Zahlfrist verstrichen: Apples Steuerstrafe steigt, EU wartet ab
Während Irland und Apple noch versuchen, gegen die EU-Entscheidung über die Steuernachzahlungen des iPhones-Herstellers zu verhandeln, wächst die Steuerschuld jeden Tag. Die Nachrichtenagentur Bloomberg warnt jetzt vor den Zinsen, die dem US-Unternehmen drohen und vor weiteren Strafzahlungen.
Eigentlich war die von der EU eingeforderte Steuernachzahlung von Apple bereits am 3. Januar fällig gewesen. Die EU-Kommission hatte entschieden, dass für die Jahre 2003 bis einschließlich 2014 eine Nachzahlung von 13 Milliarden Euro an den irischen Staat gehen müssten. Irlands "Steuergeschenke" gelten bei den Juristen der EU als eine versteckte Wirtschafts-Subvention, die so illegal gewesen sei. Daher sollte sich Irland der Anweisung der EU fügen, auch wenn das Land zunächst einmal selbst kein weiteres Geld von Apple fordern wollte.
Mehr dazu: Steuern: Apples EU-Vertriebschef entgeht knapp dem Knast
Apple habe dabei aber noch Glück, so Larson. Die Steuerlast sei - unabhängig von den Steuersparmodellen aus Irland in den letzten zehn Jahren - merklich zurückgegangen, sodass Apple trotz eines stetig wachsenden Gewinns nun jährlich geringe Steuerausgaben in Irland habe.
Siehe auch: Schäuble: Mit Lizenzschranke gegen Steuertricks für Apple und Co.
Was Apple vorhat, ist dabei noch nicht bekannt. Die erste Zahlfrist ist ohne eine weitere Reaktion der Amerikaner verstrichen. Irland und Apple hatten nach der Entscheidung der EU im vergangenen Jahr Einspruch eingelegt, die Zahlfrist war davon aber nicht betroffen und damit nicht verlängert worden. Aktuell soll man bei der EU noch keine weiteren Schritte geplant haben, man stehe aber mit den irischen Behörden in Kontakt, um Apples Steuerkonto genau im Auge zu behalten.
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Die Schulden steigen
Nun kommt noch einmal Bewegung ins Spiel. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, will die EU auf die Steuer-Milliarden nicht länger warten. Laut Bloomberg könnte es für Apple damit noch einmal deutlich teurer werden. Bloomberg-Analyst Matt Larson geht von weiteren Strafzahlungen von bis zu 1,5 Milliarden Euro aus, so dass am Ende 14,5 Milliarden Euro fällig werden.Mehr dazu: Steuern: Apples EU-Vertriebschef entgeht knapp dem Knast
Apple habe dabei aber noch Glück, so Larson. Die Steuerlast sei - unabhängig von den Steuersparmodellen aus Irland in den letzten zehn Jahren - merklich zurückgegangen, sodass Apple trotz eines stetig wachsenden Gewinns nun jährlich geringe Steuerausgaben in Irland habe.
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Was Apple vorhat, ist dabei noch nicht bekannt. Die erste Zahlfrist ist ohne eine weitere Reaktion der Amerikaner verstrichen. Irland und Apple hatten nach der Entscheidung der EU im vergangenen Jahr Einspruch eingelegt, die Zahlfrist war davon aber nicht betroffen und damit nicht verlängert worden. Aktuell soll man bei der EU noch keine weiteren Schritte geplant haben, man stehe aber mit den irischen Behörden in Kontakt, um Apples Steuerkonto genau im Auge zu behalten.
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Nadine DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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