Vor allem Kinderpornos: Hacker schaltet ein Fünftel des Dark Web aus

Internet, Sperre, Schere
Das so genannte Dark Web ist ein recht schwammiger Begriff, da unter diesem Begriff die dunklen Ecken des Internets zusammengefasst werden und nicht alle Berichte tatsächlich den Nagel auf den Kopf treffen. In einer bestimmten Definition lässt sich das Dark Web aber gut eingrenzen und gegen diese ist nun ein schwerer Schlag gelungen.

Gruppe oder einzelner Hacker

Verantwortlich für diesen Angriff waren allerdings nicht die Polizei oder sonstige Ermittlungsbehörden, sondern eine Gruppe von Hackern, die Anonymous nahestehen soll. Davon sprachen jedenfalls die ersten Berichte, mittlerweile zeichnet sich ab, dass die Attacke von einer Einzelperson durchgeführt worden ist, wie Motherboard berichtet.

Im Mittelpunkt steht Freedom Hosting II (FH2), das ist ein Tor-basierter Hoster, der für etwa 20 Prozent der auf diese Weise versteckten Seiten die Server zur Verfügung stellt. Die Sympathien für das Opfer der Hacker werden sich aktuell aber zweifellos in Grenzen halten, denn laut Aussage des Angreifers war etwa die Hälfte aller Inhalte der kinderpornografischen Sorte.

Im Gespräch mit Motherboard sagte der Angreifer, dass die Vielzahl an Missbrauchsinhalten auch der Grund für den Angriff war: "Eigentlich wollte ich FH2 nicht vom Netz nehmen, sondern mich da nur umsehen." Dann aber entdeckte er die Kinderpornographie-Seiten, die auch wesentlich mehr Speicherplatz belegten als der Hoster seinen Nutzern eigentlich zugesteht. Das wiederum deute darauf hin, dass der Hoster dafür Geld nahm und die Admins davon wussten, so der Angreifer.

Der Hacker teilte mit, dass er die System-Dateien als Auszug (Dump), aber keine Nutzerdaten veröffentlicht hat. Grund dafür ist das besagte sensible Material. Details habe er aber einem Sicherheitsforscher übergeben, dieser wiederum soll alles an Behörden weiterreichen.

Ob der Hacker bei dieser Art der Selbstjustiz den Ermittlern einen Gefallen getan hat, ist fraglich: Denn das FBI soll Berichten zufolge spezielle Tracking-Malware entwickelt haben, die auch Tor-geschütze IP-Adressen aufspüren soll. Der aktuelle Angriff hat zwar offenbar die Seiten ausgeschaltet, wahrscheinlich hat er aber gleichzeitig auch das Aufspüren der Hintermänner erschwert. Internet, Netzwerk, Kabel, Sperre, Ethernet, Schere Internet, Netzwerk, Kabel, Sperre, Ethernet, Schere
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