gegeben wurden, den unteren Ebenen dann aber nicht mehr Geld für Gehaltszahlungen bereitgestellt werden und die bisherigen Ziele aufrechterhalten wurden.
Siehe auch: Druck zeigt Wirkung: Amazon erhöht die Löhne für Hunderttausende
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