Bayern so: Kinderporno-Forensik können auch Minijobber in Heimarbeit

Es gibt Fälle, in denen die berühmte bayerische Hemdsärmlichkeit schlicht nicht angebracht ist. Das ist beispielsweise der Fall, wenn jemand auf die Idee kommt, Kinderpornographie könnte auch problemlos von Minijobbern in Heimarbeit für die ... mehr... Internet, Sperre, Schere Polizei, Kinderpornographie, Fahndung Polizei, Kinderpornographie, Fahndung n/a

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Klingt makaber.
So könnten Personen mit dieser Vorliebe sich als Minijobber gerade daraufhin bewerben, um das Material legal in die Hände zu bekommen und dafür noch bezahlt zu werden.

Daher zieht Bayern dort hoffentlich nach, wenn es in anderen Bundesländern eingeschränkt und abgesicherter ist.
 
@Tical2k: Ich bin froh dass du es so schön geschrieben hast. Ich wollte ähnliches ausdrücken, wäre aber im Minenfeld der zynischen Fettnäpfchen gnadenlos untergegangen. Geschätzte WF-Wertung -18 :>
 
@ElGonzales: Ja, ++. Hat er super geschrieben. Ich hatte nämlich den gleichen Gedankengang, und wäre bestimmt auch unangemessen aufgefallen und vielleicht ausfallend geworden, wenn ich die gleiche Meinung wie Tical2k sie hat, kundtun hätte wollen. Wirklich gut.
 
@Tical2k: Man stelle sich nur vor jemand kommt durch den Minijob "auf den Geschmak". Nicht auszudenken! Mich schüttelt es bei dem Gedanken.
 
Wahnsinn, wie kann man auf den Gedanken kommen, Psychologisch Ungeschulte Menschen auf solches Material loszulassen?

Kann mir nicht vorstellen was ein Mensch braucht, um das langfristig Psychisch unbeschadet mitzumachen, ich würde mich weigern so einen "Job" zu machen.
 
@Kribs: Vor allem gab es ja anscheinend gar keine Überlegungen, wie man diese brisanten Daten schützt. Der Minijobber könnte diese verteilen, ob bewusst oder unbewusst. Und wie funktioniert es eigentlich, wenn einer der Minijobber dann die Polizei vor der Tür stehen hat wegen Besitzes und evtl. (unwissentlichen) Vertriebs von Kinderpornografie? Freispruch, weil es ja sein Job war und die ungenügende Absicherung der Daten nicht sein Fehler? Au weia.
Entweder waren die richtige Idioten am Werk, die von zwölf bis mittag denken können, oder etwas cleverere Idioten, die so einen Kinderpornoring aufbauen wollten.
 
@Kribs: Du meinst psychologische Betreuung, nehme ich an. Psychologische Schulungen dienen dazu den Geschulten beizubringen, Psychologie als Werkzeug einzusetzen, zum Beispiel um Situationen zu deeskalieren oder auch als Waffe in der "Psychologischen Kriegsführung".

Beim KiPo-Sichten* nutzt das nicht viel, weil man nicht mit Menschen arbeitet. Gezielt psychologisch Einfluss auf sich selbst zu nehmen, ist wenig praktikabel.

Diese Leute sollten stattdessen psychologisch betreut werden und die Betreuer sollten mehr als nur psychologisch geschult sein. Weiterhin ist es wichtig, dass dies begleitend statt vorbereitend geschieht. Ein Besuch bei Psychologen vor Jobantritt dient eher der Beurteilung als der Vorbereitung.

Also nicht "vorbereitend psychologisch schulen",
sondern "begleitend psychologisch betreuen" ist hier angesagt.

Laut Artikel sei das wohl auch angedacht gewesen. Kann ich jetzt nicht weiter beurteilen.

Geschult sollten die Angestellten natürlich schon sein, aber nicht psychologisch, sondern forensisch.

(*) Mir ist bewusst, dass sie mehr als das machen, aber der IT-Forensiker hat nun mal üblicherweise kein Opfer-, Täter- oder Zeugenkontakt.
 
@crmsnrzl: Wüsste jetzt keine bessere Ausdrucksmöglichkeit.

Ich setze voraus, das ein forensisch Arbeitender Laie, in diesen Metier, vorher "Geistig gehärtet wurde" damit sie/er mit dem Bildern umgehen kann bzw. sie nicht an sich heranlässt.

Um Forensisch "Arbeiten" zu können, braucht es eine Annäherung an einer Emotional neutralen Betrachtung.
 
@Kribs: Das funktioniert leider so nicht.
Zum einen härtet man nicht ab, sondern stumpft eher ab und der Prozess ist schleichend. Im Vorfeld mal zeigen, was sie erwartet, damit es sie nicht völlig aus heiterem Himmel trifft, ja - aber Training-KiPo-Sessions bevor man tatsächlich arbeitet, sind nicht hilfreicher als gleich arbeiten.
Zum anderen, diese Leute werden sicherlich geschult im Umgang mit dem Material, der Rechtslage, Bewertungs- und Unterscheidungskriterien usw. In dem Rahmen kommen sie mit entsprechenden Material bereits in Kontakt.

Es gibt ja viele ähnlich geartete Berufe. Bei KiPo im speziellen habe ich da auch keinen Einblick, aber grundsätzlich ist es so, dass einige Leute einfach nach der Arbeit abschalten können und bis zum nächsten Dienstantritt auch nicht mehr drüber nachdenken, und solange sie damit arbeiten ist das einfach nur ein "ein Gegenstand". Vergleichbar mit Patienten beim Chirurgen. Solange sie auf dem OP-Tisch liegen ist es einfach nur Fleisch.
Andere Menschen stumpfen eben schlicht ab, was generell kritisch betrachtet wird. Am Chirurgenbeispiel: Wenn er auch nach der OP die Leute immer noch wie einen Haufen Fleisch behandelt ist das kein gutes Zeichen.

Für viele ist so ein Job aber von vornherein nur eine Zwischenstation oder sie gehen daran kaputt. Die Betreuung dient hier auch dazu rechtzeitig die Reißleine zu ziehen.

Wie die Quote von Leuten, die das auf Dauer machen und auch machen wollen, ist, weiß ich nicht, aber ich stelle sie mir recht gering vor.
 
@crmsnrzl: Ja das bekommt wohl jeder anders gebacken oder garnicht.
Mein Cousin ist bei der Kripo und ist dort auch von Mord weg weil ihm das an die Nieren ging.
 
@crmsnrzl: Sehe ich auch so. Lest euch nur mal die Story zu dem Pedo Peter Scully durch, mit was für Material sich die Polizei auseinandersetzten mussten. Einfach nur heftig.
 
@Kribs:
Wir können davon ausgehen, daß ein Drittel oder Viertel der Leute auf Kinder steht.
https://www.ovb-online.de/rosenheim/chiemgau/jedes-vierte-maedchen-durchschnitt-opfer-1323360.html
 
@Lord Laiken: Und das stützt du worauf? Ich seh in dem Link keinen Beleg dafür.
 
@crmsnrzl:
Wenn jedes vierte Mädchen (Dunkelziffer nicht einbezogen) Opfer von sexuellem Mißbrauch ist, muß es ja auch entsprechende Täter geben. Glasklare Logik, warum muß ich das überhaupt erwähnen?
 
@Lord Laiken: Genau. Wir wissen ja, jeder Täter hat genau 1 Opfer.

Logik, soso.

Ach, Moment. Das nehme ich zurück, nach deiner Logik sind es sogar mehr Täter als Opfer.
 
@crmsnrzl:
Da der Mißbrauch sich hauptsächlich in der Familie abspielt, ist davon auszugehen, daß der liebe Onkel sich auf ein Opfer konzentriert. Im übrigen kann man davon ausgehen, daß nicht jeder Kinderfreund zum Täter wird.
 
@Lord Laiken: Wenn du ein bisschen nachdenkst, wirst du deinen Rechenfehler schnell selbst finden. Kleiner Tip: Nicht jeder ist ein Kind (2015 gab es in DE 10,5 Mio Kinder bis 14 Jahre, bei ~82 Millionen Einwohnern), und noch dazu ist ausserdem nicht jedes Kind weiblich.
Wenn also jedes 4. Mädchen Opfer von sexuellem Missbrauch ist, kann schlecht ein Drittel der Bevölkerung Täter sein :)
 
@Lord Laiken: Zu viele Annahmen.

Offiziell Angaben zufolge sind 1-1,5% der männlichen Bevölkerung in Deutschland Täter, aber nur 10% davon sind diagnostisch "pädophil". Der Rest sind "Ersatzhandlungstäter". Auch wenn es das nicht besser macht, ist "auf Kinder stehen" weder die einzige Ursache, noch die Häufigste solcher Taten, im Gegenteil.

Auf 100 männliche Täter kommt in Deutschland 1 Täterin.
Zwei Drittel der Missbrauchsfälle werden nicht von Verwandten begangen.
80% der Opfer von Pädophilen sind Jungen.

Der Missbrauch spielt sich eben entgegen deiner Behauptung nicht hauptsächlich in der Familie ab.

Deine Behauptung ignoriert weiterhin, dass du von der Zahl der weiblichen Opfer nicht auf die Zahl der Männlichen schließen kannst, damit auch nicht auf die Gesamtzahl. Davon wiederum auf die Zahl der Täter zu schließen, ist noch größerer Unfug.

An der Stelle ignorieren wir noch, dass die Zahl der Erwachsen deutlich über der von Kindern liegt, wodurch das alles noch viel vager wird, was deine Behauptung noch haltloser macht.

Wenn du statt unhaltbare Behauptungen aufzustellen, dich mal wirklich damit befassen willst, kannst du hier einen Anfang machen.
http://www.mikado-studie.de/index.php/home.htm
 
@Breaker:
Hab ich auch nicht behauptet :)
 
@crmsnrzl:
Naja, kann mich nur auf das berufen, was in den Medien steht. Das mit den Jungen ist allerdings durchaus glaubhaft; geht man bei uns durch die City, trieft denen hier auch die Schminke vom Gesicht.
 
@Lord Laiken: Du kannst dich auch gern auf Medien berufen (obwohl man bei solchen Sachen besser direkt die Studie sucht, denn Medien drehen sich das gern zurecht für reißerische Titel).

Die gesamte Kritik galt nicht deiner Quelle, sondern richtete sich an deine Schlussfolgerung und wie du zu dieser gelangt bist.
 
@crmsnrzl:
Die Daten der Studie weisen aber nicht darauf hin, daß es weniger sind als von mir angenommen.
 
@Lord Laiken: Deine Annahme basiert auf weiteren Annahmen, die zum Teil in der Studie widerlegt sind, zum Teil rein rechnerisch nicht stimmen können und zum Teil völlig aus der Luft gegriffen sind und damit haltlos sind.

Schon allein die Tatsache, dass 90% der Täter nicht auf "Kinder steht", sondern es sich um Ersatzhandlungen handelt, macht deine Behauptung, 25-33% der Menschen/Erwachsenen "stünden auf Kinder", völlig abwegig.
Wenn du rechtbehalten willst, würde das zwingend bedeuten, Leute die "auf Kinder stehen", haben sich besser unter der Kontrolle und vergreifen sich seltener an Kindern als jene, die nicht drauf stehen.

Deine Behauptung, die meisten Fälle spielen sich innerhalb der Familie ab, wird von der Studie ausdrücklich widersprochen.

Deine Behauptung, die meisten Täter fixieren sich auf ein einzelnes Opfer, wird von der Studie nicht gestützt. Jene, die "auf Kinder stehen" verlieren mit der Zeit das Interesse am Opfer, weil es älter wird.

Ein einzelner Pädophiler kann im laufe seines Lebens Dutzende oder Hunderte Kinder missbrauchen wenn man ihn nicht erwischt und er in günstigen Position ist. Gerade bei Einrichtungen für Kinder, Vereine, Schulen etc. gibt es eine ständige Fluktuation. Jährlich eine neue Kinder.

Ganz zu schweigen davon, dass du völlig willkürlich von der Zahl der Täter auf die Zahl derer, die zwar entsprechende Neigung aufweisen, aber nicht zu Tätern werden, schließt.
 
@crmsnrzl:
Dann stimmt halt etwas nicht mit der Studie. Was sind Ersatzhandlungen und warum sind immer Kinder die Opfer?
 
@Lord Laiken: Deine aus der Luft gegriffenen Behauptungen sind richtig, die Studie ist falsch. Ja, glaub ich sofort.

"warum sind immer Kinder die Opfer?"
1. Sind sie nicht. Aber das Thema war nun mal Kindesmissbrauch und Ersatzhandlungen, die nichts mit Kindesmissbrauch zu tun haben, sind hier irrelevant.
2. Missbrauch von Personen setzt ein gewisses Machtgefälle voraus. Eine Idee, weshalb Kinder in diesem Kontext also zu einer besonders gefährdeten Bevölkerungsschicht zählen?

"Was sind Ersatzhandlungen [...] ?"
Googeln kannst du selber.
 
@crmsnrzl:
Setzt kein "Machtgefälle" voraus. Ein wehrloses Opfer ist zwar "einfacher" aber man könnte auch Frauen nehmen. Natürlich kein guter Jungenersatz. Aber man könnte auch dem stärksten Bullen eine verpassen und fixieren und so weiter...
 
@Lord Laiken: "und fixieren"
Ja ne, fixierte Opfer, kein Machtgefälle, is klar.
Der Täter muss dem Opfer überlegen sein. Sei es physisch, psychologisch oder er hat eine Machtposition inne. Wir reden hier nicht von Mördern, also muss er auf die eine oder andere Ort das Opfer davon abhalten, sonst sitzt er.

"Natürlich kein guter Jungenersatz"
Alter dieses Ding mit der Ersatzhandlung scheint dich echt zu überfordern, oder?
Die Täter vergreifen sich nicht an Mädchen, weil sie nicht an jungen ran kommen, sondern weil sie z.B. nicht mit Erwachsenen umgehen können. Sie trauen sich vielleicht nicht. Andere fühlen sich vielleicht unbedeutend und machtlos und vergreifen sich an Kindern, weil es ihnen das Gefühl von Macht und Kontrolle gibt. Manche gehen aus diesen Grund vielleicht Tiere erschießen, andere Werfen auf Arbeit anderen Steine in der Weg. Hier geht es aber nur um Kindesmissbrauch und deswegen interessieren Letztere nicht.

"Ein wehrloses Opfer ist zwar "einfacher" aber man könnte auch Frauen nehmen."
Ach sag bloß. Als ob das nicht oft genug passiert. Es geht hier aber um Kindesmissbrauch, nicht um Vergewaltigung von Erwachsenen und es geht nicht um Ritzer.
 
@crmsnrzl:
Nachdem das geklärt wäre bleibt ja nur noch die Frage, warum dann laut deiner Studie 80 % der Opfer Jungen sind. Können sich Mädchen besser wehren und stehen somit zu weit oben am Machtgefälle?
 
@Lord Laiken: Ich bin nicht dein Buttler.
 
dann wird es wohl bald sowas vom Jobcenter erzwungene Maßnahmen geben. Au weia
 
"Es gibt Fälle, in denen die berühmte bayerische Hemdsärmlichkeit schlicht nicht angebracht ist."... ersten Satz gelesen und schon kein bock mehr. Was soll die Hetze jetzt gegen Bayern?
 
@xerex.exe: Wo ist das nun Hetze?
Spiegelt deutlich meine eigenen Erfahrungen mit Bayern wieder.
Geht oft lässiger zu, gerade bei IT-Thematiken, was zumindest aus Dienstleistersicht oft zu reibungsloserem Ablauf sorgt und allgemein unkomplizierter (auch in Bezug auf Zugänge, Bereitstellung von Hardware, weniger Bürokratie, usw.) abläuft.

Hat alles immer seine Vor- & Nachteile.
 
@Tical2k: weils direkt wieder auf alle bayern bezogen wird. Schublade lässt grüßen.
 
@xerex.exe: Ist aber doch nichts Negatives. Wir Rheinländer werden ja auch allgemein als Stimmungskanonen bezeichnet.
 
@xerex.exe: Das könnte vielleicht der Neid eines Redakteurs eines Nehmerlandes (von 13) gegenüber der Leistung durch Hemdsärmligkeit eines Geberlandes (von 3) sein?
Nimm es Ihnen nicht allzu übel. Wir gehören zur wirklichen Elite :-)
 
@Candlebox: Wenn ich deinen Kommentar so lese, fallen mir gleich noch ein Paar weitere Gründe ein.
 
@Candlebox: ich bin Sachse und wohne in Bayern... zu was gehöre ich jetzt?
 
"Hier war man auf Stellenanzeigen gestoßen, bei denen der Posten einer Bürokraft für IT-Forensik zu vergeben war."

Könnte ja auch eine Falle sein - einfacher geht es doch nicht Interessierte anzulocken...

Wie war das bei den Simpsons - mit dem gewonnenen Motorboot... Wo sich dann alle "Verbrecher" freiwillig bei Chief Wiggum gemeldet haben...
 
Versaute Welt, Kinderporno IT-Forensik, wäre kein Job für mich, die armen kleinen..
 
omg....äh warum hab ich jetzt das Bild vor Augen wie da dann n Minijobber bei sich zuhause sitzt, das Material sichtet, und sich nebenbei auch noch dran erfreut, d.h. sich einen abwi....? Sorry reines Kopfkino....aber bei manchen Ideen muss man sich echt schon wundern. *kopfschüttel*
 
Würde mich weigern so einen Job zu machen und jeder Richter der bis drei zählen kann (das schließt ein gewisses LG damit aus) würde die Unzumutbarkeit bestätigen. So wie sich der Artikel ließt spielt mal wohl auch mit dem Gedanken 1€-Jober auf das Material loszulassen. Widerlich.
 
Heißt das in Klartext, dass sich jede Pädophile bei der Polizei bewerben kann um auch nach Kinderpornos zu suchen und die Polizei hilft ihnen vielleicht noch dabei?
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