Bayern so: Kinderporno-Forensik können auch Minijobber in Heimarbeit
Es gibt Fälle, in denen die berühmte bayerische Hemdsärmlichkeit schlicht nicht angebracht ist. Das ist beispielsweise der Fall, wenn jemand auf die Idee kommt, Kinderpornographie könnte auch problemlos von Minijobbern in Heimarbeit für die Ermittler der Polizei ausgewertet werden.
Gemeinhin dürfte man annehmen, dass solch brisante Materialien wie Dokumentationen sexuellen Missbrauchs von Kindern nur von geschulten Beamten der entsprechenden Polizeiabteilungen ausgewertet werden. Dem ist aber mitnichten so. In Bayern hält man auch in diesem Bereich das Outsourcing für eine angebrachte Alternative. Das ist zwar auch anderswo der Fall - doch dort gibt es dann zumindest strenge Vorgaben für die Vergabe entsprechender Aufträge.
Der Bayerische Rundfunk (BR) berichtet von einem Fall, bei dem sich hingegen die ziemlich problematische Praxis im Freistaat zeigte. Hier war man auf Stellenanzeigen gestoßen, bei denen der Posten einer Bürokraft für IT-Forensik zu vergeben war. Interessenten sollten als Minijobber eingestellt und die Aufgabe im Heimarbeit erledigt werden. Als erste Bewerber dahinter kamen, was sie eigentlich tun sollten, wollten sie das Unternehmen bei der Polizei melden - doch es stellte sich heraus, dass diese ja den Auftrag an die Firma gegeben hatte.
Dass es auch anders gehen kann, zeigen durchaus existierende Fachfirmen für diesen Bereich, die ebenfalls in Bayern ansässig sind. Diese können die Polizei durchaus entlasten und mit entsprechend geschulten Fachkräften ziemlich effizient einen beschlagnahmten PC analysieren, auf dem größere Mengen entsprechenden Materials enthalten sind.
Die Auswertung der Datenträger erfolgt dann auf Rechnern, die komplett physikalisch von jedem Netzzugang getrennt sind. Übernommen wird die Aufgabe außerdem von Beschäftigten, die eine Sicherheitsüberprüfung durchlaufen haben. Das ist quasi in allen Bundesländern auch der Standard bei der Vergabe solcher Aufträge - nur eben nicht in Bayern.
Der Bayerische Rundfunk (BR) berichtet von einem Fall, bei dem sich hingegen die ziemlich problematische Praxis im Freistaat zeigte. Hier war man auf Stellenanzeigen gestoßen, bei denen der Posten einer Bürokraft für IT-Forensik zu vergeben war. Interessenten sollten als Minijobber eingestellt und die Aufgabe im Heimarbeit erledigt werden. Als erste Bewerber dahinter kamen, was sie eigentlich tun sollten, wollten sie das Unternehmen bei der Polizei melden - doch es stellte sich heraus, dass diese ja den Auftrag an die Firma gegeben hatte.
IT-Sicherheit ist kein Thema
Auf Nachfragen des BR hieß es, dass die Angestellten durchaus hätten betreut werden sollen - von Fachärzten in Kliniken. Unklar blieb hingegen, wie man hätte sicherstellen wollen, dass das fragliche Material nicht von den Rechnern der Beschäftigten an Unbefugte gelangen kann. Zumindest die Sache mit der Heimarbeit sieht man aufgrund der verwunderten Nachfragen auch bei der fraglichen Firma inzwischen wohl nicht mehr als ganz so gute Idee an.Dass es auch anders gehen kann, zeigen durchaus existierende Fachfirmen für diesen Bereich, die ebenfalls in Bayern ansässig sind. Diese können die Polizei durchaus entlasten und mit entsprechend geschulten Fachkräften ziemlich effizient einen beschlagnahmten PC analysieren, auf dem größere Mengen entsprechenden Materials enthalten sind.
Die Auswertung der Datenträger erfolgt dann auf Rechnern, die komplett physikalisch von jedem Netzzugang getrennt sind. Übernommen wird die Aufgabe außerdem von Beschäftigten, die eine Sicherheitsüberprüfung durchlaufen haben. Das ist quasi in allen Bundesländern auch der Standard bei der Vergabe solcher Aufträge - nur eben nicht in Bayern.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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