Podesta-Hack: Schuld war wohl nur ein kleiner Schreibfehler
Während des US-Wahlkampfes spielte der so genannte Podesta-Hack eine signifikante Rolle. Wie sich nun herausstellte, kam dieser aufgrund eines einfachen Schreibfehlers zustande - und keineswegs aufgrund besonders guter Fähigkeiten russischer Angreifer.
Die ganze Sache spielte sich so ab, dass sich Unbefugte Zugang zum privaten E-Mail-Account von John Podesta, dem Wahlkampf-Manager der demokratischen Kandidatin Hillary Clinton, verschafften und dort das komplette Archiv kopierten. Die tausenden Nachrichten tauchten zu einem bestimmten Zeitpunkt auf der Plattform Wikileaks auf - hier saß offenbar Julian Assange in seinem Botschaftsasyl in London und wartete stets auf passende Gelegenheiten, der Gegnerin Donald Trumps den nächsten Schlag zu versetzen.
Wie die E-Mails überhaupt in fremde Hände gelangen konnten, fand nun die die New York Times heraus. Demnach verursachte ein recht unglücklicher Umgang mit Phishing-Mails die ganze Angelegenheit. Ein Schreibfehler eines Wahlkampfhelfers soll dabei eine entscheidende Rolle gespielt und die Leute, die mit dem fraglichen Account arbeiteten, auf die falsche Fährte geschickt haben.
Durch einen Schreibfehler wurde hier aus "illegitimate" aber "legitimate". Delavans Nachricht lautete so: "This is a legitimate email. John needs to change his password immediately." Im Vertrauen auf die Angaben des IT-Menschen wurde daraufhin die Phishing-Mail geöffnet und der darin befindliche Button angeklickt. Im Ergebnis hatten die Absender der gefälschten Nachricht nun also Zugang zu Podestas E-Mail-Account.
Die so öffentlich gewordenen Mitteilungen wurden im Wahlkampf natürlich ausgeschlachtet. Bei einem genauen Blick auf die Inhalte gaben diese zwar im Grunde nichts Skandalöses her - allerdings genügt es ja oft genug, unbedeutenden Tatsachen nur einen bestimmten Spin zu geben, um das passende Publikum in Aufregung zu versetzen.
Wie die E-Mails überhaupt in fremde Hände gelangen konnten, fand nun die die New York Times heraus. Demnach verursachte ein recht unglücklicher Umgang mit Phishing-Mails die ganze Angelegenheit. Ein Schreibfehler eines Wahlkampfhelfers soll dabei eine entscheidende Rolle gespielt und die Leute, die mit dem fraglichen Account arbeiteten, auf die falsche Fährte geschickt haben.
Eine E-Mail wird aufgewertet
Als die ersten Phishing-Nachrichten eintrafen, leitete Podesta diese demnach wohl an einige Helfer im direkten Umfeld weiter. Diese fragten dann einen anderen Mitarbeiter, Charles Delavan, der sich ohnehin mit der IT-Organisation beschäftigte. In seiner Antwort wollte dieser eigentlich klarstellen, dass es sich um eine falsche Mitteilung handle und Podesta seine Zugangsdaten ändern solle.Durch einen Schreibfehler wurde hier aus "illegitimate" aber "legitimate". Delavans Nachricht lautete so: "This is a legitimate email. John needs to change his password immediately." Im Vertrauen auf die Angaben des IT-Menschen wurde daraufhin die Phishing-Mail geöffnet und der darin befindliche Button angeklickt. Im Ergebnis hatten die Absender der gefälschten Nachricht nun also Zugang zu Podestas E-Mail-Account.
Die so öffentlich gewordenen Mitteilungen wurden im Wahlkampf natürlich ausgeschlachtet. Bei einem genauen Blick auf die Inhalte gaben diese zwar im Grunde nichts Skandalöses her - allerdings genügt es ja oft genug, unbedeutenden Tatsachen nur einen bestimmten Spin zu geben, um das passende Publikum in Aufregung zu versetzen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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