Trump attackiert mit wirren Thesen Amazon - Bezos lacht sich eins
Die neuesten Schimpftiraden des US-Präsidenten Donald Trump richteten sich gegen den Handelskonzern Amazon und die Tageszeitung Washington Post. Einmal mehr nahm Trump es mit den Fakten nicht besonders genau, um andere der Lüge bezichtigen zu können. Der Mann hinter beiden Unternehmen reagierte mit Humor.
In nur einem Tweet schaffte es Trump nicht nur, die Washington Post, eine der renommiertesten Zeitungen der USA, als "Fake News"-Verbreiter zu bezichtigen. Er stellte auch die These auf, dass diese sich nur im Besitz von Amazon befinde, damit der Handelskonzern keine "Internet-Steuern" bezahlen muss - was er aber sollte.
Der Tweet wirft an verschiedenen Stellen Fragen auf, weil hier im Grunde lauter Dinge zusammengeworfen werden, die so überhaupt nicht stimmen oder von denen sogar recht unklar ist, was gemeint sein könnte. Dies beginnt beispielsweise dabei, dass die Washington Post überhaupt nicht Amazon gehört. Die Mehrheitsanteile an der Zeitung wurden allerdings von Jeff Bezos aufgekauft, der durch die Gründung Amazons zum Multimilliardär geworden ist.
Natürlich ist es aus der Perspektive einer freien, unabhängigen Presse problematisch, wenn der Besitzer eines der erfolgreichsten und durchaus auch an verschiedenen Punkten zu kritisierenden Handelskonzerns auch die Kontrolle über eine der wichtigsten Tageszeitungen des Landes hat. Steuerersparnisse bringt das Amazon aber auf jeden Fall nicht ein. Ebenso wie die Investitionen Bezos' in die Entwicklung neuer Raketen keine Amazon-Bestellungen schneller zu den Kunden bringen.
Unklar ist auch, welche Steuervermeidungs-Strategien Trump in seinem Tweet anprangern will. Eine Internet-Steuer gibt es schonmal nicht. Und in der Debatte um die Steuerpflichten von Tech-Konzernen spielt Amazon eher keine Rolle. Denn hier geht es meist darum, dass Konzerne mit Sitz in den USA, die viele ihrer Produkte im Ausland produzieren und auch dort verkaufen, Gewinne nicht im Heimatmarkt abrechnen. Amazon als Handelskonzern verfügt über ganz andere Strukturen.
Eine Debatte um die Steuerpflichten Amazons gibt es in den USA eher hinsichtlich der Umsatzsteuer. Diese ist von Bundesstaat zu Bundesstaat anders geregelt und es war lange ungeklärt, wo genau der Fiskus bei Amazon zu greifen hat: Am Konzernsitz? Oder dort, wo das Datenzentrum steht, das die Bestell-Transaktion verarbeitet? Oder am Standort des versendenden Logistikzentrums? Oder am Wohnort des Käufers? Inzwischen gibt es längst Vereinbarungen zwischen Amazon und den Bundesstaaten über eine gemeinsame Regelung. Es gibt aber keine allgemeingültige Regelung für den gesamten Online-Handel auf Bundesebene. Diese wird von den Republikanern aber eigentlich angestrebt.
Jeff Bezos reagierte auf die Tiraden von Trump übrigens humorvoll. "Endgültig von @realDonaldTrump zerstört worden. Werde ihm aber weiterhin einen Sitz in einer Blue Origin-Rakete reservieren. #SchicktDonaldInsAll", kommentierte er in seinem Twitter-Feed.
Die täglichen Amazon-Blitzangebote in der bewährten WinFuture-Übersicht
Der Tweet wirft an verschiedenen Stellen Fragen auf, weil hier im Grunde lauter Dinge zusammengeworfen werden, die so überhaupt nicht stimmen oder von denen sogar recht unklar ist, was gemeint sein könnte. Dies beginnt beispielsweise dabei, dass die Washington Post überhaupt nicht Amazon gehört. Die Mehrheitsanteile an der Zeitung wurden allerdings von Jeff Bezos aufgekauft, der durch die Gründung Amazons zum Multimilliardär geworden ist.
Natürlich ist es aus der Perspektive einer freien, unabhängigen Presse problematisch, wenn der Besitzer eines der erfolgreichsten und durchaus auch an verschiedenen Punkten zu kritisierenden Handelskonzerns auch die Kontrolle über eine der wichtigsten Tageszeitungen des Landes hat. Steuerersparnisse bringt das Amazon aber auf jeden Fall nicht ein. Ebenso wie die Investitionen Bezos' in die Entwicklung neuer Raketen keine Amazon-Bestellungen schneller zu den Kunden bringen.
Unklar ist auch, welche Steuervermeidungs-Strategien Trump in seinem Tweet anprangern will. Eine Internet-Steuer gibt es schonmal nicht. Und in der Debatte um die Steuerpflichten von Tech-Konzernen spielt Amazon eher keine Rolle. Denn hier geht es meist darum, dass Konzerne mit Sitz in den USA, die viele ihrer Produkte im Ausland produzieren und auch dort verkaufen, Gewinne nicht im Heimatmarkt abrechnen. Amazon als Handelskonzern verfügt über ganz andere Strukturen.
Eine Debatte um die Steuerpflichten Amazons gibt es in den USA eher hinsichtlich der Umsatzsteuer. Diese ist von Bundesstaat zu Bundesstaat anders geregelt und es war lange ungeklärt, wo genau der Fiskus bei Amazon zu greifen hat: Am Konzernsitz? Oder dort, wo das Datenzentrum steht, das die Bestell-Transaktion verarbeitet? Oder am Standort des versendenden Logistikzentrums? Oder am Wohnort des Käufers? Inzwischen gibt es längst Vereinbarungen zwischen Amazon und den Bundesstaaten über eine gemeinsame Regelung. Es gibt aber keine allgemeingültige Regelung für den gesamten Online-Handel auf Bundesebene. Diese wird von den Republikanern aber eigentlich angestrebt.
Jeff Bezos reagierte auf die Tiraden von Trump übrigens humorvoll. "Endgültig von @realDonaldTrump zerstört worden. Werde ihm aber weiterhin einen Sitz in einer Blue Origin-Rakete reservieren. #SchicktDonaldInsAll", kommentierte er in seinem Twitter-Feed.
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