Steam führt radikalen Schritt durch:
Künftig ist (fast) alles erlaubt
Die Valve-Plattform Steam stand zuletzt immer wieder im Mittelpunkt von Kontroversen, dabei ging es stets um die Frage "Kann man sowas ruhigen Gewissens verkaufen?" Valve hat nun eine für viele überraschende Entscheidung getroffen: Man wird künftig nahezu alles erlauben, außer es ist illegal oder eindeutiges Trollen.
Valve stand vor kurzem im Mittelpunkt einer Diskussion rund um das Spiel "Active Shooter". In diesem billigen Versuch, von Schulmassakern zu profitieren, hätte man einerseits ein SWAT-Team-Mitglied gespielt, andererseits den Attentäter selbst. Das fanden viele geschmacklos und zynisch und forderten von Valve, die Veröffentlichung des Spiels zu verhindern. Das tat man dann auch und argumentierte, dass der Macher des Spiels ein "Troll" sei.
Dabei kommt es auch intern immer wieder zu Diskussionen. Dabei verärgert man stets irgendeine Seite, das sei ein nahezu unlösbares Dilemma. Das ändert man künftig und wird fast alles erlauben, "außer es ist illegal oder eindeutiges Trollen".
Inhalte, die man nicht sehen will, könnten schon jetzt versteckt werden, dazu wird man künftig neue Tools einführen, mit denen Nutzer Steam-Empfehlungen aufheben können, um bestimmte Spiele zu verstecken. Entwickler, die kontroverse Spiele erschaffen, sollen ebenfalls besser geschützt werden, indem sie Möglichkeiten bekommen, sich vor Belästigungen zu schützen.
Kurz gesagt: Valve will nicht länger Moral-Polizei spielen, sondern öffnet die Schleusentore. Dafür gab es von vielen Nutzern Applaus, so mancher kritisiert das aber auch heftig. Denn das bedeutet, dass man nichts oder kaum etwas gegen extremistische Spiele (jeder Art) unternehmen wird und sich Valve billig aus seiner Verantwortung schleicht. Manche sind aus pragmatischen Gründen dagegen und meinen, dass es schon jetzt zu viele minderwertige Spiele auf Steam gibt.
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"Unlösbares Dilemma"
Valve hat aus dieser Geschichte nun ein überraschendes Fazit gezogen und in einem Beitrag angekündigt (via Kotaku), dass man mit wenigen Ausnahmen auf Steam künftig praktisch alles erlauben wird. Valve-Manager Erik Johnson schreibt, dass der bisherige Prozess vorsieht, dass jedes potenziell kontroverse Spiel manuell von Mitarbeitern begutachtet wird.Dabei kommt es auch intern immer wieder zu Diskussionen. Dabei verärgert man stets irgendeine Seite, das sei ein nahezu unlösbares Dilemma. Das ändert man künftig und wird fast alles erlauben, "außer es ist illegal oder eindeutiges Trollen".
Inhalte, die man nicht sehen will, könnten schon jetzt versteckt werden, dazu wird man künftig neue Tools einführen, mit denen Nutzer Steam-Empfehlungen aufheben können, um bestimmte Spiele zu verstecken. Entwickler, die kontroverse Spiele erschaffen, sollen ebenfalls besser geschützt werden, indem sie Möglichkeiten bekommen, sich vor Belästigungen zu schützen.
Kurz gesagt: Valve will nicht länger Moral-Polizei spielen, sondern öffnet die Schleusentore. Dafür gab es von vielen Nutzern Applaus, so mancher kritisiert das aber auch heftig. Denn das bedeutet, dass man nichts oder kaum etwas gegen extremistische Spiele (jeder Art) unternehmen wird und sich Valve billig aus seiner Verantwortung schleicht. Manche sind aus pragmatischen Gründen dagegen und meinen, dass es schon jetzt zu viele minderwertige Spiele auf Steam gibt.
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Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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