AMDs neuer Threadripper kompiliert den Linux-Kernel in Rekordzeit
AMD veröffentlicht kontinuierlich neue Prozessoren seiner neuen Ryzen-Serie und die Nutzer stellen die Chips natürlich sofort auf alle erdenklichen Proben. Dabei schlagen sie sich ziemlich gut - und erreichen wie in einem aktuellen Fall sogar Rekordergebnisse.
Nach anfänglichen Problemen hat AMD nun offenbar auch den Linux-Support seiner Ryzen-CPUs in den Griff bekommen. Beim Open Source-Portal Phoronix kann man das im Grunde bestätigen. Dort hat man die Leistung des AMD Ryzen Threadripper 1950X überprüft, indem man den Linux-Kernel kompilieren ließ. Das ist angesichts des Code-Umfangs nicht gerade eine triviale Angelegenheit.
Der Threadripper schaffte es mit seinen 16 Kernen und 32 Threads nun, den aktuellen 64-Bit-Kernel des freien Betriebssystems für x86-Architekturen durchschnittlich binnen 36 Sekunden zu übersetzen. Bei Phoronix gab es bisher nur eine getestete Konfiguration, die schneller war: Rund 20 Sekunden brauchte ein Server mit zwei Xeon-Prozessoren der Gold-Serie. Für ein System mit nur einem CPU-Sockel hält jetzt aber klar AMD den Rekord.
Und auch bei diversen anderen Kompilierungs-Durchläufen mit verschiedensten populären Open Source-Anwendungen zeigte der Threadripper 1950X beeindruckende Ergebnisse. Insofern ist die CPU durchaus nicht nur für Gamer lohnenswert, sondern eben auch für Nutzer, die eine leistungsfähige Linux-Workstation benötigen.
Der Threadripper schaffte es mit seinen 16 Kernen und 32 Threads nun, den aktuellen 64-Bit-Kernel des freien Betriebssystems für x86-Architekturen durchschnittlich binnen 36 Sekunden zu übersetzen. Bei Phoronix gab es bisher nur eine getestete Konfiguration, die schneller war: Rund 20 Sekunden brauchte ein Server mit zwei Xeon-Prozessoren der Gold-Serie. Für ein System mit nur einem CPU-Sockel hält jetzt aber klar AMD den Rekord.
Nicht nur für Gamer interessant
In dem Test lief der AMD-Prozessor in einem System, das mit einem Gigabyte X399 AORUS Gaming 7-Motherboard ausgestattet war. Damit der Prozessor in seiner Arbeit nicht durch Engpässe an anderer Stelle ausgebremst wird, wurde auch bei den sonstigen Komponenten nicht gerade gespart: So standen 32 Gigabyte Arbeitsspeicher und eine schnelle SSD mit 120 Gigabyte Kapazität zur Verfügung. Das Testsytem wurde dabei mit Ubuntu 17.04 betrieben und für das Kompilieren war der GCC 6.3 zuständig.Und auch bei diversen anderen Kompilierungs-Durchläufen mit verschiedensten populären Open Source-Anwendungen zeigte der Threadripper 1950X beeindruckende Ergebnisse. Insofern ist die CPU durchaus nicht nur für Gamer lohnenswert, sondern eben auch für Nutzer, die eine leistungsfähige Linux-Workstation benötigen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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