Provider verbuchen sehr viel mehr Hinweise auf Kinderpornographie
Die hauseigene Beschwerdestelle der deutschen Internet-Provider hat sich im letzten Jahr um so viele illegale Inhalte gekümmert wie nie zuvor. Die Fallzahlen stiegen vor allem im Bereich der so genannten Kinderpornographie deutlich an.
Insgesamt sind im vergangenen Jahr 4654 Fälle bei der Beschwerdestelle zur Anzeige gebracht worden. Das sind immerhin fast 50 Prozent mehr als im vorhergehenden Jahr. Der starke Anstieg dürfte allerdings zu einem guten Teil darauf zurückzuführen sein, dass überhaupt erst nennenswerte Zahlen von Internet-Nutzern zu dem Wissen gelangen, dass sie sich an die Einrichtung des Eco, dem Branchenverband der Provider, wenden können.
Der größte Anteil der Steigerung wurde bei den Darstellungen des sexuellen Missbrauchs und der Ausbeutung von Minderjährigen verzeichnet. Bei diesen ging es um 75 Prozent nach oben und sie machen nun mit 4371 Fällen auch den allergrößten Teil der Anzeigen aus. Die Betreiber der Beschwerdestelle führen die Entwicklung auch darauf zurück, dass es in der Öffentlichkeit insbesondere nach dem Missbrauchsskandal in Lügde zu einer erhöhten Bereitschaft gekommen ist, bei solchen Dingen selbst aktiv zu werden.
Der Grundsatz hieß damals, dass illegale Inhalte lieber gelöscht werden sollten, statt einfach mehr schlecht als recht funktionierende Sperrungen davor aufzubauen. Damals kam immer wieder das Argument auf, dass das Löschen nicht funktioniere, wenn die Inhalte auf Servern im Ausland lägen. In rund 95 Prozent der Fälle, in denen Inhalte zu Recht gemeldet wurden, konnte die Löschung erwirkt werden. Und das funktioniert nicht nur bei dem in quasi allen Regionen geächteten Missbrauch von Kindern, sondern sogar bei den verfassungsfeindlichen Inhalten, die in vielen Ländern durch eine weitergehende Auffassung der Redefreiheit kaum zu beanstanden wären.
Siehe auch: BKA: Junge Nutzer teilten aus Spaß Kinderpornos - das hat Folgen
Der größte Anteil der Steigerung wurde bei den Darstellungen des sexuellen Missbrauchs und der Ausbeutung von Minderjährigen verzeichnet. Bei diesen ging es um 75 Prozent nach oben und sie machen nun mit 4371 Fällen auch den allergrößten Teil der Anzeigen aus. Die Betreiber der Beschwerdestelle führen die Entwicklung auch darauf zurück, dass es in der Öffentlichkeit insbesondere nach dem Missbrauchsskandal in Lügde zu einer erhöhten Bereitschaft gekommen ist, bei solchen Dingen selbst aktiv zu werden.
Löschen statt Sperren funktioniert gut
Einen vergleichsweise kleinen Anteil machen hingegen verfassungsfeindliche Inhalte aus. Das dürfte auch daran liegen, dass diese eher anderswo zur Anzeige gebracht werden. Die Stelle des Eco ist immerhin eher durch ihre Rolle im Kampf gegen den Missbrauch von Kindern im öffentlichen Bewusstsein verankert. Sie wurde ursprünglich als Alternative zu den vor einigen Jahren geplanten Netz-Sperren aufgebaut.Der Grundsatz hieß damals, dass illegale Inhalte lieber gelöscht werden sollten, statt einfach mehr schlecht als recht funktionierende Sperrungen davor aufzubauen. Damals kam immer wieder das Argument auf, dass das Löschen nicht funktioniere, wenn die Inhalte auf Servern im Ausland lägen. In rund 95 Prozent der Fälle, in denen Inhalte zu Recht gemeldet wurden, konnte die Löschung erwirkt werden. Und das funktioniert nicht nur bei dem in quasi allen Regionen geächteten Missbrauch von Kindern, sondern sogar bei den verfassungsfeindlichen Inhalten, die in vielen Ländern durch eine weitergehende Auffassung der Redefreiheit kaum zu beanstanden wären.
Siehe auch: BKA: Junge Nutzer teilten aus Spaß Kinderpornos - das hat Folgen
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