BBC meldet Kinderpornos, Facebook löscht nur Teil, zeigt Reporter an
Es ist ein Vorgang, der noch viele Diskussionen zur Folge haben wird, man kann sicherlich auch von einem Skandal sprechen. Denn die BBC hat auf Facebook in Sachen Kinderpornografie bzw. -missbrauch recherchiert und die gefundenen Inhalte auch gemeldet. Gelöscht wurde aber nur ein Bruchteil, woraufhin die BBC-Reporter Facebook konfrontieren wollten und daraufhin selbst bei der Polizei angezeigt worden sind.
Die Löschpraktiken des sozialen Netzwerks sorgen seit langem für Debatten, beim Thema Pädophilie sollte es aber keinerlei Zweifel geben, was zu löschen ist und was nicht. Doch aktuell sorgt Facebook für große Verwunderung und die Sache wird und muss für das Netzwerk Konsequenzen haben.
Nun wollte der britische Sender wissen, ob Facebook sein Versprechen erfüllt hat und machte sich erneut auf die Suche nach bedenklichen Inhalten dieser Art. Und man fand sie auch und zwar jede Menge. Wie die BBC auf ihrer Webseite schreibt, gab es u. a. etliche Bilder von unter 16-Jährigen in "hochgradig sexualisierten Posen", sowie einen Screenshot aus einem Kindesmissbrauchsvideo.
Die BBC meldete alle bedenklichen Inhalte bei Facebook über das interne System des sozialen Netzwerks. Von den 100 auf diese Weise aufgezeigten Inhalten wurden aber gerade einmal 18 tatsächlich entfernt, die restlichen Bilder würden nicht gegen die Gemeinschaftsstandards verstoßen, so die automatischen Antworten von Facebook - darunter war laut BBC auch das aus dem Kinderporno stammende Standbild.
Doch damit ist die Angelegenheit aber nicht zu Ende: Die BBC fragte beim sozialen Netzwerk um ein Interview an. Simon Milner, der Director of Policy von Facebook, erklärte sich dazu bereit, aber nur, wenn die BBC Beispiele des gemeldeten Materials liefert. Das tat man auch, doch die Reporter wurden daraufhin bei der National Crime Agency angezeigt.
Dafür erntete Facebook natürlich Kritik, Damian Collins, der Vorsitzende des Medienausschusses der britischen Regierung, bezeichnete das als "außergewöhnlich" und wunderte sich über die Art der Facebook-Reaktion. Das Unternehmen hat sich mittlerweile dazu zu Wort gemeldet und darauf verwiesen, dass das Material danach gelöscht worden sei.
Folge-Recherche
Denn die BBC hat bei Recherchen herausgefunden, dass es auf Facebook an diversen Stellen, vor allem "geheimen" Gruppen, zu regem Austausch von "sexualisierten Bildern von Kindern" kommt. Die Angelegenheit geht auf eine erste Recherche zu diesem Thema aus dem Jahr 2016 zurück, danach hatte Facebook versprochen, das Meldesystem zu verbessern.Nun wollte der britische Sender wissen, ob Facebook sein Versprechen erfüllt hat und machte sich erneut auf die Suche nach bedenklichen Inhalten dieser Art. Und man fand sie auch und zwar jede Menge. Wie die BBC auf ihrer Webseite schreibt, gab es u. a. etliche Bilder von unter 16-Jährigen in "hochgradig sexualisierten Posen", sowie einen Screenshot aus einem Kindesmissbrauchsvideo.
Die BBC meldete alle bedenklichen Inhalte bei Facebook über das interne System des sozialen Netzwerks. Von den 100 auf diese Weise aufgezeigten Inhalten wurden aber gerade einmal 18 tatsächlich entfernt, die restlichen Bilder würden nicht gegen die Gemeinschaftsstandards verstoßen, so die automatischen Antworten von Facebook - darunter war laut BBC auch das aus dem Kinderporno stammende Standbild.
Konten von Pädophilen
Außerdem fand die BBC Konten von fünf verurteilten Pädophilen. Facebooks eigene Regeln verbieten das, dennoch wurden diese nach deren Meldung nicht gelöscht. Die BBC legte das Gefundene u. a. der Kinderschutzbeauftragten für England, Anne Longfield, vor, diese zeigte sich "sehr verstört" von diesem Material und bezeichnete das Vorgehen von Facebook als "inakzeptabel", sie meinte, dass das Moderationssystem "nicht effektiv" sei.Doch damit ist die Angelegenheit aber nicht zu Ende: Die BBC fragte beim sozialen Netzwerk um ein Interview an. Simon Milner, der Director of Policy von Facebook, erklärte sich dazu bereit, aber nur, wenn die BBC Beispiele des gemeldeten Materials liefert. Das tat man auch, doch die Reporter wurden daraufhin bei der National Crime Agency angezeigt.
Dafür erntete Facebook natürlich Kritik, Damian Collins, der Vorsitzende des Medienausschusses der britischen Regierung, bezeichnete das als "außergewöhnlich" und wunderte sich über die Art der Facebook-Reaktion. Das Unternehmen hat sich mittlerweile dazu zu Wort gemeldet und darauf verwiesen, dass das Material danach gelöscht worden sei.
Dünnhäutige Reaktion?
Die Anzeige rechtfertigte man als "Industrie-Standardprozedere". Bei der BBC wundert man sich aber dennoch über diese Art der Reaktion, da man Facebook nur Bilder geschickt habe, die auf Facebook zu finden und Facebook auch zuvor gemeldet worden waren. Man vermutet dahinter eine besonders dünnhäutige Reaktion, um Interview-Fragen aus dem Weg zu gehen.
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
Metras Aktienkurs in Euro
Videos zum Thema Facebook
- The Social Reckoning: Erster Trailer zum brisanten Facebook-Thriller
- Super Bowl 2026: Oakley Meta-Brillen halten epische Sportmomente fest
- WhatsApp: Wie man ungewollte Gruppen-Einladungen vermeidet
- Super Bowl 2025: Eine Banane für Chris Pratt und Chris Hemsworth
- Mehr als eine Kamerabrille? Die Ray-Ban-Meta-Smart Glasses im Test
The Social Network im Preis-Check
Beiträge aus dem Forum
-
Facebook Werbung
Ler-Khun -
Facebook sperrt meinen Account und verlangt zum Entsperren Foto
Doodle -
Abfrage der Datenschutzeinstellungen bei jedem Neustart.
DK2000 -
Keine Anzeige meiner Beiträge in Facebook
IsabellaKrystynek -
deutscher Warcraft 3 Discord / deutsche Warcraft 3 Community Facebook
thielemann03 -
Forum und Newsseite datenschutzfreundlicher machen
DanielDuesentrieb -
Facebook Newsfeed Frage
Schlutopia
Neue Downloads
Weiterführende Links
Neue Nachrichten
- Statt spezialisierter Systeme: Schlichtes ChatGPT fährt einen Toyota
- F/A-XX: Boeing gewinnt Auftrag, baut Next-Gen-Stealth-Kampfjet
- McDonald's: KI bestimmt, wie viel Kunden für Burger zahlen sollen
- WSL Containers ist fertig: Linux-Container jetzt direkt unter Windows
- Notebooksbilliger: Angebote der Woche stark reduziert
- Aktuelle Technik-Blitzangebote von Amazon im Überblick
- Startschuss für Windows 11 26H2: Das alles steckt im neuen Update
Videos
Beliebte Downloads
Beliebte Nachrichten
Meist kommentierte Nachrichten
Forum
-
Neu: FreeCAD kommt mit der Version 1.1.4
d-hubs - Gestern 13:34 Uhr -
ist draußen: Shotcut, die freie, plattformübergreifende
d-hubs - Vorgestern 21:02 Uhr -
CalibRaw - schneller, nicht-destruktiver RAW-Fotoeditor
d-hubs - 27.09. 21:45 Uhr -
Clonezilla das sehr leistungsfähige Partitionsprogramm
d-hubs - 27.09. 20:24 Uhr -
Einstieg in WordPress:
d-hubs - 27.09. 15:49 Uhr
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen