TV-Tipp: "Das Microsoft-Dilemma - Europa als Software-Kolonie"

Das Recherche-Team Investigate Europe hat in monatelanger Arbeit ver­sucht, der Cyber-Attacke mit dem Erpressungstrojaner WannaCry auf den Grund zu gehen. Dabei ging es gar nicht in erster Linie um die Cyber-Attacke selbst, sondern vielmehr um die ... mehr... Microsoft, Redmond, Campus, Headquarter Bildquelle: Getty Images / Microsoft Presse Microsoft, Redmond, Campus, Headquarter Microsoft, Redmond, Campus, Headquarter Getty Images / Microsoft Presse

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Betriebssystem und Anwendersoftware aktuell halten ist gut 90% Schutz. da Microsoft den schwarzen Peter zuschieben ist zu kurz gegriffen. vll schau ich mir diese 45 Minuten an. obwohl aus dem Text alles hervorgeht......
 
@darius_:// Betriebssystem und Anwendersoftware aktuell halten ist gut 90% Schutz ??? //

Nein ! Es ist schlicht und einfach ein Trugschluss, es ist das, was Dir immer wieder sugestiert wird und dich darum aus Bequemlichkeit in Sicherheit wiegt. Es gibt keine Sicherheit solange Du an andere Hersteller oder Dienstleister gebunden bist.Weder Windows noch Linux und andere Systeme sind in der globalen Masse sicher. Es bleibt nur die Möglichkeit sich das kleinere ° Uebel ° zu wählen um nicht im Massensturm unter zu gehen.
Ich denke das die Zusammenarbeit von Microsoft und Intel noch ganz andere Hintertürchen offen hält, warten wir es ab.
 
Ich weiß schon jetzt, daß der Bericht EXTREM tendenziös sein wird!
Wenn denn Microsoft SOOO böse ist, weshalb schafft man es dann in keinem Land dieser Welt und auch nicht gemeinsam, dem etwas entgegenzusetzen? Ich meine damit keine Repressalien jeglicher Art, sondern einfach ein Softwarepaket, das besser, billiger, schneller, einfacher ist ...
Was für ein Armutszeugnis der "gesammelten restlichen Welt" im Vergleich mit einem dagegen ja quasi einen Fliegenschiß darstellenden Microsoft ...
 
@ciesla: Es ist halt einfacher, nen bequemen Buhmann zu haben, den man bei Bedarf aus dem Schrank holt und medienwirksam abwatscht. Damit kann man wunderbar die eigene Unfähigkeit kaschieren.
Man muß nicht alles gut finden, was Microsoft macht und getan hat, aber dieses Unternehmen hat sich ja nicht so lange am Markt behauptet, weil es kriminelle Machenschaften nutzt. Die Produkte sind einfach einfach, verständlich, sie funktionieren (na ja, nicht immer) und die Nutzer finden sie mehr oder weniger gut. Open Source und Linux ist vielen einfach zu frickelig und erfordert eine höhere Investition an Lebenszeit bis zum vollen Verständnis, als die meisten Normalnutzer bereit sind mit einem (mittlerweile) Alltagsgegenstand zu verschwenden. Die wollen anschalten, im Bedarfsfall ein neues Programm mit einfachem Doppelklick installieren und dann nutzen, fertich. Ich hab auf meinem Rechner selber noch Linux als Notfallsystem drauf, aber solange im Bereich freier Software nicht das Nutzungserlebnis rum kommt, wie bei Microsoft (oder von mir aus in einigen Fällen Apple), kann ich verstehen, daß die Leute da einen großen Bogen drum machen. Was das angeht, sollten die ehrenwerten Programmierer sich einfach mal in die Lage von Omma Inge und Onkel Heinz aus der Kaputtensiedlung versetzen, die einfach nichtso viel technisches Verständnis haben, um selbst mit einem verhältnismäßig komfortablen Linux Mint zurechtzukommen.
 
@Asathor: also dein Kommentar ist ein bisschen abenteuerlich... Vollständiges Verständnis von Windows und Co. erlangen nur Systemadministratoren und - VIELLEICHT - Software Entwickler (wobei auch ich mich da bei weitem nicht vollends auskenne) und selbst Systemadministratoren kennen sich in Linux oft nur durchschnittlich aus.

Ich nutze ubuntu (desktop und server in LTS16.04) auf Laptop und Server und würde ubuntu Desktop auch auf dem PC nutzen - aber darunter laufen nicht alle Anwendungen (Adobe-Programme zum Beispiel) und auch Spiele laufen eher schlecht als recht.

Vom Nutzererlebnis bin ICH mit ubuntu zufrieden; man kann (bei meinen Anforderungen bislang fast immer) auch mit der GUI ans Ziel kommen - aber mit Terminal-Befehlen geht es oftmals sehr viel schneller.

Was du bei dem Satz "[...]sollten sich die ehrenwerten Programmierer[...]" vergisst, ist, dass nicht alle dafür bezahlt werden. Und jene, die es nicht werden, haben auch 0 Interesse daran, dass Oma Inge und Onkel Heinz Linux nutzen. Außerdem arbeitet sicher weder Oma Inge noch Onkel Heinz beim Geheimdienst - die müssten sowohl das Wissen als auch das Interesse haben etwas eigenes zu nutzen. Dem scheint aber nicht so - da sage ich nur: selbst Schuld.

Open-Source bedeutet leider häufig kostenlos - und wenn ich etwas kostenlos mache, mache ich es so gut ich kann und will und wenns wem nicht passt, interessiert es mich nicht (zumindest nicht unbedingt). Und dass Microsoft mit "WINTEL" ganz sicher auch "kriminelle Machenschaften" ausgeübt hat, dürfte kaum neu sein. Natürlich ist Windows so verbreitet - die Leute haben dafür früher bezahlt weil es eben Vorteile bot und die Einstellung von Microsoft gegenüber den Kunden (vor allem den Business-Kunden und -Firmen) eben nicht diese kostenlose Gleichgültigkeit war, sondern das Angebot es ggf. mittels Feedback usw. besser zu machen.

Hinzu kommen dann auch SLAs (Service Level Agreements), die Privatpersonen bzw. sogar Organisationen nicht einfach so leisten können - weil die Nichterfüllung der SLAs die entsprechende Firma in den Ruin treiben könnte. Solch eine Garantie können halt nur die großen Firmen geben - und die sind finanziell flexibel weil ihre Dienste nicht kostenlos sind. Dafür sind sie zumeist auch verlässlicher (was Support angeht).
 
@Asathor: Man ist doch mit dem Flatpak auf dem besten Weg dahin. Mint benutze ich auch auf meinem Media-PC. Filme gucken Emulatoren spielen kein Problem. Wozu eine Win-Lizens verschwenden?
 
@Asathor: man kann sich aber auch dir Frage stellen, wieso es so ist, dass Konkurrenz es so schwer hat. Und da liegt es entscheidend am Support durch Software und Hardware Anbieter liegt. Es gibt keine Treiber vom Anbieter, dann wird es für exotische Hardware frickelig. Gleiches gilt für Anbieter sogenannter Standardsoftware wie Adobe.

Bei Office gibt es das Problem mit der Unterstützung des Dateiformats, das ja nicht vollständig offen gelegt ist.

Diese beiden Punkte sind es, die es so schwierig für viele machen, umzusteigen, und weniger der Punkt, das Produkte von Microsoft so beliebt wären. Man hat ja gesehen, was mit MS Produkten ist, die diesen massiven Vorteil nicht haben, im Mobil-Sektor. Ich habe mit MS meine Frieden gemacht, da ich es beruflich nutzen muss. Aber wann immer möglich, suche ich Alternativen, und oft finde ich welche, die besser sind, solange sie nicht unter einem der beiden genannten Punkte leiden.
 
Wer OpenSource Software nicht auf dem neuesten Stand hält, ist ebenso gefährdet.
Hier hat man Jahrelang verschlafen auf aktuelle Software zu aktualisieren
Im OpenSource Bereich müsste man aber erst JEDES update im Sourcecode überprüfen, denn dort könnte jeder Programmierer etwas unterjubeln. Zugegeben das ist nicht einfach, aber wer garantiert die Backdoor Freiheit jedes mal erneut?

Die Öffentlichen Einrichtungen kommen damit möglicherweise vom Regen in die Traufe.

Um Open Source wirklich sicher zu machen, müsste der BSI entweder alles erst prüfen, oder eine eigene zertifizierte Linux Distribution sammt aller verwendeten OpenSource Anwendungen herausbringen.
 
@Ajedv: Man merkt daß du nicht weißt wie Softwareänderungen bei Open Source Software ab einer gewissen Komplexität mit mehreren Entwicklern funktioniert. Da wird JEDES Update im Sourcecode überprüft.

Da kann nicht einfach jeder Programmierer eine Änderung einbauen. Sondern er muß den Änderungswunsch bereitstellen, danach müssen je nach Versionierungssystem mindestens ein oder zwei Maintainer den Code reviewen und der Änderung zustimmen und entsprechende Flags vergeben. Erst dann kann die Änderung im Code landen.

Natürlich wäre es trotzdem möglich Schadsoftware einzuschleusen, ggf. in sehr vielen unauffälligen Einzelschritten. In der Hoffnung daß niemandem auffällt was das in Kombination ergibt. Aber nicht so daß einer einfach was einbaut und es nur auffallen würde wenn da zufällig einer nachschaut. Auf jede Änderung muß normalerweise mindestens ein Verantwortlicher außer dem Programmierer drauf schauen bevor sie ins Projekt einfließen kann.

Vermutlich läuft das bei Closed Source Projekten intern genauso, aber da kann das halt keiner von außerhalb kontrollieren.
 
@Harald.L: Es geht nicht darum, Schadsoftware einzuschleusen, sondern Sicherheitslücken zu übersehen. Und das passiert bei OSS genauso wie bei Closed Source. Auch die Abläufe sind bei Closed Source nicht anders als bei Open Source.

Beide Modelle haben ihre Vor- und Nachteile. Und im kommerziellen Umfeld kommt OSS auch nicht ohne ein Unternehmen dahinter aus. Denn z.B. als Regierungsorganisation muss ich mich darauf verlassen können, dass ich im Fall der Fälle Support erhalte. Das ist bei OSS keine Selbstverständlichkeit, wenn kein Unternehmen dahinter steht.
 
@Harald.L: Viel größer finde ich die gefahr bei Open Source eher weniger das da wer etwas einbaut sondern das der Code offen ist und Hacker somit perfekte Testumstände haben.
 
@Clawhammer: das können die Hacker auch bei Closed-Source-Systemen (siehe Cracks von Spielen, Programmen usw. - oder meinst du da gibt es den Source Code zum Einsehen? ich denke nicht).

Der Vorteil bei Open-Source-Software ist, dass sich derjenige, der sie nutzt, auch ansehen (lassen) kann, um potentielle Sicherheitslücken zu finden und zu beheben. Außerdem ist Struktur, Ablauf usw. einsehbar - d.h. man kann Fehlerquellen ausschließen usw. was das ganze "Fehlerfinden" einfacher macht.

Wenn man aber nur blind OSS herunterlädt und nutzt, ist man mit ihr potentiell nicht unbedingt sicherer. Man hat aber mehr Möglichkeiten - z.B. die eigens eingesetzte Fassung weiter zu entwickeln oder anzupassen. Was macht man hingegen mit Windows 7, welches Microsoft sterben lässt, obwohl viele mit Windows 10 nicht warm werden? Da hat man keinen Quellcode und wird früher oder später komplett schutzlos darstehen. Das wird bei Linux nur der Fall sein wenn man sich nicht auskennt bzw. als Firma die eigene Distro nicht weiterentwickelt oder weiterentwickeln lässt.
 
@Harald.L: Als ob das im Falle Microsoft so anders läuft da wird auch nicht Ken oder Barby einfach so ohne Kontrolle etwas einbauen.
Man muss hier glaube ich unterscheiden je Komplexer etwas wird und Microsoft Software ist extrem Komplex da man ein Maximum an Kompatibilität will wird es auch entsprechend Komplex.
Linux stellt diesen Anspruch nicht und will ja auch gar kein System für die Masse sein ansonsten würde man es Massen tauglicher machen.
Man darf halt nicht vergessen Benutzerfreundlichkeit bedeutet auch mehr code und da schafft man sich ungewollt Fehler die zur Hintertür werden können.
 
So ein ausgemachter Blödsinn. Gäbe es ein deutsches OS, würde das etwa nicht angegriffen? Wäre open source weiter verbreitet, würden diese Systeme nicht angegriffen?

Und zum Vergaberecht: Was bitteschön soll es denn zu vergeben geben? ReactOS?
 
@Zumsl:
Ist das so schwer zu verstehen? Hier wird das Quasi-Monopol angesprochen, und wie leicht es das für Angreifer macht.
 
@Freudian: Wenigstens einer der kapiert hat um was es im Artikel geht. ^^
 
@moribund: Wenigstens zwei, die es kapiert haben ;)
 
@Themis: nur weil man ggf. anderer Meinung ist, heißt es nicht, dass man den Kern des Artikels nicht begriffen hat. Man kann das Quasi-Monopol ja ruhig ansprechen - aber es gibt nicht so viele Alternativen und vermutlich noch weniger jene, die "sicher" und trotzdem "flexibel" genug sind.
 
@divStar: Die "Meinung", die er hat zeigt aber, dass er es nicht verstanden hat weil es nicht um das ob sondern um das warum und das wie geht.
 
@Freudian: Natürlich hat MS eine Monopolstellung. Aber das ist imho nicht der springende Punkt, auch wenn hier die Autoren gleich Schnappatmung kriegen. Das 'Probelm' (ich sehe es eher als Tatsche, mit der man halt umgehen muss) ist vernetzten Systemen nun mal immanent. Ob es jetzt ein, zwei oder auch fünf Systeme gibt, würde die Situation nur marginal verändern.

Zumal die Ressourcen der Virenforscher dann auf die entsprechende Anzahl an Systemen verteilt werden müssten. Dann gibt's besser und schlechter versorgte Systeme und zack, haste die Migration zum am besten bedienten System und landest wieder dort, wo wir eben sind. Schau dir doch nur mal die letzten 10 Jahre Geschichte der Mobil-OS an. Es gab auch mal Symbian oder Blackberry, und das ist gar nicht mal allzu lange her.
 
@Freudian: Der weit größere Blödsinn ist das Open Source sicherer ist durch die für jeden freie Zugänglichkeit des Codes ist es auch leichter anzugreifen.
Bei Microsoft oder Apple müsste man erst einmal viele Jahre aufwenden um in die Position zu kommen den Kompletten Code einsehen zu dürfen.
Es wäre bestimmt möglich anders da dran zu kommen aber entsprechende Mitarbeiter sind bestimmt sehr gut bezahlt um Bestechlichkeit vorzubeugen.
Es ist halt ein Unterschied ob jemand 0 oder 200000 Dollar plus sonstigen Boni z.B. Aktien wer wird wohl eher Schädlichen Code einschleusen.
Man darf nicht vergessen Idealismus bezahlt keine Rechnung genau sowenig wie Patriotismus.
 
@Freddy2712: was für eine Milchmädchenlogik :D ....
 
Lustig zu sehen wie hier sofort automatisch der Beissreflex der "üblichen Verdächtigen" einsetzt, anstatt erstmal zu verstehen um was es in dem Text überhaupt geht... ^^

Leute, der Text ist KEINE Kritik an MS, oder - wie z.B. ciesla schreibt - dass "Microsoft SOOO böse ist".
MS kann ja nichts dafür, dass es keine Alternativen gibt.
Aber das ist gar nicht der Punkt!

Es geht um die generell Software-Monokultur, die sowas ermöglicht (egal von welchem Hersteller).
Ein deutsches System mag - wie Zumsl schreibt - auch angegriffen werden, aber wenn es nicht "ein System" sondern viele Systeme geben würde,sehe die Sache anders aus.
Es gibt nunmal keine Alternativen - und das ist ein Nachteil!
 
@moribund: Ich glaube nicht das es NUR an dem Monopol liegt. Sicher vereinfacht es die Sache weil jeder Windows zu Hause hat und sich damit auskennt. Aber auch die angesprochenen Stellen, Geheimdienste, öffentliche Stellen, Forschungseinrichtungen etc. sind ja schon von sich aus bevorzugte Ziele für Angriffe.

Klar, wenn ich meinen privaten Rechner mit einem OS laufen lassen würde das so bei 5% liegt oder so, dann sind meine Chancen höher. Aber privat werde ich halt auch nicht unbedingt gezielt angegriffen, was bei gewissen Organisationen dann halt doch der Fall sein dürfte. Wer gezielt nach einer Lücke sucht wird auch fündig werden.

Ich bin mir nicht unbedingt sicher dass das herauslösen aus der Monokultur unbedingt viel verbessern würde.
 
@Tomarr: Eben, es lässt sich daraus kein kausaler Zusammenhang herstellen. Wichtige Systeme werden angegriffen. Und egal, welches man wählt, zusammenhängende Infrastrukturen werden immer auf einem System aufgebaut sein und damit als ganzes angreifbar sein. Und wenn eine bestimmtes System besonders 'leidet', migrieren dann ganze Volkswirtschaften flugs zur Konkurrenz?

Naja, mal sehen, vlt. bietet die Sendung ja was Substantielles zum Thema.
 
@Tomarr: Klar, komplexe Probleme haben NIE eine einzige Ursache (z.b. auch mangelnde Transparenz wird ja im Artikel erwähnt), aber ich denke die Monokultur, die ja schon seit Jahrzehnten kritisiert wird, ist schon auch ein wichtiger Faktor.
Daher denke ich schon, dass das Herauslösen aus der Monokultur einiges verbessern würde.
Mal sehen was diese Doku dazu sagt. ^^
 
@moribund: Das stimmt, eine Monokultur birgt immer Risiken. Allerdings bringt auch eine Kultur vieler verschiedener Systeme Nachteile mit sich. So werden z.B. Entwicklungsaufwände vervielfacht und in den meisten Fällen leidet die Interoperabilität.

Eine gute Lösung läge wohl irgendwo in der Mitte, auch wenn ich keine Idee habe, wie die wohl aussähe. Man müsste wohl verbindliche Standards etablieren, aber wie gut so was funktioniert, sieht man ja an allen Ecken und Enden.. :/
 
@HeadCrash: Stimmt, eine perfekte Lösung gibt es wohl nicht. ^^
Ich sehe das genauso wie du: Standards und Normen, die alle respektieren wäre ideal, scheitert aber oft an der Realität.
 
@moribund: "MS kann ja nichts dafür, dass es keine Alternativen gibt." Microsoft hat eine fleißige Gruppe an Lobbyisten
 
Ich warte mal die Reportage ab, um zu sehen, wie das Fazit und die Art der Berichterstattung sind. Zwischen den Zeilen der Beschreibungen, die ja in verschiedenen Varianten gerade durch das Netz geistern, zeichnet sich vorläufig das Fazit ab, dass es mit Open Source dieses Dilemma nicht gäbe. Ich hoffe, dass das nicht die Kernaussage des Beitrags wird, denn Dinge wie Heartbleed haben ja nun mehr als deutlich gezeigt, dass alleine die Möglichkeit der Inspektion des Codes überhaupt keine Sicherheit bringt. Es müssten auch vertrauenswürdige Organisationen mit der notwendigen Expertise sämtlichen Code und alle einfließenden Änderungen permanent überprüfen. Und damit meine ich garantiert nicht so etwas wie das BSI, das sich schon so viele Fauxpas geleistet hat, dass man sie in vielen Bereichen nicht wirklich für voll nehmen kann.
 
Monopol ist immer zum Nachteil der User, im Computerbereich hat halt Microsoft das eine Monopol....die Antiviren Hersteller das andere...jeder versucht seine Vorteile für sich zu nutzen....
Teilweise wurde ja auch schon bewiesen..das von Antivren-Hersteller die Software Nutzlos ist..Panikmache von deren Seite um die Verkäufe von Antiviren Software zu beschleunigen...

Alternativen gibt es ja..nur Benutzt sie keiner...

Man könnte ja umsteigen auf Unix/Linux..aber wollen die meisten ja nicht...weil die meisten ja eh nur auf ihren Maschinen daddeln wollen...und den Rest interessiert die nicht...

naja es wurde schon viel Geschrieben..geändert hat sich Trotzdem nichts
 
@Computerfreak-007: wieso auch? Ich war noch nie von irgendeinem Wurm oder Virus betroffen (ich hatte mal kleinere unbedeutende Malwares - aber die habe ich mit Tools entfernt).

Das Ding ist halt, dass selten jemand aus Idealismus heraus etwas Benutzerunfreundlicheres bzw. Langsameres oder Unschöneres nutzt nur, um damit dem Rest zu trotzen.

Ich habe auf meinem Laptop und meinem Server Ubuntu (Desktop/Server) 16.04 LTS und bin sehr zufrieden. Auf meinem Hauptrechner ist aber immer noch Windows 10 installiert - einfach weil ich auch zocke und Adobe-Programme nutze (vor allem für Photoshop gibt es keine freie Alternativen - GIMP ist keine; die Alternative für Illustrator ist mit InkScape sehr gewöhnungsbedürftig usw.). Und Linux mit Windows in einer VM mit PCIe-Passthrough ist noch zu kompliziert, wäre aber vermutlich die ideale Lösung (vor allem wenn das Videosignal an den Primärmonitor ausgegeben werden könnte).

Am Ende bleibt das halt vorläufig so - warum auch nicht? Wenn irgendwann die Sicherheit wichtiger wird als Spiele zocken zu können, wird Linux genutzt bzw. separater Rechner für alles außer Spiele gekauft und mit Linux betrieben.
 
Für staatliche Organe und Behörden ist der Einsatz von Windows 10 nicht einfach, wie soll man garantieren, dass der deutsche und europäische Datenschutz eingehalten wird, wenn man gar nicht belegen kann, welche Daten von Windows 10 gesammelt werden.
 
Klingt sehr einseitig das ganze dennoch ich werde mir das mal anschauen.
Die reine Schuld bei Microsoft zu suchen halte ich für Falsch man wird eine Mitschuld haben bestimmt aber eigentlich sind doch die Schuldigen die Verantwortlichen die auch nach dem 8. April 2014 weiter an XP Festgehalten haben.
Natürlich kostet es Geld Systeme und Equipment zu Aktualisieren bzw. Kompatibel zu machen man darf aber nicht vergessen wir Leben nicht mehr in 1990 wo es egal Heute hat jedes Kind Internet Zugang.
Früher bedurfte es Physischen Zugang um Schadsoftware einzusetzen nebenbei war ein gewisses Mass an Fachwissen unumgänglich Heute kann das eigentlich jeder von zu Hause und brauch nicht wirklich mehr wissen als wie die Kiste angeht.
Die Funktionäre die freiwillig nicht 1 Euro für notwendige Aktualisierungen rausrücken sind die Schuldigen genauso wie die Admins die das Hinnehmen.
Die Hersteller sind genau so schuld die ihre Geräte oder Software nicht per Update Kompatibel zu Version XY machen und wenn man nur gegen Bezahlung wobei das Selbstverständlich sein sollte.
Manch von WannaCry betroffener Rechner hatte nicht einmal das SP2 um die Funktion von irgendetwas zu erhalten weil keine Updates gab.
Open Source als die Lösung für alles sehe ich nicht ich sehe hier enormes Gefahren Potential da der Code jederzeit von jedem frei einsehbar ist.
Wobei eigentlich auch die Gesellschaft schuld ist wieso muss denn jeder Toaster ins Internet es gibt halt Geräte die haben einfach abgetrennt von allem zu laufen damit genau das nicht eintreten kann was wannaCry vorgeführt hat.
Natürlich macht es irgendwie sinn wenn man über das Internet ein AKW Steuern kann als Notfall Lösung um schlimmeres zu verhindern aber wie gesagt manchmal ist ein Offline Arbeitsplatz sinnvoller.
 
Kling wieder ein wenig nach Propaganda-Doku der ÖR.

Was wäre die Alternative? 3.000 verschiedene Betriebssysteme? Und jeder Nutzer will natürlich jedes Programm auf sein Nischensystem portiert haben und natürlich 10 Jahre Support.

Jeder der ehrlich ist muss einfach zugeben, dass ein Betriebssystem am effizientesten ist.

Am Ende würde es auch für Linux etwas geben, oder wenn Behörden ein extra System hätten, gäbe es auch irgendwann eine entdeckte Schwachstelle und ein Schadprogramm.
Alles ist angreifbar.
 
@andi1983: Die Alternative wären offene Standards. Damit wäre Interoperabilität gegeben. Interoperabilität hilft gegen Monokultur. Monokultur ist Gift für IT-Sicherheit.
 
Antwort: Alle Spuren führen zu Microsoft und zu eben jener Abhängigkeit: "Sie macht angreifbar für Hacker und Spione, verstößt gegen das europäische Vergaberecht, blockiert den technischen Fortschritt und kommt Europa teuer zu stehen."

ENDLICH spricht das mal jemand aus: MS ist ein Moloch, der gar kein Interesse daran hat, seine Software "sicher" zu gestalten - und ja, man ist abhängig davon, weil es nichts anderes gibt - und kommt mir jetzt keiner mit Linux oder "man muß es ja ned verwenden".
Die Abhängigkeit ist gegeben - ob wir wollen oder nicht.
 
@Zonediver: du würdest auch nicht höher springen als du musst wenn du weißt, dass du es dir erlauben kannst. Warum soll Microsoft in Sicherheit investieren wenn sie es nicht müssen WEIL es auf dem Markt so leer aussieht? Da wird man sie kaum dazu zwingen können.

Und ja: sowohl Linux als auch "du musst es nicht verwenden" sind valide Antworten, die so auch einer Behörde gegeben werden können bzw. die Behörden so etwas von Microsoft wohl auch zu hören bekommen. München hat es versucht aber scheinbar waren die Mitarbeiter (Fläche und IT) so derart unfähig und unwillens bzw. die Lobby dort so stark, dass man es nun zurückgerollt hat.
 
@Zonediver: Quark, das wird schon jahrelang thematisiert. Es gab schließlich sogar schon Prozesse dazu vor ewigen Jahren.
Der Witz ist, dass mittlerweile Microsoft eben gar nicht mehr so mächtig ist, wie sie es mal waren. In den 90er Jahren, vor der Zeit der Smartphones, Tablets und anderer Geräte, war Microsoft mächtig, hatte ein riesiges Monopol.
Heute gibt es ganz andere Kandidaten, die da gefährlich sind. Nur auf dem PC Desktop hat man doch noch eine Marktposition, die man nur gegen Apple verteidigen muss. Allerdings ist der PC Desktop heute in vielen Märkten gar nicht mehr so relevant. Insofern muss MS schon etwas tun, um ihre Plattform sicher zu machen. Ansonsten rennen die Kunden nämlich zu Apple oder Google.
 
wie toll so ein Umstieg läuft hat man ja in München gesehen. 10 jahre planung und Umsetzung, Millionen Euro Steuergelder verschwendet und drei Jahre nach verwendung wird aufgrund von problemen und nutzerfeedback der stecker gezogen...

und meine Glaskugel sagt mir wenn die ganze Sache andersrum wäre und linux hätte sich durchgesetzt und windows würde ein nieschen darsein führen würden wir seit Jahren die selbe Diskussion führen wie heute nur das linux das böse wäre und Windows der Heilbringer.

Die Welt schimpft ja nicht umsonst gegen Apple, Microsoft, Amazon, Facebook, Google und co. Macht oder nennen wir sie mal Marktbeherrschung/Monopole führen bei vielen Menschen unweigerlich zu Angst und es liegt in der Natur nur das schlechte zu sehen in solchen Situationen. Und wo lassen sich schöner Schauer Märchen drüber erzählen als Firmen die eh in aller Munde sind und in der heutigen digitalen Zeit aufgrund ihrer Position verachtet werden.
 
@lurchie: "wie toll so ein Umstieg läuft hat man ja in München gesehen. 10 jahre planung und Umsetzung, Millionen Euro Steuergelder verschwendet und drei Jahre nach verwendung wird aufgrund von problemen und nutzerfeedback der stecker gezogen..."

So wie du das beschreibst, hast du es offensichtlich nicht gesehen.
 
@lurchie: Komischerweise wurde Limux erst dann abgesägt, als derjenige Oberbürgermeister wurde, der zuvor den Umzug von Microsoftsdeutschlandzentrale nach München eingefädelt hat. Man muss schon verdammt naiv sein, um daran zu glauben, dass das alles mit rechten Dingen zuging.
 
Direkt bei der ersten Programmankündigung, hatte ich die leise Ahnung, dass auch der heise Verlag seine Finger bei diesem "Bericht" mit drin haben könnte.

Sorry c't aber das ist mir einfach zu billig. Man kennt ja eure Meinung zu Microsoft. Ja, sie sind groß und haben in gewissen Bereichen historisch bedingt noch(!) ein marktbeherrschende Stellung. Aber auf anderen Gebieten entstehen gerade (oder sind schon entstanden) andere Monopole, die dem Endanwender erheblich mehr Schaden bringen könnten. Das "gute" Google mit seiner beherrschenden Position im Mobile Sektor und absolute Macht bei den Suchmaschinen. Um die Marktmacht von Amazon weiß jeder ... aber heise muss mal wieder Microsoft an den Pranger stellen und ignoriert gänzlich andere schlechte Entwicklungen in der IT-Welt.

Aber dafür schreibt ihr ja Werbeartikelchen in eurer Jubeljournaille Mac&i wie und warum es besser und so toll ist, von Windows auf Apple zu wechseln... echt super!

Der TV Bericht ist wahrscheinlich nur ein weiterer Beweis dafür, dass der heise-Verlag unter dem Deckmantel eines seriösen Journalismus Meinung und Stimmung gegen Techniken und Firmen zu macht, die nicht in ihr Weltbild passen wollen.
 
Das ist mal wieder ein klassischer Winfuture-Kommentarbereich: Eine Handvoll begreift, worum es überhaupt geht, der Rest schwebt irgendwo zwischen "Es kann nicht sein, was nicht sein darf" und dem völligen Unvermögen, das Problem überhaupt zu erkennen und verstehen.
 
Ich schaue mir mal den Beitrag an, erst dann kann ich mir auch eine Meinung bilden ;-)
 
Die Vorberichterstattung und das Interview heute bei RadioEins suggerieren, dass das ein fachlich sehr fragwürdiger Bericht werden wird (O-Ton "Betriebssystem 'Microsoft'"). Vielleicht ist das aber auch gerade gut, so wird vielleicht weniger Nerd-Sprache gesprochen und es wird mehr auf die politischen Gründe der ewigen Entscheidung für Microsoft-Produkte eingegangen. Ich meine, man kann sich ja mal beide Meinungen anhören. Auf jeden Fall werde ich mir die Reportage morgen aus der Mediathek holen (wenn verfügbar) und anschauen.
 
Oh mein Gott der "Bericht" ist so schlecht...
 
@gordon2001: Naja, es wurden ein paar richtige Punkte angesprochen, aber es wurde auch unglaublich einseitig berichtet und viele Dinge wurden einfach weggelassen. So wurde z.B. immer von den Einsparungen bei Lizenzen gesprochen, ohne aber auch nur einmal die Zusatzaufwände im Bereich der Schulung, Entwicklung von Speziallösungen oder Datenmigrationen zu erwähnen. Es wurde galant unter den Tisch fallen gelassen, dass die Snowden-Dokumente zwar viele Verweise auf Microsoft-Software enthielten, gleichzeitig aber auch bewiesen, dass jedes andere System ebenso angreifbar ist.

Natürlich lassen sich viele Probleme "verstecken", wenn man die Welt nur auf Office-Software reduziert, wobei ich es besonders spannend fand, dass immer von offenen Standards bei der Speicherung von Dokumenten gesprochen, aber nie erwähnt wurde, dass OpenXML ebenfalls ein offener Standard ist.

Der Bericht wird jetzt vermutlich für ein paar kleinere Diskussionen sorgen und dann wieder im Nichts verschwinden.
Kommentar abgeben Netiquette beachten!
Einloggen

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles