Massenproduktion: Renault startet Fertigung von Kamikaze-Drohnen
Der Autobauer Renault und der Rüstungskonzern Thales planen die Massenfertigung von Kamikaze-Drohnen. Ab 2027 sollen monatlich bis zu tausend Toutatis-Einheiten vom Band rollen. Ziel ist eine unabhängige europäische Lieferkette. Was noch fehlt: ein Auftrag.
Das Fluggerät wiegt fünf Kilogramm und lässt sich von einzelnen Soldaten aus einem Rohr starten. Alternativ ist der Abschuss von Fahrzeugen oder Schiffen möglich. Die Standardversion erreicht eine Reichweite von rund zehn Kilometern und kann über 30 Minuten in der Luft bleiben. Der ein Kilogramm schwere Sprengkopf dient der Bekämpfung von leicht gepanzerten Zielen.
Die Toutatis-Drohne ist gegen elektronische Störmaßnahmen geschützt und kann in einem Schwarm agieren. Ein menschlicher Bediener behält bis zum Schluss die Kontrolle über den Angriff. Obwohl das System technisch ausgereift ist, gibt es aktuell noch keine festen Großaufträge der französischen Regierung. Die Partnerunternehmen zielen daher vorerst stark auf den Exportmarkt ab.
Der Vorstoß der beiden Konzerne ist eine direkte Reaktion auf geopolitische Veränderungen. Aktuell dominieren chinesische Hersteller den Markt für Drohnenkomponenten, während Europa bei fertigen Systemen oft auf die USA angewiesen ist. Die massenhafte Nutzung von kleinen Fluggeräten im aktuellen Russland-Ukraine-Krieg hat den Bedarf westlicher Armeen aber drastisch erhöht.
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Allianz für Rüstungsproduktion
Der Autobauer Renault und das Technologieunternehmen Thales bündeln ihre Kapazitäten für die Herstellung sogenannter Loitering Munitions. Ab dem Jahr 2027 wollen die beiden französischen Konzerne monatlich bis zu 1000 Einheiten der Drohne Toutatis fertigen. Das Vorhaben wurde Mitte Juni auf der Rüstungsmesse Eurosatory nahe Paris offiziell besiegelt. Ziel ist der Aufbau einer unabhängigen europäischen Lieferkette für unbemannte Systeme.Das Fluggerät wiegt fünf Kilogramm und lässt sich von einzelnen Soldaten aus einem Rohr starten. Alternativ ist der Abschuss von Fahrzeugen oder Schiffen möglich. Die Standardversion erreicht eine Reichweite von rund zehn Kilometern und kann über 30 Minuten in der Luft bleiben. Der ein Kilogramm schwere Sprengkopf dient der Bekämpfung von leicht gepanzerten Zielen.
Autobauer bringt Expertise ein
Wie die Unternehmen in einer Pressemitteilung erklären, erfordert die hohe Stückzahl neue Fertigungsmethoden. Renault plant den Wechsel vom bisherigen 3D-Druck zum Kunststoffspritzguss. Gleichzeitig soll die Anzahl der benötigten Bauteile um 40 Prozent sinken. Ingenieure aus der Automobilindustrie sollen so die Produktionskosten senken und die Fertigung beschleunigen.Die Toutatis-Drohne ist gegen elektronische Störmaßnahmen geschützt und kann in einem Schwarm agieren. Ein menschlicher Bediener behält bis zum Schluss die Kontrolle über den Angriff. Obwohl das System technisch ausgereift ist, gibt es aktuell noch keine festen Großaufträge der französischen Regierung. Die Partnerunternehmen zielen daher vorerst stark auf den Exportmarkt ab.
Der Vorstoß der beiden Konzerne ist eine direkte Reaktion auf geopolitische Veränderungen. Aktuell dominieren chinesische Hersteller den Markt für Drohnenkomponenten, während Europa bei fertigen Systemen oft auf die USA angewiesen ist. Die massenhafte Nutzung von kleinen Fluggeräten im aktuellen Russland-Ukraine-Krieg hat den Bedarf westlicher Armeen aber drastisch erhöht.
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