Google machen die Wanderungen der Nutzer ordentlich zu schaffen

Google, Logo, Suchmaschine Bildquelle: Google
Die Google-Mutter Alphabet kann derzeit nicht ganz mit den in sie gesteckten Erwartungen mithalten. Die Einnahmen entwickelten sich zuletzt nicht mehr so gut wie erwartet. Das Problem besteht in erster Linie darin, dass Google weiter extrem vom Werbegeschäft abhängig ist und die Kunden sehr viel weniger für einen Anzeigenplatz bezahlen. Die Klicks auf die von Google vermarkteten Anzeigen sind in den letzten Monaten deutlich gestiegen. Das Problem liegt allerdings darin, dass die Nutzer vor allem auf YouTube und im Mobile-Bereich aktiver mit der Reklame interagieren. Und gemeinhin folgen auf die von dort kommenden Klicks seltener auch echte Käufe, so dass die Werbetreibenden hier entsprechend weniger für die Reklame bezahlen als für die Anzeigen auf den klassischen Suchmaschinenseiten. Während die Klicks so im Jahresvergleich um 60 Prozent stiegen, sind die Preise im Durchschnitt um weitere 28 Prozent eingebrochen.

Im Ergebnis legt Google zwar weiterhin deutlich zu, doch flacht die Wachstumskurve zunehmend ab. Nach einem Umsatzplus von 26 Prozent im vorhergehenden Quartal machten die von Google betriebenen Dienste nun nur noch ein Plus von 22 Prozent. Währenddessen steigt auch die Abhängigkeit von Drittanbietern, die Google Nutzer zuschieben und dafür natürlich bezahlt werden wollen. Ganz vorn steht hier Apple mit seinen iOS-Geräten. Diese spülen zwar viele User zur Google-Suche, doch wird das eben auch mit Milliardenbeträgen vergütet.

Neue Steuertricks im Kommen

Im Ergebnis generierte Alphabet abzüglich der Überweisungen an solche Partner im dritten Quartal einen Umsatz von 27,2 Milliarden Dollar. Damit wurden die Zielsetzungen der Wall Street von 27,3 Milliarden Dollar zwar nur knapp verfehlt, die Anleger fanden das aber insgesamt kein besonders gutes Signal. Zumindest der um rund 37 Prozent auf 9,19 Milliarden Dollar gestiegene Nettogewinn sollte hier aber zumindest für etwas Ruhe sorgen.

Mildernde Wirkung dürfte auch die Tatsache entfalten, dass die Buchhaltungs-Abteilung des Konzerns recht geschickt neue Wege findet, nicht zu viel Geld aus den Geschäften an die Staatskassen abführen zu müssen. Bisher nutzte man hier vor allem Steuerschlupflöcher - doch dieser Bereich gerät zunehmend unter Druck. Jetzt hingegen schaffte man es durch geschickte Investitionen in Startups, eine Milliarde Dollar zum Gewinn hinzukommen zu lassen, während die Ausgaben hierfür so verbucht wurden, dass die Steuerrate weiter sank.

Siehe auch: Smartphone-Hersteller müssen in EU ab sofort für Google-Apps zahlen

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