Microsoft enttäuscht Börse: Surface im Plus, Lumias & Aktie stürzen ab
Microsoft hat soeben seine Zahlen für das dritte Quartal seines Geschäftsjahres bekanntgegeben. Das Unternehmen verfehlte die Erwartungen der Analysten und die Börse reagierte mit einem sinkenden Aktienkurs. Damit sind die Chancen auf das Erreichen eines neuen Höchststands der Microsoft-Aktie vorerst dahin.
Wie Microsoft mitteilte, erzielte man im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2017 einen Umsatz von 20,5 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn belief sich dabei auf immerhin 3,8 Milliarden US-Dollar. Zwar klingen diese Zahlen durchaus gut, für die Börsianer sind sie jedoch eine Enttäuschung, lagen Umsatz und Gewinn doch gleichermaßen unter dem Niveau des gleichen Zeitraums des Vorjahres - der Gewinn fiel sogar um 25 Prozent.
Auch aus dem Windows-Bereich gab es Zahlen zu hören. So ging der Umsatz aus dem Vertrieb von OEM-Lizenzen für Windows "nur" um zwei Prozent zurück - während der Gesamtmarkt für PCs deutlich mehr einbüßte. Dies sei auf einen größeren Anteil von "Premium-Geräten" an den Verkäufen der PC-Hersteller zurückzuführen, da diese Microsoft mehr einbringen als die kostenlos oder stark rabattiert vertriebenen Lizenzen für kleine Tablets und Notebooks. Tatsächlich versuchen die Gerätehersteller seit einiger Zeit wieder, vermehrt mit High-End-Produkten auf Kundenfang zu gehen, da sie so erheblich höhere Margen erzielen.
Das war es aber auch schon mit "guten" Nachrichten rund um Windows, denn der Umsatz aus dem Vertrieb von Windows sank im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres um eine Milliarde Dollar bzw. sieben Prozent.
Der enorme Einbruch der Lumia-Verkaufszahlen macht deutlich, dass Microsofts jüngste Smartphone-Modelle - also das Lumia 950 und 950 XL sowie die Low-End-Geräte Lumia 550 und Lumia 650 keinen Schub der Verkaufszahlen brachten. Auch die breitere Verfügbarkeit von Windows 10 Mobile durch das November-Update konnte offensichtlich keine Besserung bringen. Angesichts des Umstands, dass man kürzlich verlauten ließ, dass Smartphones für das Jahr 2016 für Microsoft praktisch keine Rolle mehr spielen, werden die Verkäufe in den kommenden Monaten wohl nur noch weiter fallen.
Die Surface-Sparte konnte unterdessen für einen postiven Eindruck sorgen, legte ihr Umsatz doch um 61 Prozent auf nunmehr 1,1 Milliarden US-Dollar zu. Dies geht natürlich auf das Surface Pro 4 und das Surface Book zurück, die seit einigen Monaten auch international breiter verfügbar sind und somit eine größere potenzielle Kundschaft erreichen. Durch die massiven Einbußen bei den Smartphones verlor die Gerätesparte - zu der nunmal die Abteilungen für sämtliche Hardware-Produkte gehören - gegenüber dem Vorjahr um neun Prozent.
Cloud federt Einbußen bei Windows & Hardware ab
Die diversen Dienste und Cloud-Produkte von Microsoft tragen erheblich zum Umsatz des Konzerns bei. So erwirtschaftete man mit den Office 365-Diensten in diesem Quartal sieben Prozent mehr Einnahmen: die Consumer-Varianten von Office legten um sechs Prozent zu und Microsoft hat inzwischen 22,2 Millionen Kunden, die die Office-365-Abonnements nutzen. Der Server-Bereich legte um fünf Prozent zu und die Azure-Umsätze legten sogar um 120 Prozent zu.Auch aus dem Windows-Bereich gab es Zahlen zu hören. So ging der Umsatz aus dem Vertrieb von OEM-Lizenzen für Windows "nur" um zwei Prozent zurück - während der Gesamtmarkt für PCs deutlich mehr einbüßte. Dies sei auf einen größeren Anteil von "Premium-Geräten" an den Verkäufen der PC-Hersteller zurückzuführen, da diese Microsoft mehr einbringen als die kostenlos oder stark rabattiert vertriebenen Lizenzen für kleine Tablets und Notebooks. Tatsächlich versuchen die Gerätehersteller seit einiger Zeit wieder, vermehrt mit High-End-Produkten auf Kundenfang zu gehen, da sie so erheblich höhere Margen erzielen.
Das war es aber auch schon mit "guten" Nachrichten rund um Windows, denn der Umsatz aus dem Vertrieb von Windows sank im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres um eine Milliarde Dollar bzw. sieben Prozent.
Lumia-Smartphones versinken in der Bedeutungslosigkeit
Gerade die Smartphone-Sparte von Microsoft ist und bleibt wohl auch weiterhin das Sorgenkind der Redmonder. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gingen die Verkaufszahlen der Lumia-Smartphones im dritten Quartal 2016 erheblich zurück. Waren es im Vorjahreszeitraum noch 8,6 Millionen verkaufte Geräte, so wurden in den letzten drei Monaten weltweit nur noch 2,3 Millionen Lumias verkauft - ganze 73 Prozent weniger als zuvor. Der Umsatz durch Windows Phone sank dementsprechend um 47 Prozent bzw. 662 Millionen Dollar.Der enorme Einbruch der Lumia-Verkaufszahlen macht deutlich, dass Microsofts jüngste Smartphone-Modelle - also das Lumia 950 und 950 XL sowie die Low-End-Geräte Lumia 550 und Lumia 650 keinen Schub der Verkaufszahlen brachten. Auch die breitere Verfügbarkeit von Windows 10 Mobile durch das November-Update konnte offensichtlich keine Besserung bringen. Angesichts des Umstands, dass man kürzlich verlauten ließ, dass Smartphones für das Jahr 2016 für Microsoft praktisch keine Rolle mehr spielen, werden die Verkäufe in den kommenden Monaten wohl nur noch weiter fallen.
Die Surface-Sparte konnte unterdessen für einen postiven Eindruck sorgen, legte ihr Umsatz doch um 61 Prozent auf nunmehr 1,1 Milliarden US-Dollar zu. Dies geht natürlich auf das Surface Pro 4 und das Surface Book zurück, die seit einigen Monaten auch international breiter verfügbar sind und somit eine größere potenzielle Kundschaft erreichen. Durch die massiven Einbußen bei den Smartphones verlor die Gerätesparte - zu der nunmal die Abteilungen für sämtliche Hardware-Produkte gehören - gegenüber dem Vorjahr um neun Prozent.
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