Angeguckt - Star Trek: Discovery startet Reise in die Mittelmäßigkeit
Seit gestern kann die Rückkehr von Star Trek ins Fernsehen auf Netflix angesehen werden. Wir sind auch auf die Reise in den Weltraum gegangen und verraten, ob sich diese gelohnt hat und ob die Discovery neue Fernsehwelten entdecken kann, oder ob die Serie eine Bruchlandung hinlegt (Warnung: kleinere Spoiler sind an Bord).
Das ist nur eine von gleich mehreren eigenwilligen und auch merkwürdigen Entscheidungen der Serienmacher. Denn recht schnell wird dem Seher klar, dass Star Trek: Discovery vieles oder vielleicht sogar alles anders machen will. Das ist grundsätzlich verständlich, denn man muss das Franchise in die Neuzeit holen, ob das den Traditionalisten gefällt oder nicht.
Denn man kann das klassische Konzept von Kirk, Picard und Co. nicht einfach so aufwärmen, zu sehr haben sich unsere Sehgewohnheiten verändert. Dramaturgie, Optik, Effekte und vieles mehr: All das musste man berücksichtigen. Das Wie ist freilich eine andere Frage, so ist das Nicht-Auftauchen der Discovery in den ersten beiden Folgen verwirrend und unverständlich. Man erwartet, dass diese wenigstens am Ende der zweiten Folge zu sehen ist. Tut sie aber nicht, was nicht die Spannung fördert, sondern einen ziemlich unbefriedigt zurücklässt.
Oder guttun sollte: Denn viele haben im Vorfeld Bedenken an den schauspielerischen Qualitäten der aus The Walking Dead bekannten Martin-Green angemeldet. Und in der Tat ist ihre Leistung eher mäßig und etwas hölzern, was allerdings auch daran liegen kann, dass Martin-Green eine bei den Vulkaniern aufgewachsene Figur spielt.
Wir wollen allerdings mit einem finalen Urteil zur Leistung von Sonequa Martin-Green noch gerne warten, denn es ist nicht auszuschließen, dass sich diese noch "warmspielen" wird, die Hauptrolle in einer TV-Legende zu übernehmen ist sicherlich keine einfache Aufgabe.
Schauspielerisch ruhen unsere Hoffnungen auf Jason Isaacs
Letzter Schauspieler, den wir erwähnen wollen, ist James Frain. Dieser spielt den Spock-Vater Sarek und der ebenfalls überaus Serien-erfahrene Frain hat uns in dieser Rolle gut bis sehr gut gefallen.
Discovery ohne Discovery
Seit gestern oder besser gesagt dem Sonntag (US-Fernsehen) hat die Welt wieder eine neue Star Trek-Serie, diese trägt den Namen Discovery. Diese ist in Nordamerika auf dem Streaming-Portal von CBS zu sehen, den Rest der Welt bedient Netflix. Wir hüten uns an dieser Stelle allerdings, von "Discovery hat abgehoben" zu sprechen und das aus einem simplen Grund: Das titelgebende Raumschiff war in den beiden Premieren-Folgen nämlich noch nicht zu sehen.Das ist nur eine von gleich mehreren eigenwilligen und auch merkwürdigen Entscheidungen der Serienmacher. Denn recht schnell wird dem Seher klar, dass Star Trek: Discovery vieles oder vielleicht sogar alles anders machen will. Das ist grundsätzlich verständlich, denn man muss das Franchise in die Neuzeit holen, ob das den Traditionalisten gefällt oder nicht.
Denn man kann das klassische Konzept von Kirk, Picard und Co. nicht einfach so aufwärmen, zu sehr haben sich unsere Sehgewohnheiten verändert. Dramaturgie, Optik, Effekte und vieles mehr: All das musste man berücksichtigen. Das Wie ist freilich eine andere Frage, so ist das Nicht-Auftauchen der Discovery in den ersten beiden Folgen verwirrend und unverständlich. Man erwartet, dass diese wenigstens am Ende der zweiten Folge zu sehen ist. Tut sie aber nicht, was nicht die Spannung fördert, sondern einen ziemlich unbefriedigt zurücklässt.
Kein Kapitän im Fokus
Nachvollziehbar ist hingegen die Entscheidung, keinen Kapitän zur Hauptfigur zu machen. Denn erstmals in der Geschichte der Serie ist die Heldin eine erste Offizierin, nämlich die von Sonequa Martin-Green gespielte Michael Burnham. Das ist ein sicherlich interessanter und auch legitimer Ansatz, der Discovery guttut.Oder guttun sollte: Denn viele haben im Vorfeld Bedenken an den schauspielerischen Qualitäten der aus The Walking Dead bekannten Martin-Green angemeldet. Und in der Tat ist ihre Leistung eher mäßig und etwas hölzern, was allerdings auch daran liegen kann, dass Martin-Green eine bei den Vulkaniern aufgewachsene Figur spielt.
Wir wollen allerdings mit einem finalen Urteil zur Leistung von Sonequa Martin-Green noch gerne warten, denn es ist nicht auszuschließen, dass sich diese noch "warmspielen" wird, die Hauptrolle in einer TV-Legende zu übernehmen ist sicherlich keine einfache Aufgabe.
Die Darsteller
Über Michelle Yeoh als Shenzhou-Kapitänin wollen wir hingegen (aus Gründen) gerne schon final urteilen: Die u. a. aus "Crouching Tiger, Hidden Dragon" bekannte Schauspielerin wirkt überfordert, uninspiriert und fehlbesetzt. Es ist zu hoffen, dass Jason Isaacs, der den eigentlichen Discovery-Kapitän Gabriel Lorca spielt, eine bessere Figur macht - bei Isaacs sind wir allerdings mehr als nur optimistisch.
Schauspielerisch ruhen unsere Hoffnungen auf Jason Isaacs
Letzter Schauspieler, den wir erwähnen wollen, ist James Frain. Dieser spielt den Spock-Vater Sarek und der ebenfalls überaus Serien-erfahrene Frain hat uns in dieser Rolle gut bis sehr gut gefallen.
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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